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Lobby fordert: Vorrang für die Radler in Graz
"Kronen Zeitung" vom 02.08.2015, Graz, Seiten 16,17

ARGUS-Steiermark mit zahlreichen Vorschlägen, wie die Stadt für die Pedalritter.

Fahrradstraßen, einen weiteren Radwegeausbau (vor allem auf der Ost-West-Achse), größere Aufstellflächen für die Radler im Kreuzungsbereich, sichere Abstellflächen usw. „ARGUS-Steiermark - DIE RADLOBBY" hat viele Vorschläge, um noch mehr Zweiräder auf die Grazer Straßen zu bringen. Wien wäre da viel weiter

Zu kleine Aufstellflächen für die Radler - an manchen Kreuzungen in Graz gibt es oft regelrechten Radlerstau. Das ist nicht ungefährlich.

Wolfgang Wehap und Heidi Schmitt von der Radlobby „ARGUS-Steiermark" haben dicken Forderungskatalog für Graz.

Die Zinzendorfgasse - für Wolfgang Wehap wäre diese Gasse ein Paradefall, um auch in Graz Fahrradstraßen einzuführen: „Wien, Vorarlberg und viele andere haben es den Grazern vorgezeigt, wie das geht."

Etwa 15 Prozent beträgt derzeit der Radanteil am Gesamtverkehrsaufkommen in Graz. Ein Anteil, der laut Wolfgang Wehap von „ARGUS" weit höher sein könnte: „Wir brauchen klare Signale, dass der Radverkehr der Grazer Politik am Herzen liegt." Hier einige Vorschläge für solche Signale:

Fahrradstraßen: Der Durchzugsverkehr soll hier eingedämmt werden. Pkw sollen nur sehr eingeschränkt fahren dürfen - die Radler bevorrangt. Wehap: „Die gesetzliche Grundlage gibt es. In Wien existieren schon Fahrradstraßen." Vorschläge für Graz sind: Zinzendorfgasse, Rechbauerstraße/Morellenfeldgasse, Lagergasse (Lutz bis Griesplatz), Schubertstraße, Laimburggasse/Hasnerplatz/Vogelweiderstraße, Brockmanngasse, Oeverseegasse/Korngasse/Brückengasse.

Nachholbedarf Radwege: Die Ost-West-Verbindungen in Graz seien laut Wehap prinzipiell schlecht. Weitere Vorschläge: Bereich Kalvarienberggürtel, St. Peter (Plüddemanngasse), Opernring, Peter-Tunner-Gasse. Wehap: „Vor allem, was die Erschließung der neuen Stadtteile Graz-Reininghaus und Smart City angeht, fehlen Konzepte."

Die Radwegebenutzungspflicht: Die soll für gewisse Radwege fallen - speziell für alte, die schmal und unübersichtlich sind.

Aufstellflächen: Das sind Flächen in Kreuzungsbereichen für Radler. Wehap: „Die sind an vielen Stellen in Graz schon viel zu klein. Es staut sich, das ist auch nicht ungefährlich."

Abstellflächen: Die würden vor allem in der Innenstadt fehlen; insbesondere überdachte und mit guten Sicherheitseinrichtungen versehene (zum Versperren der Räder).

Mehr Rücksicht: Wehap: „Der Radverkehr wird oft stiefmütterlich behandelt. Gibt es Baustellen, ist für den Pkw-Verkehr gesorgt, aber Radler stehen mitunter plötzlich im Nichts."

Perfekt für RadlerGraz, meint Wehap, sei eigentlich perfekt für Radfahrer - flach, kompakt, mit geringen Entfernungen: „Aber es fehlt an Unterstützung für die Radler."

Gerald Richter



"Graz hat als Radstadt etwas den Anschluss versäumt. Wien etwa ist da viel weiter als wir." Wolfgang Wehap, ARGUS Steiermark
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