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Meister im Abstiegskampf
"Kleine Zeitung" vom 04.11.2014, Seite 12

Der Fohnsdorfer Thomas Kaltenegger fuhr 24,2 Kilometer in einer Stunde auf dem Hinterrad seines Mountainbikes und ist nun „Wheelie"-Weltrekordhalter.

Was es heißt, energisch gegen den Abstieg zu kämpfen, wissen nicht nur leidgeprüfte Fußballer, sondern auch Thomas Kaltenegger auf seinem Mountainbike. Der 33-jährige Fohnsdorfer hat sich einen Eintrag ins berühmte „Guinnessbuch der Rekorde" erstrampelt. Und das in einer Haltung, die man sonst nur von Motorrädern kennt: zurücklehnen, Hände hoch und Schnauze in die Höh'.

Schaffte er es doch auf seinem Fahrrad, in einer Stunde 24,2 Kilometer auf dem Hinterrad – ohne Absteigen – zurückzulegen und pulverisierte somit den bisherigen „Wheelie"-Weltrekord von 17 Kilometern in einer Stunde.

Doch wie kommt man überhaupt auf so eine Idee? Eigentlich war’s der Neffe, der im Vorjahr im Buch der Rekorde geschmökert hat. „Beim Mitschauen bin ich auf diesen speziellen Rekord gestoßen. Und weil ich schon als Bursch gerne Wheelies gefahren bin, dachte ich mir: Das schaffe ich auch locker."

Sodann hat die Murtaler Sportskanone – Kaltenegger ist begeisterter Mountainbiker und Bergsteiger – „auch gar nicht so viel auf diesen Rekord hintrainiert", wie er betont. Nach ein paar Übungseinheiten sei spätestens nach einer 20-Kilometer-„Testfahrt" von Fohnsdorf nach Möderbrugg auf dem Hinterrad ohne Absteigen der Zeitpunkt gekommen, den offiziellen Weltrekordversuch auf der Laufbahn des Stadions Murdorf zu starten.

Denn für den Eintrag ins Buch der Rekorde braucht’s Video- und Fotobeweise sowie zwei offizielle Zeugen. Und während noch mehrere Dutzend Fans Kaltenegger zum Rekord peitschten, blieb der größte Wheelie-Gegner Gott sei Dank aus: „Das ist der Wind." Bastelt der Baumeister und Brunnenbaumeister schon an weiteren Rekorden? „Nein, einmal im Leben einen Weltrekord halten ist Ehre genug."

ULRICH DUNST



ZUR PERSON
Thomas Kaltenegger wurde am 9. März 1981 geboren.

Der Fohnsdorfer ist Baumeister und Brunnenbaumeister und als Co-Geschäftsführer des eigenen Familienbetriebes (Kaltenegger Bau) tätig.

Ende Oktober erhielt er die Urkunde mit der Aufnahme ins „Guinnessbuch der Rekorde".