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Kritik an Schieflage bei P&R-Förderungen

Das Land Steiermark fördert Radabstellanlagen mit 30 Prozent. 50 Prozent gibt es nur, wenn sie in Kombination mit (Auto) P&R-Parkplätzen errichtet werden.


Solide Abstellanlage
Solide Abstellanlage
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Die Kritik kam von Anton Schuller, engagierter Umweltreferent der Stadtgemeinde Hartberg: Ihm wurde von der Abt. 16, Verkehr und Landeshochbau, auf seine Förderanfrage hin beschieden, dass eine bei der Post geplante Radabstellanlage mit 30 Prozent (max. € 700/ Stellplatz) gefördert werden kann. Auf seinen Einwand hin, die Anlage diene auch den Buskunden als Bike&Ride-Gelegenheit und für P&R zahle das Land 50 Prozent zu, gab es eine eher unbefriedigende Auskunft: Man sehe eine 50-prozentige Förderung "in Verbindung mit einer herkömmlichen Rakr&ride Anlage" wie sie zur Zeit etwa am Hartberger Bahnhhof enstehe.

Schuller gab sich mit dieser Antwort nicht zufrieden: In einem Schreiben an das Amt der Landesregierung hält er die Regelung für nicht nachvollziehbar, dass B&R nur in Kombination mit P&R einen höheren Fördersatz bekommt. Schuller ortet "eine unangemessene Bevorzugung des Autoverkehrs". Der streitbare Hartberger schlägt vor, für Bike&Ride-Anlagen zumindest die selbe Förderung auszuschütten: "Aufgrund unserer Klimaschutz-Ziele würde ich mir sogar eine höhere Förderung wünschen."

Seitens der Abt. 16, Referat Öffentlicher Verkehr, gab man in einem Antwortschreiben zu bedenken, dass es bei der Höhe des Fördersatzes um eine zumutbare Lastenverteilung zwischen Land und Gemeinden gehe und nicht um eine Bevorzugung des einen oder anderen Verkehrsmittels. So sei es Tatsache, dass die Kostenrelation zwischen P&R und B&R eine andere ist: "Aus diesem Grund übernimmt das Land bei einer P&R Anlage einen höheren Anteil, um in diesem Fall die Gemeinde nicht finanziell zu überfordern." 

Anton Schuller
Anton Schuller
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