Grazer Radfahrer Club
 
Sie befinden sich:  » Graz Radln  |  » Geschichte  |  » Panoptikum

"Kraftbulle" von Junior: Alfred Sitzwohl 1930 - 2015

Einer der großen Radrennfahrer der Nachkriegszeit, Alfred Sitzwohl, ist tot. Der "Kraftbulle" des Junior-Teams starb am 28. September im 86. Lebensjahr in Graz.


ÖM Vierer-Mannschaft, 1950
ÖM Vierer-Mannschaft, 1950
Bildvergrößerung

Österreich-Rundfahrt 1951: Empfang am Grazer Hauptplatz (rechts Sitzwohl)
Österreich-Rundfahrt 1951: Empfang am Grazer Hauptplatz (rechts Sitzwohl)
Bildvergrößerung

Alfred Wilhelm Sitzwohl (*8.5.1930) kam aus einer Radsportler-Familie: Seine älteren Brüder Ludwig und Otto fuhren während des 2. WK erfolgreich Rennen. Selbst wurde Fredi von seinem Nachbarn Heinz Jager, dem Motor des Junior-Teams, für den Radsport begeistert. Seinen ersten Sieg feierte er auf der Grazer Trabrennbahn 1946, 1950 fuhr er bei Wien-Graz den ersten großen Erfolg ein. Ebenfalls 1950 siegte er im Team mit Josef Perschy, Karl Rauschl und Franz Deutsch - bei der österreichischen Meisterschaft im Vierer-Mannschaftsfahren in Schwechat neun Minuten vor dem zweitplatziertem Team.

In seiner Karriere brachte es der „Kraftbulle" (Hanns Propst) auf zwei Straßenmeister-Titel (1950, 1951) und drei Etappensiege bei Österreich-Rundfahrten sowie einen Sieg bei der steirischen Bergmeisterschaft (1949). Sportlich widmete er sich nach Ende seiner Radsportkarriere dem Speedway.

Der gelernte Kaufmann arbeitete bei den Junior Fahrradwerken als Einfahrer und Chauffeur, später betrieb er eine Autoreifenverwertung. Sein Sohn Alfred „Fredy" (*1952) fuhr - ebenfalls erfolgreich - für den RV Long Life Radkersburg und den RV Pergler Graz, war für Wiener Klubs aktiv und bei Isospan Knittelfeld bis 1975. Ein zweiter Sohn starb jung 1974. 

Die Verabschiedung von Alfred Sitzwohl fand am 05.10.2015 um 11.30 Uhr in der Feuerhalle Graz statt.

WW

Zieleinlauf Graz-Voitsberg-Graz: Sitzwohl Zweiter
Zieleinlauf Graz-Voitsberg-Graz: Sitzwohl Zweiter
Bildvergrößerung