Glacis-Zinzendf
 
Sie befinden sich:  » Graz Radln  |  » Aktuelles  |  » 2013

Oben drüber und unten durch

Zwei Jahre Notdurchfahrt und Schiebestrecken: Seit 29.11. ist die Bahnhofsunterführung wieder offen, noch dazu in ziemlich komfortabler Fasson.


Letzte Arbeiten am Geländer
Letzte Arbeiten am Geländer
Bildvergrößerung

Ri Eggenberg, südl. GRW
Ri Eggenberg, südl. GRW
Bildvergrößerung

Kreuzung Köflachergasse
Kreuzung Köflachergasse
Bildvergrößerung

Ri Zentrum vor PVA/ Hostel
Ri Zentrum vor PVA/ Hostel
Bildvergrößerung

Querungszunge Westportal
Querungszunge Westportal
Bildvergrößerung

Neuer Abschnitt vor Bauamt
Neuer Abschnitt vor Bauamt
Bildvergrößerung

Querung Annenstraße
Querung Annenstraße
Bildvergrößerung

Als die das Projekt Verkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof 2010 startete, war seitens der RadlerInnen viel Skepsis dabei: Dass die Versenkung der Tram in erster Linie dem ÖV und dem MIV diente und weniger zum Nutzen der RadlerInnen und FußgängerInnen sein würde, galt als ausgemachte Sache. In der Tat war auch das Ergebnis der indirekt damit zusammenhängenen Neugestaltung der Annenstraße nicht restlos überzeugend. Auch der Umbau des Bahnhofvorplatzes, der eigentlich für RadlerInnen offen hätte sein sollen, brachte - ausgenommen neuer Abstellanlagen - keine Verbesserungen.

Alarm schlug die ARGUS, als bekannt wurde, dass die neue Unterführung Eggenbergerstraße zwar von zwei auf vier Kfz-Spuren ausgeweitet, der beidseitige neue Geh- und Radweg aber trotz Gefällestrecken und hoher Frequenz kombiniert, ziemlich schmal und möglicherweise sogar richtungsgebunden ausfallen sollte.

Positive Überraschung
Die Eröffnung der Unterführung überraschte nun positiv: Die 3,50 Meter auf beiden Seiten wirken - auch dank des kaum nach innen geneigten (3 statt 5 Grad wie bei der GKB-Unterführung) Stahlgeländers doch recht breit. Auf beiden Seiten gilt kombinierter Zweirichtungsverkehr, auf der Südseite gibt es gegenüber dem früheren Zustand die Schließung des Missing Links zur Bahnhofgürtel-Kreuzung am Bauamtsgebäude vorbei Richtung Annenstraße. In die andere Richtung (FH, Eggenberg) wurde rechtzeitig die Panne mit den Betonmonstern ("dicke Willis") mitten auf der deshalb zum Gehweg degradierten Route (HR12) beseitigt, sodass nun eine passable Ost-West-Verbindung entstanden ist.

Positiv gelöst wurde auch auf dem nordseitigen GRW die Kreuzung mit der Richtung Eggenberg wieder auftauchenden Tram vor der Kreuzung Waagner-Biro-Straße: Die Zunge zwischen Schienen-und Kfz-Trasse wird zwar zum Schluss hin ziemlich eng, zu begrüßen ist aber das bedarfsgesteuerte Nur-Rotlicht, das von der Straßenbahn ausgelöst wird und überflüssige Wartezeiten vermeidet.

Trennwirkung durch Tram-Trasse
Zum Vergleich: Eine andere Variante hat man leider mit einer Druckknopfampel am östlichen Unterflurportal in der Annenstraße gewählt, die für von Bahnhof/ Annenpassage bzw. aus der Babenbergerstraße kommende RadlerInnen die Einfahrt in die Annenstraße stadteinwärts ziemlich unkomfortabel macht.

Wie überhaupt die Verknüpfung im Bereich obere Annenstraße, eine Folge der großräumigen Bauten für die Unterflurtrasse, und die Trennwirkung der Tramtrasse weiter stadteinwärts, einziger echter Schwachpunkt ist. So ist für aus Eggenberg kommende RadlerInnen an der Bahnhofgürtel-Kreuzung die letzte Möglichkeit bis zum Ende der Annenstraße, um in den Norden zu gelangen. In die andere Richtung gilt Ähnliches, wobei für stadtauswärts Radelnde das Möbelhaus Leiner und der neue Merkur-Markt schlecht erreich- und beparkbar ist.

(ARGUS)



Zaungäste bei der Eröffnung
Zaungäste bei der Eröffnung
Bildvergrößerung

Markierung Bahnhofvorplatz
Markierung Bahnhofvorplatz
Bildvergrößerung

... nach Vorlage
... nach Vorlage
Bildvergrößerung