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Puch: Legendäre Räder frisch im Druck

Ein umfangreiches neues Fachbuch ist den Fahrrädern von Puch gewidmet: Die bei Weishaupt verlegte Monografie "Die Geschichte der PUCH-Fahrräder" ist seit Ende 2015 in den Buchhandlungen und bei Grazer Radhändlern erhältlich. Am 22.01. fand die Buchpräsentation im Johann Puch-Museum statt, eine weitere gibt es am 04.02. in Wien. 

Cover
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Es geht um ein Stück wichtige Mobilitäts- und Industriegeschichte Österreichs und vor allem der Steiermark: Von 1889 bis 1987 wurden unter dem Namen Puch in Graz Fahrräder produziert, in Summe rund 10 Millionen Fahrräder. Obwohl Altmeister Puch und sein Wirken bereits ausgiebig gewürdigt und seine - motorisierten - Fahrzeuge eingehend beschrieben wurden, gab es bisher kein Buch mit Fokus auf die Fahrradproduktion, die ja den Erfolg Puchs begründete und über viele Jahrzehnte das Rückgrat des Unternehmens bildete.

Fahrradhistoriker Walter Ulreich (u.a. Externe Verknüpfung "Das Steyr Waffenrad") und Wolfgang Wehap, Volkskundler, Autor und Vorstandsmitglied der ARGUS Steiermark, sind angetreten, um wollen diese Lücke zu füllen: "Die Geschichte der Puch Fahrräder" wird in rund 300 Seiten reichlich illustriert vorgestellt und aus technik- sowie kulturhistorischem Blickwinkel beleuchtet. Die vielen Typen und Modelle werden anhand von Katalogen (drei ganz frühe sind als Faksimile angehängt) genau beschrieben, eigene Abschnitte widmen sich dem Streit Puch Styria-Dürkopp oder dem legendenumrankten Ende und Verkauf des Puch Zweiradwerks an Piaggo. Ein eigenes Kapitel befasst sich mit den Rennrädern, auch Konfektionsräder, Lizenzbau und Prototypen werden behandelt. 

Biografische Exkurse über Altmeister Puch, Racer Franz Gerger, Designer Fritz Spekner oder den Assen des legendären Puch-Rennteams der 1950er- und 1960er-Jahre bringen die handelnden Personen näher, über umfangreiches Interviewmaterial werden auch Einblicke in die Arbeits- und Lebenswelt der "Puch-Familie" eröffnet.

Das Buch soll jenen, die ein Puch Fahrrad besitzen, ein gutes altes Stück am Dachboden haben und restaurieren oder "upcyclen" lassen wollen, auch als Handreichung zur Modellbestimmung und Originalbestückung dienen. Denn, auch wenn die Ära des Puch Zweirades 1987 zu Ende gegangen ist, die Marke hat auch heute noch einen guten Klang. "Puch" lebt, sowohl durch neue, entsprechend "retro" gelabelte neue Fabrikate, als auch - und gerade - durch viele "unverwüstlichen" Originale aus der Grazer Fahrradschmiede, die heute vielfach noch im Straßenraum präsent sind.   

Walter Ulreich, Wolfgang Wehap: "Die Geschichte der Puch Fahrräder", Weishaupt Verlag, Gnas 2016;  400 Seiten, € 48,- Subskriptionspreis (bis 30.11.2015) € 39.- unter verlag@weishaupt.at   




Plakat aus den 1950er-Jahren
Plakat aus den 1950er-Jahren
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Werbung, 1953
Werbung, 1953
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Katalog (Ausschnitt), 1960er -Jahre
Katalog (Ausschnitt), 1960er -Jahre
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Plakat, 1982
Plakat, 1982
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Designstudie Zeitfahrmaschine, 1985
Designstudie Zeitfahrmaschine, 1985
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Plakat, 1891
Plakat, 1891
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Postkarten-Serie und Buch-Vertrieb
Quasi als Appetithappen zum Buch wurde vorab eine Postkarten-Serie aufgelegt: in sechs Motiven wird die Puch-Story ausschnitthaft dargestellt, beginnend mit einer Plakat-Reproduktion von 1892 über zwei Sujets aus den 1950er-Jahren, ein englisches Prospekt aus den 1960er Jahren bis zur Mistral-Werbung und einer aufsehenerregenden Designstudie aus den 1980er-Jahren. 

Das Buch ist im Buchhandel, über den Externe Verknüpfung 
Verlag und bei einigen Grazer Radhändlern und Radmechanikern (Neubauer, PP Radlshop, Bicycle, Muchar Upcycles, Die Radlerei, Heels on Wheels, "Sattelfest") um € 48.- erhältlich.