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Radeln in Graz: Gefahr gestiegen

Mitte der 2000er-Jahre ist die Unfallzahl emporgeschnell - und sinkt nicht mehr.Radeln in

Insbesondere in der Grazer Innenstadt wird geradelt, was die Pedale hergeben. Dass die Zahl der Radunfälle in den vergangenen Jahren gestiegen ist bzw. auf hohem Niveau stagniert, stimmt nachdenklich. Heuer gab es bereits zwei tote Radfahrer. Über die Gründe für die hohe Zahl an Unfällen (siehe Grafik) wird viel gerätselt.

Mahnmal für tödlich verunglückte Radfahrer in Graz: Seit 1991 gab es nicht so viele Tote wie 2014. Auch heuer gibt es schon Opfer.

2014 gab es einen traurigen Rekord in Graz: Noch nie seit 1991 waren so viele Radfahrer tödlich verunglückt, nämlich vier (sechs waren es in der Reststeiermark). Zwei verstarben durch rechtsabbiegende Lkw-Lenker, zwei haben den Vorrang missachtet und sind mit einem Kastenwagen und einer Bim kollidiert.

Auch heuer sind bereits zwei Todesopfer zu beklagen - durch „Dooring", wie es im Fachjargon heißt, also weil sie mit geöffneten Fahrzeugtüren kollidiert sind.

Häufigste UrsacheDie häufigste Unfallursache in Graz waren 2014 (aktuelle Daten gibt es noch nicht) sogenannte rechtwinkelige Kollisionen mit einem Anteil von 24,2 Prozent. Wenn eingebogen oder die Straße gequert wird, kracht es häufig. Die zweithäufigste Unfallursache für Radfahrer: Kollisionen mit aus der Ausfahrt kommenden oder einfahrenden Fahrzeugen.

Radler rücksichtsloser?Liegt die hohe Zahl der Radunfälle womöglich daran, dass die Radler immer öfter auf die Verkehrsregeln pfeifen, wie es mitunter erscheint? Wolfgang Wehap von „ARGUS Steiermark - DIE RADLOBBY" sagt: „Nein, darauf gibt es keine Hinweise. Als Beobachter hat man vielleicht diesen Eindruck, aber Radfahrer sind viel flexibler als Pkw-Lenker, weil sie in der Regel mehr Überblick über das Verkehrsgeschehen haben."

Rücksichtloses Verhalten gäbe es natürlich unter Radlern, aber auch unter Pkw-Lenkern. Wehap: „Prinzipiell belegen Studien, dass die Unfallrate sinkt, je mehr Radler in einer Stadt unterwegs sind. Warum das in Graz anders ist? Vielleicht liegt es an der Rad-Infrastruktur, die zum Teil in die Jahre gekommen ist." - Die wird derzeit von der Stadt und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit auf ihre Sicherheit geprüft.

G. Richter




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