Grazer Radfahrer Club
 
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Grazer Mechanikerräder

Graz war traditionell das Zentrum der Fahrradindustrie, Wien das der Mechanikerräder. Spätestens mit dem Buch Externe Verknüpfung "Wiener Mechanikerräder" (2013) wurde interessanten Manufakturen wie Dusika, RIH, Capo ... ein publizistisches Denkmal gesetzt. Als ein wesentliches Kriterium, Mechanikerräder etwa von Konfektionsrädern oder konventioneller Handelsware zu unterscheiden, ist neben dem eigenen Label der eigene Rahmenbau. Dieses Herzstück der Fahrraderzeugung ist in den vergangenen Jahrzehnten aus Europa praktisch zur Gänze verschwunden und wird fast nur noch in Fernost erledigt; wenngleich es jüngste gegenläufige Entwicklungen im handwerklich-kreativen Bereich gibt, wie das Beispiel des Niederösterreichers Externe Verknüpfung Peter Moser zeigt. 

Auch wenn in Graz der "Wildwuchs" an unter eigenem Label produzierenden Mechanikern und Händlern bedeutend kleiner als in der Bundeshauptstadt war: es hat ihn unterm Uhrturm im Schatten der großen Produzenten Puch und Junior ebenfalls gegeben, und sie waren mit diesen oft eng verbunden, als Arbeitgeber wie über den Rennsport. Im folgenden findet sich ein - unvollständiger - Abriss, der sich vor allem mit dem Zeitraum von Zwischen- und Nachkriegszeit bis in die 1970er-Jahre befasst. 


K. Bellin als junger Racer
K. Bellin als junger Racer
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Klebeplakette, Renner
Klebeplakette, Renner
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Bellin: Im Zeichen des goldenen Adlers
Beginnen wir den Rundgang durch die Grazer Fahrrad-Werkstätten mit Karl Bellin (1911-2004). In jungen Jahren fuhr Bellin für die Vereine "Edelweiss", „Kornblume", Alpenländischen Radfahrerbund und den Post SV. Wenn es für ihn auch nicht ganz an die Spitze klappte, so fuhr er doch bei den steirischen Straßen- und Bergmeisterschaften zwischen 1933 und 1947 immerhin vier zweite und drei dritte Plätze heraus.

1952/53 führte er laut Adressbuch ein Fahrradgeschäft in der Straßgangerstraße 120, ab 1958 schien sein Betrieb als Fahrrad- und Mopedreparaturwerkstätte auf. 1960 wechselte Bellin die Adresse und firmierte fortan in einem Haus mit Geschäftslokal, Werkstätte und Wohnung in der Peter-Rosegger-Straße 54 in Wetzelsdorf. 


Früherere Steuerkopf-Marke
Früherere Steuerkopf-Marke
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Bianchi? Nein, Bellin
Bianchi? Nein, Bellin

Insgesamt verließen rund 3 600 Fahrräder unter dem Zeichen des (goldenen) Adlers – der sehr an das Firmenzeichen von Bianchi erinnert – die Bellin'sche Werkstatt. Produziert wurden vor allem Sporträder, aber auch Rollerräder, rund 200 Stück zwischen 1950 und 1975. 

Für Bellin baute u.a. Karl Sodec Rahmen. Dass die Rahmen bei Junior lackiert wurden, darauf deutete die farbintensive, spezifisch von Junior verwendete Lasur hin, aber auch der Umstand, dass der Obmann des RV Junior, Hans Ortner, in der Nachbarschaft wohnte. Zudem wurden in der Hinterlassenschaft des Mechanikers große Mengen Junior-Bestandteile vorgefunden und auf den bekannten Bellin-Fahrrädern sind neben Teilen von Puch und italienischen Herstellern auch solche von Junior verbaut. 

Bei den Sportmodellen fallen sie zierlichen Hinterstreben, verchromte Muffen und Rahmenteile, Flügelmuttern und Alu-Felgen italienischer Provenienz auf. Rahmennummern gibt es keine, was darauf schließen lässt, dass Bellin die Rahmen selbst gebaut hat bzw. bauen ließ. 


Weitere Fotos von Bellin-Fahrrädern




Sportrad-Paar
Sportrad-Paar
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Bellin Formula 3000
Bellin Formula 3000
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Bellin-Renner
Bellin-Renner
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Rollerräder von Bellin und "Rollip", 1956
Rollerräder von Bellin und "Rollip", 1956




Lustige Kleinräder und Rennmaschinen vom Küchentisch
Rollerräder, die Vorläufer von Mini- und Klapprad, wurden übrigens nicht nur von Bellin, sondern auch von Junior und vom Fahrrad- und Motorradhaus Theodor Lipscha in der Schmiedgasse 21 erzeugt. Lipscha bot sein "Rollip" (für "Rollerrad Lipscha"; zu Beginn "Lith" für Lipscha Theodor) als "Universal-Fahrrad für Jedermann" mit den Vorzügen "elegant, wendig, klein" an: Bis etwa 1960 wurden rund 1 500 dieser lustigen 12-Zoll-Fahrräder hergestellt, die sich durch einen gestrecken, U-förmigen Rahmen auszeichnen. Feinspitze weisen darauf hin, dass das frühe Modell über ein durchlaufendes Ober- und Sattelrohr verfügt, spätere Fabrikate hingegen ein eigenes Stattelrohr haben. Das Zehner-Ritzel fertigte Lipscha selbst, einige Teile kaufte er bei Junior zu, auch Rahmenbauer Franz Wendl arbeitete für ihn.  

Franz Wendl (geb. 1915) begann Mitte der 1930er-Jahre aus eigenem Antrieb und Interesse an Rennrädern mit dem Schweißen von Stahlrahmen. Zu dieser Zeit arbeitete Wendl unter sehr einfachen Verhältnissen "am Küchentisch", wie er später erzählte. Er baute für den bekannten Rennfahrer der Zwischenkriegszeit, Rudi Ottitsch, einen Bahnrahmen, Ferdinand Gatternig wurde auf einem Wendl 1935 Staatsmeister.
 
Wendl mietete er sich bei einem Schmiedebetrieb in der Lagergasse ein, wo er bis zum Zweiten Weltkrieg an Rahmen bzw. Fahrrädern arbeitete. Er fertigte auch Räder unter dem Namen "Reichel" mit einem Adler im Logo und erledigte Aufträge für das Kauifhaus Kastner & Öhler. 1939 machte er die Meisterprüfung, arbeitete als Lehrlingsausbildner in der Waggonfabrik und dann als Kalkulant bei Puch, nebenbei besuchte er die Höhere technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt in Graz-Gösting (BULME).

Nach dem Krieg betrieb Wendl eine kleine Reparaturwerkstätte in der Vorbeckgasse, seine Rahmen baute er in der Einödgasse in Eggenberg, nie jedoch in gewerblichem Umfang. Sein berufliches Auskommen fand er als Kalkulant bei der Maschinenfabrik Andritz, wo er bis zur Pensionierung verblieb. Nach eigenen Angaben hat Wendl bis in die 1970er-Jahre insgesamt 7 000 bis 9 000 Rahmen gebaut, davon ca. 200 bis 300 für Rollerräder - Stückzahlen, die Experten für zu hoch halten. Überliefert ist die Anekdote, dass er für den Rennfahrer Fassmann eine mittelklassige Van Haubert-Maschine mit um 23 mm verlängerten 165 mm-Kurbeln ausstattete, was diesem zum Sieg bei einem Rennen auf den Grazer Schloßberg verholfen haben soll.   

Th. Lipscha (li.) vor Geschäft
Th. Lipscha (li.) vor Geschäft
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"Rollip mit Superradio", vorgestellt auf der Wiener Frühjahrsmesse 1955
"Rollip mit Superradio", vorgestellt auf der Wiener Frühjahrsmesse 1955
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Steuerkopfschild Wendl
Steuerkopfschild Wendl
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Marke "Sioux", 1927
Marke "Sioux", 1927
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Otto Schimetschek
Otto Schimetschek
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Indianer am Steuerkopf und Kotblech

Vermutlich der von ihm vertriebenen Marke "Indian" aus Cleveland, Ohio, dürfte sich Otto Schimetschek (1880-1956) inspirieren haben lassen, als er den Indianer-Kopf mit Federschmuck zum Logo für seine "Sioux Cycles" erkor. Das war 1927, als er in der Triesterstraße das "Handelshaus Atlas" für Nähmaschinen und Markenfahrräder betrieb. Nebenbei war Schimetschek auch Direktor der "Montana Fahrradwerke". Laut Adressbuch wechselte er 1936 in die Innenstadt und eröffnete ein Geschäftslokal in der Reitschulgasse 16 (heute: Libro-Filiale).

Was in jüngerer Vergangenheit für den Fachhandel die Handelsmultis und Diskonter waren und sind, nahm in den 1930er Jahren mit den Warenhäusern seinen Anfang: Als Kastner & Öhler in Graz mit dem Verkauf von Fahrrädern begann und Puch- und Steyr-Modelle auf diese Weise und auch über einen ausufernden Puch-Hausverkauf zu günstigeren Preisen angeboten wurden, schrieb Otto Schimetschek gemeinsam mit den Kollegen Alexander Duller und Michael Feldhofer in einem Branchenblatt gegen "unlautere Konkurrenz und Preisschleuderei" an.

Unter dem Indianerkopf, der auch heute noch auf den hinteren Kotblechen älterer Alltagsräder im Straßenraum von Graz präsent ist, verkaufte Schimetschek Konfektionsware und dürfte einzele Rahmen auch von Karl Sodec bauen haben lassen. Auch als Mitveranstalter bzw. Sponsor von Radrennen wie "Rund um Graz" trat man auf, 1956 gewann Puch-Racer Edi Ignatowicz den "Großen Sioux-Preis". 

Nach Otto übernahm Sohn Rudolf und dann dessen Sohn Christian den Betrieb in der Reitschulgasse. 1993 schlitterte das Unternehmen in den Ausgleich und musste geschlossen werden. Seine Mitarbeiter Alois Schnabl, Fritz Wolfgruber ("2-Rad Express"), Karl Bratschko, Wolfgang Kienzer und Karl-Heinz Köllich (Kienzer & Köllich) machten sich kurz vor oder mit dem Ende selbstständig bzw. arbeiteten als Radmechaniker in Nachfolgebetrieben weiter.

Ebenfalls ein verdienster Funktionär, nämlich des Alpenländischen Radfahrerbundes und des Radvereins IV. Bezirk war Hans Waska, der als Fahrradmechaniker 1896 in der Radetzkystraße 19 begann und später an der Adresse Mariahilferplatz 5 ein "Fahrradhaus" betrieb. Ein Inserat aus 1908 spricht von "eigener Erzeugung". Waska's Nachfolger waren noch bis ca. 1966 an dem Standort aktiv.    





Badge "Sioux"
Badge "Sioux"
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Steuerkopfschild, Ausschnitt
Steuerkopfschild, Ausschnitt
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Rahmenbauer Karl Sodec, ein Meister seines Faches
Rahmenbauer Karl Sodec, ein Meister seines Faches
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Karl Sodec (re.) mit Franz Vychodil, 2004
Karl Sodec (re.) mit Franz Vychodil, 2004
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Karl Sodec, der meisterliche Rahmenbauer
Bereits mehrmals gefallen ist der Name Karl Sodec (1919-2007). Der aus Maribor gebürtige Slowene war in jungen Jahren zweimal Zweiter bei den jugoslawischen Straßenmeisterschaften, ehe er kurz vor dem Zweiten Weltkrieg bei Puch anheuerte. Er entging aber nicht dem Kriegsdienst, musste mit der Wehrmacht nach Russland, wo er verwundet wurde.

Zurück in Graz arbeitete er wieder bei Puch. Als er bei der Badl-Galerie nördlich von Graz eine Reifenpanne hatte, war ihm ein Mann behilflich, der sich als Franz Weiss vorstellte. Dieser war Inhaber der Junior Fahrradwerke und überredete Sodec, in sein Unternehmen zu wechseln. So trat Sodec in die Dienste von Puchs aufstrebendem Konkurrenten, betreute Shooting Star Franz Deutsch, dürfte aber nebenbei weiter für andere Auftraggeber in seiner Kellerwerkstatt "gepfuscht" haben.

Vermutlich 1953 wechselte er wieder zu Puch, wo er nun exklusiv die Asse der
"Fab Four" wie Richard Durlacher und Edi Ignatowicz mit bestem Material und maßgefertigten Maschinen versorgte. Bei Puch verblieb er dann bis zu seiner Pensionierung. Der Künstler und Rennrad-Designer Fred Höfler würdigte ihn viel später einmal als "Meister Sodec, einer der besten Radbauer Österreichs".



Exclusiv Super Crono
Exclusiv Super Crono
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Steuerkopf
Steuerkopf
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Hinterbaustrebenenden
Hinterbaustrebenenden
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J. und E. Rothmann, 1981
J. und E. Rothmann, 1981
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Glocke
Glocke
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Peter Edelsbrunner
Peter Edelsbrunner
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Rothmann und Edelsbrunner
In der Waltendofer Hauptstraße 12 hatte ab 1956 Josef Rottmann (ab 1961 Rothmann) Werkstatt und Geschäftslokal. Josef Rothmann jun. (1933-1998) arbeitete 25 Jahre bei Puch, ehe er 1978 gemeinsam mit seiner Frau Erika den elterlichen Betrieb übernahm. Ab 1979 hielt der Puch-Händler im eigenen Garten jeweils im Frühjahr eine Verkaufsmesse ab. Seit 1985 importierte Rothmann Rennrad-Rahmen aus Italien (Pinarello), baute sie selbst auf und verkaufte die Räder unter seinem Namen. Der eigene Radsportclub existierte unter Obmann Gerald Tkauc noch bis 2006.

Ebenfalls Fahrräder unter dem eigenen Namen verkaufte Peter Edelsbrunner (1948-2004), dürfte aber - wie auch Rothmann - keinen eigenen Rahmenbau betrieben haben. Edelsbrunner gründete 1978, nachdem er seine Karriere als Motorbootrennfahrer beendet und die Meisterprüfung gemacht hatte, gemeinsam mit seiner Frau Marianne in der Andritzer Reichsstraße 70 die "Zweiradboutique Andritz". Zu Beginn der BMX-Zeit übernahm er den Fahrradbetrieb Trummer in der Mandellstraße 6 und baute ihn zum BMX-Shop aus. Auf seine Initiative gingen auch Errichtung und Betrieb der BMX-Bahn in Judendorf-Straßengel zurück.

1984 erzielte Edelsbrunner mit einem selbst gebauten Eis-Liegerad auf dem Kärntner Längsee mit einer Höchstgeschwindigkeit von 46,8 km/h einen Weltrekord. Von dem Liegerad-Modell gab es auch eine vollverkleidete Straßenversion.

In den späten 1980er-Jahren übernahm Peter Edelsbrunner das Geschäft seines Vaters Willi (geb. 1923), der seit 1955 in der Pestalozzistraße 62 einen Zeiradhandel mit Werkstatt betrieben hatte. In der Folge konzentrierte sich Peter Edelsbrunner auf den Großhandel mit Fahrrädern und Zubehör. Daneben übte er verschiedene Funktionen für die Wirtschaftskammer aus und setzte sich für die Wiederbelebung des Zweiradmechanikers als eigenen Lehrberuf ein. Nach seinem Tod managte Tochter Claudia, die den Mechanikerberuf bei den Eltern gelernt hatte, noch für einige Jahre den Betrieb. Sie entschloss sich aber 2009, nach der Pensionierung ihrer Mutter, die
Boutique in Andritz aufzugeben und dem Zweirad-Geschäft adieu zu sagen.  



HPV. Sonderkonstruktion
HPV. Sonderkonstruktion
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Ausstellung in der Wirtschaftskammer
Ausstellung in der Wirtschaftskammer



Literatur und Quellen

Grazer Geschäfts- und Adressbuch
Guiness Buch der Rekorde (Guiness Book of Records, dt. Ausgabe) 1984, 259
Hanns PROPST, 125 Jahre Radsport, 8. Auflage 1996 
Ilse WIESER, Taliman E. SLUGA et al., Macht Platz, Fahrrad kommt!, Geschichte und Geschcihten zum Radfahren in Graz, Fahrrad-Geschichts-Werkstatt Graz 1999
Walter SCHMIEDL, Werner SCHUSTER et al., Wiener Mechanierkräder. Eine Rundfahrt durch mehr als 100 Wiener Fahrradmarken 1930-1980, Wien  
Bernd SCHMIDT, "Der Multikünstler Gottfried Höfler aus Judendorf-Straßengel ..." in: Neue Kronen-Zeitung, Steiermark, 22.3.1994, 18
Wolfgang WEHAP, frisch, radln, steirisch. Eine Zeitreise durch die regionale Kulturgeschichte des Radfahrens, Graz 2005
Nic ZÖCHLING, Zur Person Franz Wendl, Besuch ca. 1995, persönl. Aufzeichnungen
Ders., handschr. Aufzeichnungen zu Rollip, Theodor Lipscha, undat.
ARBÖ- Rad- und Kraftfahrer Zeitung, Ausg. Mai 1955, Wien, Titel ("Rollip")
Flugblatt Theodor Lipscha, Fahrrad- u. Motorradhaus, "Rollip", Die 10 Vorzüge des Rollerfahrrades
GrazMuseum, http://www.grazmuseum.at/sammlungen/krebsenkeller/
hobby. Das Magazin der Technik Juni 1955, Stuttgart
(Handels-)Markenregister, Archiv der Wirtschaftskammer Steiermark
Informationen Gerald Tkauc und Rupert Weninger, eingeholt von Horst Koschuta, März 2008
Oesterr. Nähmaschinen-Zeitung, Bl. Fahrrad Motorrad Auto-Zeitung, Wien, Ausg. 25.5.1936, 8f; 15.3.1937, 11f
Puch Neuigkeiten 22.5.1981, Händler Rothmann hat gute Erfahrungen. Zur Ausstellung nur interessierte Leute
Technisches Museum Wien (Hg.), FAHR!RAD! - von der Draisine zur Hightech-Maschine, Ausstellung 8. November 2002 - 13. April 2003, Wien 2002


WOLFGANG WEHAP