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Forum der ARGUS

Dieses "Forum" dient dem Austausch in Sachen Radverkehr und soll Platz für Feedback, Kritik und Anregungen zu allen Belangen des Radfahrens, insbesondere des Alltagsradelns, in Graz und der Steiermark bieten. Die Beiträge werden sofort online gestellt, dürfen jedoch keine Webadressen (Links) enthalten. Wir behalten uns vor, anonyme und nicht zum Thema gehörende Postings zu löschen. Bitte spezielle Anfragen an argus-stmk@gmx.at


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Wie darf man denn hier nun fahren?
Michaela - 25.08.2013, 10:25
 Hallo! ich bin desöfteren von Wetzelsdorf Richtung Bahnhof unterwegs.
Wegen der Baustelle kurz vor dem Bahnhof ist es für mich nicht mehr ersichtlich wie man da nun fahren darf/soll/muss. Darf man, wenn man von Wetzelsdorf kommt, nun eigentlich nicht auf der rechten Seite fahren obwohl das alle tun?
So müsste man beim Sorger auf der linken Seite fahren, dann bei der FH auf der rechten, danach wieder auf der linken und dann wieder über die Schienen unter der Unterführung am Rad- und Fußweg durch. Stimmt das?


Verstösse von Radfahrern
Clemens - 22.08.2013, 13:24
Ich finde so manche Radfahrer gehörten besser erzogen bzw. sollte für manche Radler ein Fahrverbot ausgesprochen werden.

Immer wieder erlebe ich, dass Am Bahndamm (Jakomini) auf einem gekennzeichneten FUSSWEG Radler (nachts auch ohne Licht) fahren und wenn man sie höflich darauf hinweist dass hier ein Fussweg und kein Radweg sei wird man auch noch beleidigt und angepöbelt.

Weiters beobachte ich sehr oft dass Radler auf Gehsteigen fahren und meinen der Gehsteig gehört ihnen. Weist man sie darauf hin wird man zu 90 % ebenfalls beleidigt und beschimpft.

Es wäre auf jeden Fall erforderlich dass solche Radler aus dem Verkehr gezogen oder zumindest hart bestraft werden damit sie merken dass auch für sie die Strassenverkehrsordnung (STVO) gilt und sie sich nicht aufführen können wie die letzten Menschen! 


@Peter Graber
Walter Bradler - 21.08.2013, 09:29
Die ARGUS hat bei einem der letzten Treffen mit dem Radverkehrsbeauftragten auf die desolaten Stellen am Radweg in der Keplerstraße hingewiesen. Laut seiner Auskunft ist geplant, demnächst in diesen Bereichen alle roten Betonsteine durch Asphalt zu ersetzen und dann rot einzufärben.


Brücke Rückertgasse
Peter Graber, 20.08.2013, 12:29
 Da hat man für die Autofahrer wieder einmal einen Straßenabschnitt (Teil der Schanzelgasse) schön hergerichtet, damit die armen Stoßdämpfer& Reifen der Autos nicht zu sehr belastet werden. Für die Radfahrer gibt es wieder eine neue Kante über die man drüberrumpeln darf.

Radfahrer werden ständig irgendwo an den Straßenrand und in Seitengassen verdrängt, damit die Autofahrer nur nicht zu sehr gestört werden und dafür darf man dann über unzählige Kanten, Löcher, Kanaldeckel & Rampen poltern.

Immerhin hat man es ja geschafft in der Keplerstraße wenigstens die ärgsten Löcher im Radweg mit Asphalt zu stopfen (dafür hat man jetzt kleine Buckeln).





@ Krone-Artikel "Zu schnelle Radler in Fuzos" - II
B. Salcher, 12.08.2013, 16:56
 Kann mir wer erklären, wie ich als Radfahrer feststellen soll, mit welcher Geschwindigkeit ich unterwegs bin? Ein Tacho ist meines Wissens nicht Pflicht. Daher bleibt nur die Schätzung. Wie genau muss ich also schätzen können? Muss ich gesetzlich meine Geschwindigkeit schätzen lernen? Kann ich z.B. mit (per Radar von der Polizei gemessenen) 12km/h bestraft werden, obwohl ich keine Möglichkeit habe (haben muss), meine Geschwindigkeit festzustellen?



@ Krone-Artikel "Zu schnelle Radler in Fuzos"
Rudolf Ziegelbecker, 12.08.2013, 16:56
Angesichts des Artikels in der Kronenzeitung vom 11.8. "gegen" die Radfahrer in Fußgeherzonen (936 von 936 zu schnell) möchte ich darauf aufmerksam machen, dass die (bundesweite) 10 km/h - Regelung meiner Meinung nach schikanös ist und gekippt gehört. Schärfere Kontrollen würden nur bewirken, dass jedenfalls ich nicht mehr mit Freude mit dem Rad in die Innenstadt fahre, sondern lieber mit dem Auto ins Einkaufszentrum. Ebenso sinnlos ist diese an Invalidenkraftfahrzeuge erinnernde 10 km/h Beschränkung auf den Radfahrerüberfahrten, wo man nur wegen dieser Bestimmung auch bei Abwesenheit anderer Verkehrsteilnehmer vor jeder Überfahrt auf unter 10 km/h "zusammenbremsen" muss, nur um danach wieder voll in die Pedale treten zu "dürfen", und das X mal z.B. auf dem Weg vom Geidorfplatz zum Bahnhof. So etwas verdirbt die Lust aufs Radfahren, weckt Aggressionen oder führt zur nüchternen Überlegung, diesen Weg besser mit dem Auto bis in die Tiefgarage zurückzulegen. Dabei bräuchte das KfV bzw. der Gesetzgeber solche Schikanen nur durch eine Pflicht des Radfahrers ersetzen, sich von anderen Verkehrsteilnehmern "freizuhalten", d.h. in diesen Bereichen so langsam und mit solchem Abstand zu Fußgehern und Kraftfahrzeugen zu fahren, dass man im Falle unvorhergesehener Bewegungen derselben seine Geschwindigkeit sofort auf Fußgehergeschwindigkeit oder auf Null verringern kann und dies gegebenenfalls auch macht. Dann würde sich das vernünftigste Tempo je nach Verkehrsdichte von selbst passend einstellen und alle würden viel an Lebensqualität (Zeit, Bewegung, Umweltschonung) gewinnen.


Wiener Diagonale
Johannes Muhr - 28.07.2013, 11:24
Deutliche Verflüssigung durch "Diagonal Grün" für Radwegnutzer wo sie durch die Fahrbahnseiten wechselnde Radweg-Führung an Kreuzungen bisher gegenüber Autlern benachteiligt waren: science.orf.at/stories/1717682/


engpass
ulrike drexler - 26.07.2013, 09:51
 ich habe tagtäglich ein problem an der kreuzung des bereiches wickenburggasse/ecke laimburggasse. denn: wenn man als radfahrer wie die fußgänger am zebrastreifen die wickenburggasse quert, ist es jedes mal ein problem (vor allem von der laimburgg. kommend) in den radweg einzufahren. die dort geradeaus fahrenden radlerInnen sind - logischerweise! - schnell dran und wenn man sich vom zebrastreifen kommend wieder auf den radweg einreihen will ist das meist gar nicht leicht. zudem kommt beim in die umgekehrte richtung fahrend (also von der wickenburgg. kommend) das abbremsen und nicht direkt am radweg bei der ampel stehen bleiben für allen nach- und entgegenkommenden schwierig! gibt es da vl. ein lösung?


Geisterfahrer am Radweg Schmiedgasse/Ring
Ben Hemmens - 25.07.2013, 18:38
Heute bin ich an einer Unfallszene mit Poizei und Rettung vorbeigeradelt, an der Ecke von Joanneumring und Schmiedgasse.

Es war offensichtlich, dass ein in der falschen Richtung auf dem Radweg fahrender Radler mit einem von der Schmiedgasse links auf den Ring einbiegenden Auto kollidiert war. Nach dem Zustand des Rades, in einem beachtlichen Tempo.

Ich habe an dieser Stelle immer wieder haarige Aktionen dieser Art erlebt – mehrmals als in der richtigen Richtung querender Radler öfter irgendeinem **** (mal nicht nur als Geisterfahrer, sondern auch noch mit Affenzahn) ausweichen müssen. Ich weiss nicht, was man dagegen tun kann, aber irgendwas an diesem kleinen Stückl verleitet offenbar zum Falschfahren. Piktogramme auf den gegenüberliegenden Fahrspuren? Übergroße Pfeile (Autobahn-Schablone ausborgen?) vor dem Eat-Asia?

Oder ein Geisterfahrerschild?
http://www.mag-mobil.de/2012/auto-rennsport/img/falschfahrer-oesterreich.jpg



Parkplätze für Einspurige
Ben Hemmens, 25.07.2013, 18:21
Das Beispielfoto für einen Radparkplatz, wo Räder von Mopeds "verdrängt" werden, ist aber von einer der Anlagen in der Landhausgasse, die schon immer schwach ausgelastet waren – sie waren seinerzeit die angeblichen Abstellflächen für den Hauptplatz, die ja nie gut angenommen wurden.

Ich bin nicht überzeugt, dass es ein wirkliches Problem gibt – oder wenn, dann nur an ein paar bestimmten Punkten in der Innenstadt. Hier in Jakomini – auch recht zentral – kommen auf eine Bügelgruppe 1 oder 2 Roller, und eher am Ende. Die derzeitige StVO-Regelung ist nicht zufällig so, wie sie ist. Einspurige dürfen überall und gratis parken – Räder auch, und sogar am Gehsteig (ab 2,5m Breite). Wenn man zu einem System von grundsätzlich sauber getrennten Zonen wechseln würde, wird es im Gegenzug es heissen, dass wenn man für Räder und Mopeds gesetzlich reservierte Plätze schafft, sie nur mehr dort abgestellt werden dürfen und unter keinen Umständen bei den Autoparkplätzen. Achtung, schlafender Hund!

Ich verstehe, dass Mopedler ihre Geräte abstellen wollen, wo sie physisch gegen das Anfahren durch Autos gesichert sind (durch die Bügel).

Eustacchios "nicht auf Kosten der Autoparkplätze" ist so realitätsbezogen wie so manche seiner anderen Ankündigungen, wie zB die mittlerweile vergessene, dass man die Parkzonengebühr nie erhöhen würde. In Wirklichkeit gibt es eine ganz einfache Lösung: mehr Bügel aufstellen. Nach einigem Hin und Her wird man das wahrscheinlich auch tun.



Zum Fuß- und Radweg Friedensgasse Graz
erwin lauppert - 26.06.2013, 21:50
 Der Weg ist bekanntlich seit November gesperrt, angeblich aus Gründen der Verkehrssicherheit wegen Bausstellenverkehrs – für einen Normalbürger ein schlechten Witz – 99 Prozent der Grazer wären froh, eine so sichere Straße fast ohne KFZ-Verkehr zu haben. Das Straßenamt hat sogar die Freigabe des Weges außerhalb der täglichen Arbeitszeit abgelehnt, was ein Normalbürger für unverständlich und schikanös empfinden muss. Der Grund: der Vorstand des Amtes hält wie vor zwei Monaten berichtet (seine Begründung in Klartext übersetzt:) die Grazer Bevölkerung für zu dumm, eine Infotafel „Mo – Fr jeweis bis 17 Uhr gesperrt“ zu begreifen.
Die Hoffnung, der zuständige Stadtrat würde die Intelligenz der Grazer hoher einschätzen und die Straße freigeben, hat sich nicht erfüllt. Der Stadtrat hat – ohne darzulegen für wie intelligent er die Grazer hält – mitgeteilt: „ ... Ich muss mich in diesem Fall auf die Empfehlung der Beamtenschaft verlassen ...“.



R2 Autobahnbrücke Süd
Gerald Lichtenegger - 16.06.2013, 17:36
 Hallo,
wisst ihr zufällig ob der Radweg (linke Murseite) in naher Zukunft asphaltiert wird?
Wenn er schon so schön hergerichtet ist, wären nett damit man ihn mit Rennrädern und skate´s auch passieren kann.

LG Gerald
Bild: https://www.facebook.com/#!/photo.php?fbid=539005839496783&set=gm.10151610708164718&type=1&theater


radeln in leibnitz
Maria Höggerl - 30.05.2013, 09:30
das freut das radlerherz, dass sich etwas tut! vor ein paar Jahren wurden von uns über die Grünen ebenfalls teils ähnlich Befunde (Durchgängigkeit!) und Vorschläge erstellt, ist leider im Rathaus versickert. einige Wünsche würde ich daher gerne noch an die Initiative richten:
*die Orientierung hinsichtlich der optimalen Routen könnte durch Fahrradhinweisschilder wesentlich verbessert werden, gleichzeitig auch die Sichtbarkeit und der Stellenwert des Fahrradverkehrs.
*Im Bereich Kapellenweg/ Marburgerstraße, wo große Bauvorhaben geplant sind, unbedingt bald einen Radweg auf den nordseitigen Gehsteig legen, würde v.a. die Überquerung der Marburgerstraße erleichtern.
*Verbindung nach Wagna nicht übersehen und rasch verbessern, (Marburgerstraße vs. Wagnastraße?)
*Verbindung Zentrum - Schwimmbad als wichtige Route für junge Radler verbessern!
etc. etc.
lg
Maria Höggerl


Was wurde aus Ing. Franz Weiss Jun.?
Artur Korn - 26.05.2013, 21:30
 Sehr geehrtes Team! Ich war vor vielen Jahren (1965-1958) mit den damaligen Besitzer der ehemaligen " Junior Fahrwerke Köflach" Ing. Franz Weiss befreundet. Weiß jemand, ob er noch in der Steiermark lebt? Über eine Nachricht würde ich mich sehr freuen, mit besten Grüßen, KS Artur Korn


Für wiie dumm hält man die Grazerinnen und Grazer?
Erwin Lauppert - 23.04.2013, 18:43
 Zur Sperre Friedensgasse:
Zu dem im Eintrag vom 30.3. wiedergegebenen Schreiben an den Vorstand des Straßenamtes hat dieser kürzlich geantwortet. Als hätte er nicht die Interessen der Bevölkerung sondern allein die der Baustellenbetreiber zu vertreten, erklärt er ohne jegliche Begründnung, wegen der Baustellenzufahrt müsse der Weg aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Er verschwendet keinen Gedanken auf die durch die Umleitung bewirkte erhöhte Gefährdung der Radfahrer, auf sinnvolle Nutzung öffentlichen Guts und auf die Förderung sanfter Mobilität.

Die zahlreichen gegen die Sperre sprechenden Argumente erklärt er, ohne auf sie auch nur im entferntesten einzugehen, zu jeder Grundlage entbehrenden Anschuldigungen.
Also dass vom Straßenamt als Sperrgründe herangezogene Behauptungen – tiefe Baugrube unmittelbar am Straßenrand, das östliche Wegstück gehört der LIG – schlicht falsch sind: alles nur böse Verleumdungen, mögen Augenschein und Grundbuch auch das Gegenteil beweisen.

Nur zu einem Punkt nimmt der Vorstand Stellung,
zum Kompromissvorshlag, die Sperre auf die übliche Bauarbeitszeiten (Mo –Fr jeweils bis 17 Uhr) zu beschränken:
„ein zwischenzeitiges Öffnen - wo niemand weiß, wann offen und wann zu ist - sei nicht sinnvoll.“
Im Klartext: Das Straßenamt hält die Grazerinnen und Grazer anscheinend für zu dumm, um eine Infotafel „Mo – Fr jeweils bis 17 Uhr gesperrt“ intellektuell zu erfassen.

Ich habe mich darum an den politischen Chef des Staßenamtes Herrn Stadtrat Eustacchio gewandt wie folgt:
Ich bin überzeugt, dass Sie sehr geehrter Herr Stadtrat, die Grazerinnen und Grazer nicht für so blöd halten und appelliere daher an Sie, den Weg wenigstens täglich ab 17 Uhr und zum Wochenende freizugeben.




Fahrradstraßen
erwin lauppert - 17.04.2013, 21:15
 Da gerade viel von Fahrradstraßen die Rede ist:
Vor etwa einem halben Jahrhundert hat soweit ich mich erinnere ein Technikprofessor (vermutlich Hubert Hoffmann 1904 -1999) in einer Studie ein umfassendes Netz von Fahrrad- und Fußgängerstraßen für Graz entworfen (Gliederung des vorhandenen Straßennetzes in Auto- und Fahrrad/Fußgängerstraßen). Weiß jemand mehr darüber?


Durchfahrt bei Fahrradstraße
Ben Hemmens - 15.04.2013, 17:36
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es intendiert war, dass unter den Ausnahmen lt §67 Abs. 2 StVO auch die Durchfahrt für Kfz, Linienverkehr usw. erlaubt werden kann.


@ Zinzendorfgasse
Webmaster - 15.04.2013, 16:03
 Ja, so in etwa. Die Zinzendorfgasse als "logische" Fahrradstraße ist ein Politikum; für Eustacchio muss die Durchfahrt für Kfz jedenfalls gewähreistet sein; die StVO sieht nur Zu- und Abfahrt vor, wobei aber auch Ausnahmen etwa für Öffis machbar sind. ARGUS wird eine Liste an aus ihrer Sicht möglichen Fahrradstraßen vorlegen, in der Hoffnung, dass diese dann sachlich diskutiert wird.


Zinzendorfgasse - weiterhin nicht Fahrradstraße
Bernhard Salcher, 15.04.2013, 15:50
 Aus der "Kleinen Zeitung" vom 31.03.2013, Seiten 18, 19:
"Ab jetzt ist das Handy für Radler tabu (StVO-Novelle + Kommentar)"
( zu finden hier: http://graz.radln.net/cms/beitrag/11844928/60731309/ )
„…hatte Verkehrstadtrat Eustacchio schon im Vorfeld der Novelle mitgeteilt, dass er […] von Fahrradstraßen wenig bis nichts hält. Insbesondere von der Zinzendorfgasse, die ja geradezu prädestiniert wäre und die schon unter Verkehrsstadtrat Gerhard Rüsch und dann unter Vizebürgermeisterin Lisa Rücker als erste Grazer Fahrradstraße gehandelt wurde, kann sich Eustacchio überhaupt nicht vorstellen…“
Hab ich das jetzt richtig verstanden:
Viele Jahre lang wurde von den Umsetzungsverantwortlichen (und auch von ARGUS) argumentiert, der Grund warum die Zinzendorfgasse nicht zur Radstraße gemacht werden könne, wäre die fehlende gesetzliche Grundlage.
Nun gibt es diese Grundlage, und was passiert: Eine Zinzendorf-Radstraße wird trotzdem nicht umgesetzt – nur halt jetzt einfach ohne Begründung, und außerdem: Ende der Diskussion.
???


Und schon wieder
Bernhard Klaus - 13.04.2013, 14:56
 Krottendorferstraße: Wieder ist ein Rennradfahrer heute mit vollen Speed bei allen beiden roten Ampeln drüber gerauscht. Heute war kein Platz und der Kastenwaagen war stärker. Ist anscheinend die einzige Möglichkeit hier rotfahr Radler zu stoppen. Ist das so schwer die Trainingsfahrt kurz zu unterbrechen und bei rot stehen zu bleiben. Und wenn man Sie anhupt fangen Sie noch an zu fuchteln und zu fluchen. Ich fahr jetzt auch ganz links bei der Engstelle, kann ja nicht sein das hier jeden Tag alle bei beiden roten Ampeln rüber rauschen und noch glauben das, das schon so passt.


Neues von der Friedensgasse in Graz (Petersg./Püddemanng.)
Erwin Lauppert - 13.04.2013, 11:12
 Die ursprünglich bis Ende März ausgesprochene Sperre für Fußgänger und Radfahrer wurde vorläufig bis Ende April verlängert, dazu jedoch eine weitere Verlängerung um eineinhalb Jahre angekündigt.
Man sollte meinen, dem Straßenamt wäre der Schutz der Rechte und Bedürfnisse der Bevölkerung besonderes Anliegen. Leider deutet die Realität in andere Richtung. Lieber die Bevölkerung von der Friedensgasse vertreiben als dem Bauherrn/firma) des Gewerbeschulprojekts nur eine einzige noch so kleine Auflage zugunsten der Wegbenützer vorschreiben. Falsche Angaben des Bauherrn oder der Baufirma werden ungeprüft übernommen, die Wünsche des Baukoordinators des Bauherrn sind dem Amt Befehl.
Wirtschaftliches Denken scheint ihm fremd zu sein. Jeder Privatbetrieb würde bei solcher Gebarung in Konkurs gehen und sein Geschäftsführer vom Staatsanwalt wegen Untreue belangt: Ich baue einen Betrieb und sperre ihn dann zu, weil es dem Nachbarn so gefällt. Nur die Stadt Graz kann es sich leisten, um teures Geld einen Weg mit allem Drumherum zu bauen und ihn dann für zwei Jahre stillzulegen.
Auch verkehrspolitisch eine interessante Auffassung: Fußgänger auf einer vielleicht von zwei LKW in d er Stunde frequentierten sechs Meter breiten Straße gehen zu lassen ist viel zu gefährlich. Da schickt man sie lieber auf eine Straße, auf der stündlich 2.000 Fahrzeuge fahren und lässt sie, kleine Kinder, gebrechliche Alte dort dazu Feintaub und Abgase inhalieren.
Ein Lichtblick:
Die frühere Verkehrsreferentin, die damalige Vizebürgermeisterin Frau Rücker ließ das Straßenamt allein agieren, der jetzige Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio hat zugesagt, sich die Situation an Ort und Stelle persönlich anzuschauen.



Engstelle Krottendorferstraße
Georg Faber - 12.04.2013, 16:45
 Das Problem kenne ich zu gut, ich habe die Engstelle jahrelang auf meinen Kindergarten- und Schulwegen mit den jüngsten beiden Kindern beradelt, teilweise auch mit dem Auto befahren.
Dabei habe ich selbst häufig RadfahrerInnen gesehen, die noch bei Rot eingefahren sind, genauso wie AutofahrerInnen. Durch die kurzen Sichtweiten ist das Gefahrenpotential dabei hoch. Weit schlimmer aber ist das Überholen von RadfahrerInnen durch AutofahrerInnen in der Engstelle, das gewohnheitsmäßig gemacht wird. Wie schon beschrieben, ist diese einfach zu schmal dafür.

Eigentlich wundere ich mich immer noch, dass ich in den vielen Jahren nur ein einziges Mal Blechkontakt hatte. Pikanterweise wurde ich darauf auch noch als "aggressiver Radfahrer" beschimpft. (Wie kann ich aggressiv fahren, wenn ich mit weit überhöhter Geschwindigkeit überholt und in die Mangel genommen werde?) Ob er ein behindertes Kind mit seinem Vater am Tandem niedermetzelt, war dem Herren offensichtlich völlig egal. Ausgesprochen gefährliche Situationen bis Fast-Unfälle habe ich hier v.a. durch Überholt-Werden fast wöchentlich erlebt, und ich bin ein vorsichtiger und rücksichtsvoller Verkehrsteilnehmer.

Die einzige Möglichkeit, das Risiko zu minimieren ist hier, dass sich ALLE Beteiligten an die Verkehrsregeln halten. Das ist eigentlich einfach und naheliegend, aber in der Steiermark offenbar nur schwer zu erreichen. Schade!


Bei 2x rot Täglich trüber
Bernhard Klaus - 12.04.2013, 14:00
 Wir wohnen in Wetzelsdorf Krottendorferstraße. Nach dem Gasthaus Dokterbauer geht die Straße einspurig zusammen. Es sind in dem Bereich 2 Ampeln. Wir haben selber ein größers Auto und da ist eben nur Platz für ein Auto. Das interssiert Radfahrer aber nicht die rauschen täglich bei beiden roten Ampeln trüber. Es hat schon des öffteren gekracht, es passiert aber nichts von der Polizei. Radfahrer verletzt, Auto Schaden herum streiten mit rücksichtlosen Radlern. Hier gehört einmal ordentlich abgestraft. Ist das so schwer bei rot einfach stehen zu bleiben wie alle anderen Verkehrsteilnehmer auch.


Fahrradhauptstadt Graz?
kein Namen angegeben 08.04.2013, 10:21
Bei uns gibt es offensichtlich viele vernünftige Menschen, die erkannt haben, dass das Fahrrad in vielen Fällen das schnellste, günstigste und umweltfreundlichste Fortbewegungsmittel ist.
Leider scheint Vernunftresistenz das wichtigste Kriterium zu sein, um in der Stadt(regierung) einen gehobenen Posten zu erlangen, anders sind die ganzen (Nicht-)Entscheidungen der letzten Zeit, die alle zu Lasten der sanften Mobilität gehen, nicht zu erklären.





Erste Fahrradstraße Österreichs in Wien eröffnet
B. Salcher, 04.04.2013, 10:59
"Erste Fahrradstraße Österreichs in Wien eröffnet" ... Warum nicht in der "Fahrradhauptstadt" Graz?
http://derstandard.at/1363706770658/Erste-Fahrradstrasse-Oesterreichs-in-Wien-errichtet



Sperre Fuss/Radweg Friedensgasse (östlich St.Peter Friedhof)
erwin lauppert^ - 30.03.2013, 21:35
 Vor ein paar tagen schaute ich einmal ins forum und fand da einen von mir gezeichneten eintrag vom 6. dezember und die replik eines beamten des straßenamtes, der sich heftig beklagt, weil ich ihn (obwohl er sonst gar nicht so öffentlichkeitscheu ist) namentlich erwähnt hätte). Das alles ist zwar schon lange her, doch da die friedensgasse immer noch unnötig gesperrt ist, nicht ganz unaktuell. Ich hatte mich im November (vor den Wahlen) nicht nur bei der zuständigen damaligen Frau Vizebürgermeisterin (vergeblich) wegen der m. M. sachlich unbegründeten vertreibung der radfahrer und fußgänger beschwert sondern auch beim herrn bürgermeister. Der bat den beamten um neuerliche untersuchung; über deren negative ergebnis informiert mich der beamte. Ich wiederum mailte meine gegenargumente der zuständigen referentin frau Rückers und sandte dieses mail nachrichtlich an die ARGUS als hintegundinformation für allfällige interventionen. Von dort geriet das brieferl dann ins forum, was ich ja nicht weiter schlimm finde.

Zur sache –sperre der friedensgasse – ein brieferl, dass ich dieser tage an den leiter des straßenamtes sandte (nachdem mir der zuständige stadtrat geschrieben hatte (mehr oder minder), er müsse leider das tun, was das straßenamt rechtlich für unumgänglich hält:

„Gestatten Sie mir als besorgtem Bürger darauf hinzuweisen, dass es betreffend die Sperre der Friedensgasse ab November 2012 einige Punkte gibt, die für den einfachen Bürger nicht verständlich sind:
Die Friedensgasse ist – wenn ich Grundbuch und Kataster richtig interpretiere – Öffentliches Gut, das der Bevölkerung gewidmet ist. Es sollte ihr daher nicht ohne triftigen Grund zugunsten eines Privaten entzogen werden.
Interessant ist, dass in Ihrem Amt anscheinend der (grundbuchswidrigen) Meinung der LIG, sie sei Eigentümerin eines Teils des Wegs und sie könne ihn daher jederzeit sperren, der Vorzug gegeben wird.
Hauptgrund für die Sperre war, wurde mir gesagt, eine tiefe Baugrube bis knapp an den Rand des Weges. Nur, nach fünf Monaten Sperre ist die Grube immer noch ca. 30 m weit weg. Allerdings auf der anderen Seite fern ab der Friedensgasse reicht sie unmittelbar an die Wege, auf denen die ebenfalls als Sperrgrund genannten „1000 Schüler“ gehen. Dort sieht offenbar niemand eine Gefahr.
Als weiterer Sperrgrund wurde der Baustellenverkehr genannt.
Vorab: Wenn während der Zeit kontinuierlicher Abfuhr des Aushubmaterials, das sind ein oder zwei, höchstens drei Wochen eine Sperre erfolgt, wird kaum jemand etwas dagegen haben. Die Sperre dauert jetzt aber schon vier Monate länger, eine Zeit, in der im Schnitt wenn es hochkommt ein Schwerlaster in der Stunde hin- und her fährt.
Für den Bauverkehr wurde teils eine Parallelstraße gebaut, teils die vorhandene auf ca. sechs m verbreitert. An einer einzigen Stelle, die Umfahrung eines Baums, wird der Friedensweg für den Bauverkehr voll in Anspruch genommen, das ist eine Strecke von rund 20 Metern.
Ein Problempunkt scheint zu sein, dass sich Ihr Amt bei der Entscheidung zur Verkehrssicherheit nicht auf einen Amts- oder unabhängigen Sachverständigen stützt sondern auf den Baustellenkoordinator des Bauherrn, dessen Aufgab es ist, wenn ich das Gesetz richtig interpretiere, bauintern für den Arbeitnehmerschutz zu sorgen.
Wenn der Sicherheitsfachmann des Bauherrn Zu- und Abfuhr für gefährlich hält, warum wird das straßenpolizeiliche Instrumentarium zur Sicherung nicht dem Bauherrn vorgeschrieben sondern statt dessen die Bevölkerung vertrieben? Die Kosten einer allfälligenVerkehrssicherung wären im Verhältnis zu den Gesamtkosten des Neubaus eine Lappalie. Kein Wunder, wenn dann der Bürger meint, hier werde einseitig eine Firma bevorzugt.
Fast widersinnig scheint mir, dass mit dem Argument Verkehrssicherheit Radfahrer tausendfach ins gefährliche Verkehrsgewühl der Plüddemanngasse und teils auch der Petersgsse geschickt werden?
Selbst wenn der Baustellenkoordinator (vermutliche Begründung für die Sperre im April) in einem auf der sechs Meter breiten Straße wartenden Betonmisch-LKW eine Gefahr sehen sollte, könnte man die durch einen Warteplatz neben der Straße oder durch einen kurzen provisorischen Gehsteig, der nicht einmal 1000 € kosten würde, beheben.
Völlig absurd ist das Verkehrsargument für die Zeiten, in denen die Arbeit ruht, also täglich ab 17 Uhr und an den Wochenenden.
Die Umleitung über die Brandstättergasse/Plüddemanngasse beträgt ca. 200 Meter; das ist für sportliche Typen sicher wenig, doch für gebrechliche alte Menschen und auch behindere Junge kann fast ein halber Kilometer Uumweg (hin und zurück) große Erschwernis bedeuten.
Die Friedensgasse dient u.a. der Verbindung von rund 200 Wohnungen in ihrem unmittelbaren westlichen Einzugsbereich mit dem Einkaufszentrum Plüddemanngasse/Friedensgasse im NO.
Eine Öffnung ab 17 Uhr wäre bereits eine große Hilfe. Außerdem dient der Weg nicht nur als Verbindung sondern als einziger abgasfreier in der näheren Umgebung auch der Erholung.
Warum wurde die Friedensgasse nicht ab 17 Uhr oder wenigstens an den Wochenenden und in der Weihnachtszeit freigegeben? Das Argument, es müsste jeweils ein langer Bauzaun abgetragen und wieder aufgestellt werden, ist realitätsfern. Ein einziges Schwenktor müsste installiert werden.
Die Frage, die interessierte Bürger bewegt:
Wird das Amt auch weiterhin den Interessen des Bauherrn/der Baufirmen gegenüber den Interessen der Bevölkerung den Vorzug geben?“




AW: Wenn es nur "5 Autos in der Stunde" gibt,
Peter Graber, 25.03.2013, 09:14
 Es geht primär um den Verkehr Richtung Westen und da könnte sich von Autofahrerseite der Mischverkehr als nicht so "entgegenkommend " erweisen.

Bei jeder (Behelfs-)lösung wird zu allererst/nur an die Autofahrer gedacht, dann (da sind wir schon bei Eventualitäten) an die Öffis, ....., dann lange nichts und dann an Fußgänger. An Radfahrer erst, wenn man merkt, dass sie den Autofahrern im Weg sind. (Deswegen kommen solche Geh- und Radwege heraus.)
Daher wäre, wie hier, einmal die Gelegenheit wenigstens so zu tun als würde man die Förderung der sanften Mobilität, die sich die Stadtregierung 2010 (glaub ich) unter Bgm Nagl an die Fahnen geheftet hat, wirklich ernst nehmen und den umgekehrten Weg gehen: Die Straße stadteinwärts sperren, um den Radweg in beide Richtungen dort zu führen. Zumindest bis Nov. sollte man dann doch eine Idee haben, wie man die Situation halbwegs zufriedenstellend lösen kann.

Wie ich finde passend dazu: http://www.med.uni-magdeburg.de/~maercker/NoRadweg.htm



Blödsinn
Ben Hemmens - 19.03.2013, 14:27
Entschuldigung, ich habe §48 falsch gelesen und daher heute und am 22.02. Blödsinn geschrieben.

Der seitliche Abstand von Fahrbahn bis VZ war schon und bleibt *im Ortsgebiet* 30 cm, auf Freilandstraßen "nur in Ausnahmefällen weniger als 1 m".

Die einzige Änderung im Paragrafen betrifft die zulässige Höhe von beleuchteten VZ oberhalb der Fahrbahn.


Kleines StVO-Plus: §48 Abs. 5 geändert
Ben Hemmens, 19.03.2013, 14:10
Ich habe weiter unten vom Konflikt zwischen dem Sicherheitsabstand vom Bordstein bis zum Radweg (40 cm) und dem seitlichen Mindestabstand von Verkehrszeichen von der Fahrbahn (60 cm) geschrieben.

Jetzt ist mir aufgefallen, dass diese Vorschriftenkollision mit der jüngsten StVO-Novelle aufgehoben ist. Jetzt ist in §44 Abs. 5 StVO der Mindestabstand von der Fahrbahn bis zum Verkehrszeichen auf 30 cm reduziert worden.

Das bietet zumindest eine Linderung der Situation, dass Verkehrsschild-Steher deutlich innerhalb der Fahrfläche der Radwege positioniert werden.

Aber nicht ganz: wenn das Verkehrszeichen die typischen Durchmesser 48 oder 67 cm hat, dann müsste die Mittellinie des VZ (also, wenn dieses an einem einfachen, geraden Steher befestigt wird, auch der Steher) mindestens 30 + 24 = 54 oder 30 + 33,5 = 63,5 cm von der Bordsteinkante entfernt sein. Aber: immerhin könnte man jetzt den Steher aus der Fahrfläche bekommen, wenn man das VZ an einem horizontalen Rohr am oberen Ende befestigt; ich habe auch in Italien immer wieder Steher mit einer S-Kurve gesehen, die das Schild um etwa eine halbe Breite seitlich versetzt halten.

Es sollte kein Problem sein, dass die Schilder selber seitlich in den Luftraum über dem Radweg hineinragen, weil sie wenn nötig mit der Unterkante in einer Höhe von bis zu 2,5m angebracht werden können.



Wenn es nur "5 Autos in der Stunde" gibt,
Ben Hemmens - 16.03.2013, 22:07
dann wird der Mischverkehr auf dieser Fahrbahn kein Problem sein.


Hilfsbereite RadlerInnen
Heidi Schmitt - 07.03.2013, 16:04
Heute auf dem Weg zur Arbeit - von Feldkirchen zur Med-Uni - ist meinem Winterrad die Luft ausgegangen. Ein Spike hat sich durchgebohrt. Sind wohl nicht für große km-Leistungen gebaut, die Spikereifen. Als ich mein Rad repariert habe - auf dem Weg zur Arbeit habe ich praktisch immer Werkzeug dabei - fand ich es total nett und ich habe mich riesig gefreut, dass 5 (!) RadlerInnen (1 Mädel und 4 Männer) extra angehalten und Hilfe angeboten haben. Ein Rollstuhlfahrer hat auch noch gefragt.



Zwei Lösungsmöglichkeiten
Peter Graber, 06.03.2013, 11:01
Wieso werden die Fußgänger nicht umgeleitet? Durch die Inseln bei der Straßenbahnhaltestelle diese nur die kaum befahrene Fahrspur stadteinwärts queren müssten und nicht die komplette Straße, wie die Radfahrer.
Der hauptsächliche Fußgängerverkehr hat sowieso die Haltestellen zum Ziel.
Während der Fahrradverkehr, gerade jetzt sowieso auf der Südseite verursacht wird: Baustellenbedingt auf der einen Seite und auf der anderen Seite die FH bzw. weiter Richtung Westen den dort weiterführenden Radweg.

Als besseres Provisorium:
In Relation zum Fußgänger und Radverkehr ist stadteinwärts null bis gar kein MIV gegeben bzw. ist die Fahrspur eigentlich nicht notwendig, da es in dem Abschnitt zwischen Asperngasse und Wagner-Biro-Straße stadteinwärts keine Zufahrten gibt und die Ziele in der Wagner-Biro-Straße (Parkplatz PV und GKB-Bahnhof ) über die Wagner-Biro-Straße und Köflachergasse genauso leicht zu erreichen sind. (Richtung Norden gibt es sowieso ein Linksabbiegeverbot).
Für wen wird die Fahrspur stadteinwärts bis Herbst benötigt? Warum kann man diese nicht sperren und dafür den Radweg dort führen.
Das Warum ist eh klar (obwohl es keine Diskriminierung seitens der Stadt gibt): "Wegen Radfahrern und Fußgängern eine Straße sperren, obwohl nur 5 Autos in der Stunde fahren, die ohne große Umwege wo anders auch fahren können, des hat´s noch nie gegeben."
Mit Eröffnung der Unterführung ändert sich die Situation dann sowieso, wenn auch für die Radfahrer wieder nur zum Teil zum ?Guten?!


Oberleitungsmasten
Ben Hemmens - 22.02.2013, 22:15
Die Frage, warum Oberleitungsmasten im Radweg landen statt ganz am Rand, kann ich nicht sicher beantworten, aber sie ist mir nicht neu. Wir hatten vor ca. 13 Jahren einen ähnlichen Fall in der CvH-Straße Ecke Steyrerg. Damals wurde das Eckhaus neu gebaut (wo jetzt der Spar drinnen ist) und es gab 1-2 Jahre lang Masten mitten im Weg. Jetzt gibt's einen am äußeren Rand des Gehsteigs und der nächste steht an der Südkante des neuen Gebäudes ganz eng vor der Hausfront.

Ich kann nur vermuten, dass die Platzierung erstens damit zusammenhängt, dass die Dinger ein ziemlich festes Fundament brauchen. Ich möchte nicht denken was für eine Spannung die Halteseile oben haben, und die haben einen saumäßigen Hebel bis zum Boden.

Zum Gebäude hin wird ein gewisser Abstand wohl notwendig sein, um die Fundamente vom Gebäude nicht anzurühren. Vom Außenrand des Weges kann es auch Gründe im Untergrund geben (Entwässerung, Leitungen), die man vielleicht nicht so schnell sanieren kann wenn man auf einmal nicht (wie man hier offenbar zuerst hoffte) die Seile am Gebäude befestigen kann. Die Rand-Position hat auch den Nachteil, dass der Mast die Sicht der BimfahrerInnen auf FußgängerInnen verdecken kann.

In meinem Beispiel in der CvH-Straße ist der Mast jetzt so genau am Rande des Weges, dass sich praktisch niemand dahinter verstecken kann. Dort ist übrigens neben dem Gehsteig zuerst die Bim-Trasse und nicht, wie in Eggenberg, die Fahrbahn. Es kann sein, dass man auch einen Sicherheitsabstand zur Fahrbahn einhalten muss.

Vielleicht gibt es irgendwo zwischen den vielen Anforderungen eine Lösung. Aber ich find's zumindest nicht prinzipiell unplausibel, dass die Stadtbaudirektion jetzt ein wenig Zeit braucht, um eine auszuarbeiten/abzustimmen. Evtl. sind andere bauliche Vorbereitungen notwendig, bevor man die Verankerung woanders installieren kann.

Evtl. wird es nun vorstellbar, dass die Platzierung nicht maliziös erfolgte – auch wenn man gleichzeitig alle RadlerInnen verstehen kann, die sich von den plötzlichen Hindernissen gefrotzelt fühlen.



Verkehrszeichen im Radweg
Ben Hemmens - 22.02.2013, 21:45
Verkehrszeichen (VZ) landen leider nicht (nur) aus Schlampigkeit im Bereich, der eigentlich die lichte Breite von Radwegen sein sollte oder sogar im Radweg selbst, sondern wohl aufgrund §48 Abs. 5 StVO:

»Der Abstand zwischen dem unteren Rand eines Straßenverkehrszeichens und der Fahrbahn darf bei seitlicher Anbringung nicht weniger als 0,60 m und nur in Ausnahmefällen mehr als 2,50 m, bei Anbringung oberhalb der Fahrbahn nicht weniger als 4,50 m und nur in Ausnahmefällen mehr als 5,50 m betragen, ...«

In Graz wird, glaube ich, routinemäßig bei straßenbegleitenden Radwegen ein Sicherheitsabstand von 40 oder 50 cm vom Bordstein bis zum Radweg verwendet. Also, weniger als der hier geforderte Abstand vom Bordstein bis zum VZ.

Das ist tatsächlich ein Problem. Was könnten die Lösungen sein?

Erstens wird das sicher im Katalog der StVO-Änderungen, die wir in Zukunft fordern, dabei sein. Ich weiss nicht, was die Begründung für den Abstand ist: vermutlich soll er die Beschädigung von VZ durch Kfz niedrig halten. Ich war schon mal Zeuge davon, wie ein Auto einen Steher umknickte, das geht irrsinnig leicht und muss ein signifikantes Problem sein nicht nur im Sinne der Reparaturkosten sondern auch der Vermeidung von Rechtslücken wegen fehlender Kundmachung.

Natürlich könnte man den Sicherheitsabstand zum Fahrweg des Radwegs erhöhen – macht es aber nicht leichter diesen hinzubauen, wo man ohnehin um jeden cm ringt.

Die Überkopfbefestigung ist natürlich fein, wenn sie machbar ist ( http://graz.radln.net/cms/bilder/popup/11309943/473844/43217e18/FH.jpg). Im Beispiel haben sich Lampenmasten angeboten. Schwachpunkt ist, dass diese Anordnung ohne zusätzliche Strebe oberhalb für Vandalismus anfällig ist. Und sowieso teurer zu bauen: kleine Kostenunterschiede ergeben hier leider bald einmal große Gesamtsummen, weil VZ nun mal zahlreich sind. Ist kein Mast schon vorhanden, müsste man einen (starken) hinbauen oder ist auf die Einwilligung eines Liegenschaftseigentümers angewiesen, das VZ an einer Mauer/einem Gebäude zu befestigen, was sicher nicht gratis kommt.

Stellen wir uns einmal vor, wenn Lisa Rücker den Umbau aller im Weg stehenden VZ zum großen Ziel für den Radverkehr ausgerufen hätte. Ich fürchte, diese "goldenen" VZ hätten das Budget für die berühmten goldenen Radwege großteils aufgefressen, die Ausbeute an Spott und Häme wäre aber wohl noch ein bisschen höher gewesen.





@Harald Neuhauser
Peter Graber, 22.02.2013, 11:15
Wenn ich Steher mitten in einem Gang hinstellen bzw. überhaupt nur in der Planungsphase einzeichnen würde, müsste ich mir sehr wohl vom Auftraggeber Fragen bezüglich meiner Fähigkeiten gefallen lassen.
Ich rede nicht von unzähligen Verkehrstafeln die mitten auf Radwegen platziert werden, die man nicht alle im Überblick haben kann, oder zu Wahlkampfzeiten mit Dreiecksständern zugestellten Geh- und Radwegen, sondern von riesigen Pfosten die mitten auf einem Geh- und (nicht mehr)Radweg stehen, die wohl für die Ewigkeit dort einbetoniert sind und eigentlich keine vernünftige Lösung mehr zu lassen.

Aber ich bin froh, dass ihr Post soviel qualitativen Output bietet.




@Peter Graber
Harald Neuhauser - 21.02.2013, 07:14
Ich sehe, sie haben den totalen Überblick und hoffe, sie arbeiten auch in ihrem Job derart hervorragend?... mit übermäßiger Kompetenz?
Oder ist vielleicht wirklich ein Kommunikationsseminar notwendig?


@Ben Hemmens
Peter Graber, 20.02.2013, 22:26
Meiner Meinung nach wäre eine der Hauptaufgaben eines Radbeauftragten bei so großen Projekten wie der NVD und allen begleitetenden Umbaumaßnahmen -> z.B. Eggenbergerstraße auf die Wichtigkeit adäquater Radverbindungen (vorallem schon bestehender) nicht nur hinzuweisen, sondern dies mit Vehemenz zu fordern und alle Möglichkeiten auszuschöpfen.
Wenn nach einem "einfach nicht an den Radverkehr gedacht"-Bau als beste Lösung die Kappung eines Radweges bei gleichzeitiger Nichtbenützbarkeit (Haltestelle Bus) und schwerer Erreichbarkeit (3 Ampeln auf 100m) des gegenüberliegenden Radweges gefunden wird, frage ich mich auch.
wie das passieren kann? Hat sich da irgendjemand Gedanken gemacht?

Wenn so etwas herausschaut, fragt man sich:
Was ist die Funktion des Radbeauftragten, wenn nicht so etwas von vornherein zu verhindern?
Und wenn er voher nichts getan hat: Warum?
Und wenn er was getan hat: Warum kommt sowas trotzdem zustande?
In beiden Fällen hat der Radbeauftragte
a) hervorragend gearbeitet?
b) sich durch übermäßige Kompetenz ausgezeichnet?
oder
c) .... (ich entscheide mich für c) und die Antwort hat mit a) und b) nicht viel gemein )

zu den12 Radverbesserungen:
Einige der angeführten Verbesserungen, sind nur im Zuge fälliger Umbauten von MIV/ÖPNV zustande gekommen.
In der Grabenstraße von Radweg zu sprechen ist auch übertrieben - bis zu den Arlandgründen ist es ein zickzack/raufrunter-Gefahre und weiter raus zum Golfplatz zu schmal (Geh- und Radweg) im Sommer hängt des Gestrüpp sowieso rein, dass man zeitweise ein Buschmesser braucht. Abgesehen davon ist auf der gesamten Strecke ein MTB oder zumindest gut gefedertes Rad nötig.
Radweg Leonhardbach? Hinterm Odilieninstitut? Den gibt es schon seit >20 Jahren und ist im Rahmen der Böschungssanierung und um die Zufahrten zu den Häusern zu gewährleisten verbreitert worden.
Oder sind die aufgestellten Geh-und-Radweg-Schilder und Bodenmarkierungen bei den Ursulinen gemeint.
Radweg Mariatrost-Fölling: Und als erstes gleich ein Radweg-Ende-schild beim Kreisverkehr hingestellt, damit die armen Autofahrer ja nicht schauen müssen und keine 5 Sekunden verlieren.

Nicht das ich alles schlecht reden will, es gibt sicher auch ein paar gelungene Geschichten, aber meist auch nur dort wo der MIV nicht behindert wird bzw. es für diesen Vorteile bringt.
Graz ist sicher nicht wegen sondern trotz der vorherrschenden Bedingungen für die Pedalritter Fahrradhauptstadt.


Mastpflanz Eggenbergerstraße
Richard Bergmann - 20.02.2013, 21:58
 Möchte auch noch anregen, den Unmut über die Radwegsperre bei den richtigen Menschenschaften abzulassen: in erster Linie einmal bei der GVB-Ingenieurskaste die sich seit einiger Zeit einbildet, mitten in der Stadt eine Volleisenbahn-hochketten- Oberleitung montieren zu müssen, die dann möglicherweise derart fette Masten benötigt wie in der Eggenbergerstraße (weshalb neuerdings ja auch die Annenstraße von fetten Masten verhunzt wird). Zu behaupten, dies wäre eine "technische Notwendigkeit" ist zumindest dreist- eine solche Oberleitung ist bei keinem anderen österr. Straßenbahnbetrieb "state of the art"....entweder es handelt sich hier um eine Art technokratischen Schwanzvergleich ("meine Oberleitung ist viel fetter als Deine") oder wieder mal um einen Fall von erfolgreichem Lobbying...jedenfalls, eine "normalen" Straßenbahnoberleitung würde derart überdimensionierte Masten wohl nicht benötigen - noch sinnvoller ists vielleicht, sich gleich bei jenen Politikern aufzuregen, die den GVB anscheinend sowieso gerne auf die Finger klopfen, damit jene nicht erst aktiv werden, wenn die fetten Masten plötzlich in ihrer guten Stube Herrengasse gepflanzt sein werden...
im übrigen habe ich mich in den letzten Jahren auch über einige kurze, aber höchst praktische Radwege gegen die Einbahn gefreut (Grabenstraße, Griesgasse, Nikolaigasse fallen mir gerade ein) zu deren Anlage es doch Wissen um die Praktikabilität für Radfahrer brauchte!


@Grüne Radfalle
Roman Zweck - 20.02.2013, 11:13
 Ich glaube, dass die Kübelung der Radfalle im günstigen Fall zur Vermeidung von Doppelgleisigkeiten erfolgt ist - eher aber wohl aus parteipolitischen Erwägungen, nach dem Motto: Soll die Partei eine Plattform für Kritik an Zuständen anbieten, für die letztlich die Veranwortung bei einer Politikerin aus dem eigenen Stall (nunmehr Alt-Vizebürgermeisterin) liegt?
Im übrigen finde ich die Debatte der jüngsten Zeit h.o. sehr belebend.



12 Rad-Verbesserungen
Ben Hemmens - 20.02.2013, 00:26
Die Herausforderung, 10 Rad-Infrastrukturverbesserungen der letzten 10 Jahre zu benennen, nehme ich an. Notabene: ich bin in die lokale Lobbyarbeit in Graz seit 2008 nicht mehr involviert. Die folgenden Dinge sind mir jedoch aus dem Gedächtnis eingefallen:

1. Unterführung Keplerbrücke
2. Radstation am Bahnhof (samt Verlängerung), Außen-Abstellanlagen neu (Doppelstock)
3. Verbindung OBI Nord
4. Radweg in Leonhardstraße und Radweg vor dem LKH
5. Grabenstraße Ostseite, Ersatz für den kaum brauchbaren Weg vor VW Kuss
6. Radroute Begleitstraße der HL-AG-Bahnstrecke, samt Brücken
7. Brücke Autobahn Richtung Flughafen
8. Totalumbau der Unterführung Augarten Nord
9. Wegverbreiterung Lendkai vom Edeggersteg bis Keplerbrücke
10. Radfahrstreifen Richtung Osten an der Hauptbrücke
11. Radweg am Leonhardbach
12. Radweg Mariatrost-Fölling


Die Radfalle
Ben Hemmens - 20.02.2013, 00:09
dürfte wohl deshalb gekübelt worden sein, weil a) fast alle Beschwerdepunkte schon bekannt waren, b) ein großer Anteil davon beim besten Willen nicht erfüllbar war, und c) niemand die Arbeitszeit eingeplant hatte, sie ordentlich aufzuarbeiten und fundierte Rückmeldungen zu geben – gefehlt hat nämlich, dass jemand mit zumindest quasiprofessionellem Fachverstand sie anschaut und entweder dafür machbare Lösungsansätze vorschlägt oder erklärt, warum sie nicht machbar sind.

Da das als Projekt einer Partei begonnen hat, war nicht klar, ob der ohnehin überlastete Rad-Beauftragte der Stadt dafür Arbeitszeit verwenden sollte (der grüne Teil von Schwarz-Grün bemühte sich permanent, eine zusätzliche Stelle zu bekommen, als Verstärkung für die Rad-Agenden; ich fürchte, daraus ist nichts geworden; so bleiben wir bei einem Drittel des in Deutschland empfohlenen Personalschlüssels von einem Rad-Fachbeamten pro 100.000 EinwohnerInnen).

Wie die Salzburger Version betreut wird, und ob dort die EinträgerInnen jemals Rückmeldungen bekommen, ist mir nicht ersichtlich. Ich nehme an, dass der dortige Rad-Beauftragte, Peter Weiss, von Zeit zu Zeit hineinschaut. Unserer hat das meines Wissens auch regelmäßig getan.

Und in der Zeit von Schwarz-Grün sind ja einige Dinge, die dort eingetragen waren, umgesetzt worden.

Ich will niemandem den Mund verbieten, der oder die zur Sache etwas zu sagen hat. Ich bin ja auch nicht der Meinung, dass in Sachen Radverkehr alles auch nur annähernd eitle Wonne ist.

Nur bin ich aber der Meinung, dass Beleidigungen kein geeignetes Mittel sind, um irgendwas Gutes zu erreichen. Und ja, es ist auch persönlich: Helmut Spinka kenne ich seit kurz nachdem er seinen jetzigen Job angetreten hat und man kann bei ihm von mir aus vieles kritisieren, aber nicht, dass er entweder faul wäre oder sogar gegen gute Lösungen für den Radverkehr arbeiten würde (Hr. Bergmann am 11. und 13.02.2013). Das ist, nochmals, absolut unwahr und von mir aus unter der Gürtellinie.

Ich glaube nicht, dass das der Meinung oder dem Stil der ARGUS oder irgendwelcher ihrer FunktionärInnen entspricht.

Und im übrigen empfehle ich die gebotene Vorsicht vor §§ 111 sowie 115-117 StGB.


@Christof Bergmann, sowie zur "Radhauptstadt" Graz im Allgemeinen
Bernhard Salcher, 18.02.2013, 15:32
 S.g. Herr Bergmann!

In Graz wohnend und fast immer mit dem Fahrrad (aber hin und wieder auch mit dem Auto) fahrend hier meine Unterstützung:
Vielen Dank für Ihre Postings!
Ich würde mir in Graz - aus meiner Sicht eine perfekte Stadt zum Radfahren – viel viel mehr Rad-Infrastruktur-Maßnahmen und einen spürbaren politischen Willen pro-radfahren wünschen.

Ich teile mit Ihnen hundertprozentig die Ansicht, dass die viel kolportierte Radfreundlichkeit von Graz eher der Nabelschau und der Selbstbeweihräucherung, als einer nüchternen Analye entspringt.
Auch ich bemerke immer wieder auf meinen Reisen, wieviel sich in Punkto Rad-Infrastruktur-Ausbau überall in den Städten Europas tut (z.B. gab es vor 6 Jahren, als ich noch in Paris lebte, dort kaum Radverkehr: schauen Sie sich das mal heute an: neue Radwege und –spuren, ein überaus beliebtes und vielgenutztes Radverleihsystem, usw.!) – nur nicht in Graz.

Ich habe auch das Gefühl, dass in Graz eher Stillstand, wenn nicht Rückschritt in puncto Radverkehrsausbau herrscht. Wer auch immer dafür verantwortlich sein mag.
(Ich habe z.B. Mühe, 10 umgesetzte signifikante Rad-Infrastruktur-Verbesserungen in Graz in den letzten 10 Jahren aufzuzählen. Geht es Ihnen da besser?)

Oft habe ich auch schon versucht Ideen oder Anregungen zu deponieren, so wie viele andere – aber ich habe den Eindruck, dass das in Graz eher einem Kampf gegen Windmühlen gleicht…

Beispiel:
Die „Grazer Radfalle“ (ursprünglich zu finden unter http://www.graz.gruene.at/radfalle ) war eine von den GRÜNEN betriebene Internetseite mit einem online-Stadtplan von Graz, in welchem jeder Besucher an auffälligen Stellen des Grazer Radwegnetzes virtuelle Nadeln setzten konnte, und dazu Kommentare (Zustandsbeschreibungen; Lob; Kritik; Gefahrenhinweise; Verbesserungsvorschläge; Ideen; etc.) und sogar Fotos anhängen konnte.

Geniale Idee, hab ich mir gedacht! So konnte man effektiv viele wertvolle Informationen aus erster Hand, nämlich direkt von den Radwegbenutzern, sammeln, diese auch für alle Internetnutzer sichtbar machen (somit neue weiterführende Ideen generieren und Doppelmeldungen vermeiden), sowie gut grafisch darstellen.
Eine Vielzahl an Grazer Radlern haben sich offensichtlich das gleiche gedacht, und dort, in den vielleicht zwei, drei Jahren, in denen diese Seite seit 2007 online war, viele viele wertvolle Hinweise und Anregungen hinterlassen.

Geniale Aktion. Nur, was ist passiert? Diese Seite wurde einfach irgendwann 2010 kommentarlos abgeschaltet, alle darauf deponierten Posts, Kommentare und Fotos wanderten direkt in den digitalen Mülleimer.
Schade…

Im Laufe der Zeit bin ich nun schon etwas in Resignation verfallen, deshalb danke für Ihre Kommentare:
Lassen Sie sich von niemandem den Mund verbieten und weiterhin viel Energie! Meine Meinung ist, dass es besser ist, dass man mal was sagt (auch wenn einem dabei hin und wieder verbal „die Pferde etwas durchgehen“ sollten), als wenn niemand sich traut den Mund aufzumachen. Es muss ja nicht immer gleich jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden.

( P.S.: Wer wissen will, was die „Radfalle“ war: In Salzburg gibt es sie noch: http://www.radfalle.at/index.php )

Alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen,
Bernhard Salcher.


Schneehaufen
Ben Hemmens - 18.02.2013, 12:21
Leider gibt es Schneehaufen wie an der Ecke Wickenburgg./Jahng. tausendfach und jeder einzelne davon ist irgendwem im Weg. Sie alle systematisch wegzuputzen, dürfte die Kapazität der Services wirklich übersteigen.

Darum machen sie das eher auf Zuruf – und laden dazu ein.


@Peter Graber
Ben Hemmens - 18.02.2013, 12:15
»Dass ein Mandatar eine nicht so kleine Bevölkerungsgruppe als Terroristen bezeichnet halte ich für weitaus bedenklicher als wenn hier jemand aus Überzeugung seinen Standpunkt vertritt und z.B. weisungsgebundene Angestellte als Handlanger bezeichnet.«

Ich halte beides für nicht wünschenswert. Wobei der eine ein NR-Abg. vom anderen Ende Österreichs ist und nichts mit lokalen Planungen in Graz zu tun hat. Und nicht dass ich Hrn. Deimek im geringsten verteidigen möchte, aber würde auch einwenden, dass "Rad-Terror" einem Muster von vielen Wörtern mit "X-Terror" folgt und rein sprachlich nicht dasselbe ist, als jemanden als Terroristen zu bezeichnen.

Das andere halte ich hingegen für eine Beleidigung mindestens einer konkreten Person, die hier in Graz tätig ist. Helmut Spinka zu unterstellen, dass er den Radverkehr hasst, und mit "Handlangern" ein Programm fährt, um das Rad fahren schwer zu machen, ist für mich nicht akzeptabel. Es ist haarsträubend unwahr und menschlich verletzend.

Dessen ungeachtet gibt es viel, das man an Planungen wie zB den HL-AG Unterführungen kritisieren kann. Aber zu glauben, dass der Rad-Beauftragte der Stadt das Pouvoir hätte, bei solchen Planungen tolle Lösungen durchzusetzen, ist leider realitätsfern. Bei Bahn-Planungen hat nun einmal die Stadt nur begrenzte Möglichkeiten. Also werden sie mehr oder weniger nach dem Mainstream der Verkehrsplanungspraxis in Österreich umgesetzt. Und dieser operiert leider unter schlechten Rahmenbedingungen. Der Standard ist vielfach Substandard. Viele lokale und Rad-bewusste PlanerInnen leiden genauso darunter wie wir.

Immerhin gibt es diese Begleitwege in den Unterführungen, die nur auf die halbe Tiefe der Fahrbahn hinunterführen. Es waren möglicherweise die ersten Unterführungen ohne Stufen in Graz … Ja, die Breiten sind nicht super. Ohne sie im Detail nachgemessen zu haben, würde ich sagen dass sie eher nur für den Radverkehr in je einer Richtung reichen. Am liebsten würde ich diese Wege als KandidatInnen für die Verordnung ohne Benutzungspflicht sehen. Andereseits war das HL-AG-Projekt insgesamt für den Radverkehr positiv, vor allem durch die neue Route von Don Bosco über Puntigam (und weiter zum Flughafen) – da sind mehrere Brücken gebaut worden, die sich aus dem Bahnprojekt nicht zwingend ergeben haben.

Zusätzliche physische Breite bei diesen Unterführungen wäre aber sehr aufwändig zu schaffen gewesen, sind doch die Unterführungstrassen insgesamt mit Mühe und Not in die Landschaft gezwängt. Vielleicht hätte man dafür Häuser entfernen müssen. Zusätzliche Kosten bald mehrere Mio. Euro, Verzögerung und böses Blut wegen Ablösung/Enteignung, und ein eigentlicher Bauherr, der dazu keinen Auftrag hat. Und das alles bei einem politischen Willen in Sachen Radverkehr seitens der Stadt, der alles andere als stark und fokussiert war, obwohl StR Rüsch schon eine Ahnung von der Sache hatte (damals ÖVP-SPÖ).

Ich sehe einige Formen der Kritik als gut und zielführend an:

1) politische Kritik an politischen Entscheidungen oder Äußerungen. Da wird voraussichtlich Eustacchio genug Ziele anbieten. Aber im Fall Eggenbergerstr. kennen wir (noch) keine konkrete politische Entscheidung, die zum Problem geführt hat.

2) empirische Kritik, in der wir die auf den Straßen erlebten Schwierigkeiten einfach schildern. Probleme, die BürgerInnen im Alltag haben, sind immer als Input für die öffentlichen Stellen geeignet. So nach der Art: wenn ich diese Unterführung befahre, erlebe ich Schwierigkeiten mit anderen Radlern/ Fußgängern.

3) Spezifische Kritik an Aspekten von Planungen – diese muss aber
a) fundiert sein
b) einen halbwegs realistischen Alternativvorschlag beeinhalten und
c) Urteile in Richtung "inkompetent" und "RVS-widrig" usw. eher vermeiden. Die Gründe für suboptimale Planungen reichen von "einfach nicht an den Radverkehr gedacht" (wobei das in Graz eher nicht in Reinform vorkommt: da sag ich nur: NÖ und Kärnten) bis hin zu harten Hindernissen, für die der/die PlanerIn wirklich nichts kann: kein Geld, kein Platz, Eisenbahngesetz/Bus/Entwässerung/Naturschutz/Denkmalschutz/Kollisionen der technischen Vorgaben. Manche von diesen Dingen wären durch eine politische Anstrengung lösbar: darum ist es gut, mit den PlanerInnen im Gespräch zu bleiben und eben: sie nicht zu beleidigen.








@Ben Hemmens
Peter Graber, 18.02.2013, 10:22
Leonhardkreuzung:
Wenn sich Fußgänger an der Kreuzung anmelden (wofür gibt es ein Knopferl zum Drücken - rein alibimäßig oder wie?), sollte ihnen so schnell wie möglich das Queren ermöglicht werden. Die Autofahrer vom Hilmteich kommend Richtung Res bekommen ja auch jedes Mal grün. Um wieviel wird denn die Rotphase für die Autofahrer verlängert, damit die Fußgänger drüber können ? - 10 Sekunden? überhaupt so viel. An Wochenenden und am Abend steht man bei Null-PKW-Verkehr genauso. Aber man sieht ja, dass eine Diskriminierung anderer Verkehrsteilnehmer zu Gunsten des MIV, wenn schon nicht gefördert aber zumindest toleriert/argumentiert wird.

Unterführungen/Geländer: Bei der Kapellenstraße hat man offensichtlich im Vorfeld planungstechnisch Mist gebaut, sonst hätte man den südseitigen Radstreifen nicht nachträglich entfernt.
Der Geh- und Radweg sollte bei der Reininghausunterführung eine Breite von 3,5 m aufweisen oder? (2m Zweirichtungsradweg und 1,5m Gehweg) Das kann ich mir in Geländerhöhe beim besten Willen nicht vorstellen, aber ich werde es einmal nachmessen. Problematischer sehe ich im Übrigen die Anbindung bei der Köflacherstraße (Geländer bis zum Eck, 90°-Winkel). Mit etwas gutem Willen hätte man die Einmündung einen halben Meter verbreitern und eine "geschwungene" breitere Spurführung gestalten können. Und dazu noch die Kurve hin zur Unterführung ein Radfahrer muss sich im Gegensatz zum Fußgänger nun mal in die Kurve legen und somit kommt man sich mit dem Kopf oft ungewollt recht nahe).

Die Breite Ecke Wickenburggasse/Jahngasse bezieht sich momentan darauf, dass der Schnee genau am Eck dort einfach auf den Radweg geschoben wird und so an einer der wohl stärkst befahrenen Radverbindungen und durchaus vorhandenem Fußgängerverkehr für ein erhöhtes Unfallpotenzial gesorgt wird.
(In dem Zusammenhang Danke für den Link, den kannte ich nicht.) Allerdings sollten gewisse neuralgische Punkte wie dieser längst bekannt sein und von vornherein entsprechend gehandelt werden ohne jedes Mal darauf hinweisen zu müssen.
Bei entsprechendem, schon abgesegnetem (Stadt und Land) Umbau und erst kurz vor Start vom Landesrat abgeblasenen Projekt ist wohl Kritik erlaubt, ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit. Diese Ecke ist auch ohne Schnee problematisch genug, durch die nicht Einsehbarkeit, die hohe Radfahrerfrequenz und den engen Radius, wodurch auch bei geringen Geschwindigkeiten große Schräglagen erforderlich sind. Und die eigene Spur zum Paulustor hin ist eigentlich im unteren Bereich komplett unnötig, denn die wird nur von ein paar Autofahrern, die unbedingt überholen müssen, um dann Richtung Parkring hineinzuschneiden, benötigt und natürlich für die Schwarzen.

Dass ein Mandatar eine nicht so kleine Bevölkerungsgruppe als Terroristen bezeichnet halte ich für weitaus bedenklicher als wenn hier jemand aus Überzeugung seinen Standpunkt vertritt und z.B. weisungsgebundene Angestellte als Handlanger bezeichnet.
Dass Eustacchio für die bisherigen Versäumnisse und teilweise unglaublichen Diletantismus (fette Brückenpfeiler für ein paar Oberleitungen mitten auf einem Geh- und Radweg hinzustellen) nichts kann, ist mir bewusst. Aber in den Medien groß hinauszuposaunen, dass der Südgürtel halt was kostet und man dafür das Geld haben "muss" und er sich eine Tiefgarage bei der Herz-Jesu-Kirche vorstellen kann und diese auch forcieren/unterstützen will. Im Gegenzug aber jegliche längst notwendige bzw. überfällige Projekte allen voran im öffentlichen Verkehr (NW und SW-Linie) ohne Bedenken begräbt und alle ÖPNV-Projekte hintanstellt.
Die einzige konkret genannte FP-Kritik kam an den Terror-Sager, dass die anderen beiden von mir erwähnten ebenfalls FPler sind, dafür kann ich nichts und ich habe diese nicht deshalb "angegriffen", sondern weil ich ihre Entscheidungen und Aussagen als Verantwortliche kritisiere, die sich im Grazer Raum vor allem für die Förderung der sanften Mobilität stark machen sollten und nicht der Verkehrspolitik der 60er und 70er des vorigen Jahrhunderts nachweinen, wie auch der Bürgermeister selbst. (Über den verkneif ich mir lieber jeden weiteren Kommentar)




ganz allgemein: die schlechten Ost-West-Verbindungen in Graz für den Radverkehr
Horst - 17.02.2013, 22:58
Hallo,
ich möchte die unglückliche Maßnahme der Radverkehrssperre (bzw planerischen Vermurksung davor) der Eggenbergerstraße im Kontext der heutigen und auch zukünftig schlechten Ost-West-Durchwegungen für den Radverkehr in Graz, speziell dem Norden in Erinnerung rufen!

- Zwischen der (m Bereich der Unterführung) unzumutbaren Peter Tunner Gasse und Eggenberger Straße liegen 1,4km ohne Querungsmöglichkeit. (Anm: Im gesamten Göstinger Bereich schaut es trist aus)
- In Zukunft wird unter dem Hbf der zur Wagner Biro Straße verlängerte Personentunnel nur als Schiebestrecke ausgeführt werden.
Die Unterführung Eggenberger Straße wird beidseitig als 3,5m breiter GRW ausgeführt werden, weil im Nachhinein 4 statt 2 schwerlastertaugliche 3,25m breite Fahrspuren hineinreklamiert wurden (von wem eigentlich?). Wer die Unterführung schon vor dem Umbau als Radler oder Geher regelmäßig genutzt hat weiß dass dies unnötige Konflikte zwischen mäandernden Fußgängern und sicher auch nicht immer intelligent rollenden Radfahrern führen wird, und das dann für viele, vieleJahre!

- Die nächste vorbildliche Ost-West-Querung Friedhofgasse (400m) wird erst bei Bebauung der Reininghausgründe voll ausgelastet werden.


Obwohl der Grazer Westen in Nord-Süd-Richtung recht gut zu beradeln ist (kaum Höhenmeter, viele Schleichwege durch Wohngegenden, 30er-Zonen) wird durch die schlechte Anbindung an die Innenstadt/Zentrum/Osten der Radverkehrsanteil weiterhin dem Grazer Schnitt nachhinken. Dabei geht es bitte nicht um den Selbstzwecke des Radfahrens, sondern darum dass jeder Radfahrer und -in nicht im Auto sitzt und mitstaut (MIVs nehmen immer an dass erfolgreich verbannte weil störende Radfahrer daheim bleiben oder mit den Offis fahren, werch ein Illtum).

Danke


Schneeräumung
Ben Hemmens - 17.02.2013, 12:35
Bei Schneesituationen wie in der Klosterwiesgasse, wo es ausser am Gehsteig und amangrenzendem Radfahrstreifen keinen Platz gibt, um den Schnee abzulagern, würde nur der Abtransport des Schnees helfen.

Grundsätzlich ist aber das Abtransportieren von Schnee nicht Teil des regulären Winterdienstes und kann nur im vom Land erklärten "Katastrophenfall" durchgeführt werden (das Land gibt dann auch dafür Mittel frei).

Wenn bei Radwegen und Kreuzungen dann Tage nach dem Schneefall problematische Haufen bleiben, hat in der Vergangenheit oft eine Meldung möglichst mit Foto an die Wirtschaftsbetriebe (jetzt Holding Graz Services) geholfen. Ich sehe, dass sie ein online-Feedback-Formular haben:
http://www.holding-graz.at/stadtraum/aufgaben-standorte/winterdienst/winterdienst-feedback-formular.html

Allerdings ist das Formular ohne Foto-Upload-Möglichkeit. Evtl. kann man ein Foto an die Adresse strasse@holding-graz.at schicken.


@ Peter Graber:
Ben Hemmens - 17.02.2013, 01:59
»Dort beträgt der freie Raum dank nach innen gebogener Geländer (wem fällt so etwas ein) in Lenker Höhe geschätzte 1,5 m für Radfahrer und Fußgänger in beide Richtungen.«

Die Geländer, die sich nach innen lehnt und ein durchgehendes Obberrohr hat, ist gerade für Radwege konzipiert, damit man so nur gegen das Oberrohr stürzt (und weiterrutscht) anstatt wie bei einem konventionellen Geländer möglicherweise an einem Steher hängen bleibt. Das entspricht also der guten Praxis.

Ich würde auch sehr empfehlen, die gefühlte lichte Breite mit einem Maßband nachzuprüfen. Ebenfalls die tatsächliche Breite des Radwegs (kein Radfahrstreifen) an der Ecke Wickenburggasse/Jahng. Ich habe das da und dort getan und habe die Breiten gefühlsmässig stark unterschätzt.

Zur Frage, ob Gemeinderäte und VerkehrsplanerInnen mit dem Rad fahren: von den StadträtInnen fahren regelmässig im Alltag Rad meines Wissens: Rüsch, Eustacchio (!), Rücker und Kahr, das ist schon eine Mehrheit, und möglicherweise auch Fr. Schröck. Eisel-Eiselsberg weiss ich nicht, Nagl nicht.

Was sicher gut tun könnte, wäre besonders angesichts der schwachen Darstellungen in der ARGUS-PoDi vor der Wahl eine Art Einführung in die Basics der Gesetze und der Planungsrichtlinien rund um den Radverkehr für GemeinderätInnen oder zumindest für die VerkehrssprecherInnen.

Bei den VerkehrsplanerInnen sowohl im Magistrat als auch in den einschlägigen Planungsbüros in Graz ist das Radfahren ebenfalls sehr verbreitet.

Zum Leonhardplatz: bei den Ampelphasen zählt die tatsächliche Frequenz, und die Zahl der Menschen, die diese Stelle in Kfz und ÖV passieren ist sicher ein vielfaches der Zahl der FußgängerInnen, die dort queren. Kennen Sie viele 5-armige Kreuzungen mit Straßenbahn, die viel besser funktionieren?


Unmut über Eggenbergerstr.
Ben Hemmens - 17.02.2013, 01:27
Dass die Entwicklungen in der Eggenbergerstr. die Gemüter erregen, ist leicht nachvollziehbar. Das ist eine sehr stark nachgefragten Relation, eine der wichtigsten Radrouten in Graz. Nicht nur diese unmittelbare Krise mit der Zurückstufung vom Geh- und Radweg zum Gehweg, sondern auch die Gesamtplanung, die am Ende aller Bauarbeiten (und auch wenn die Sache mit den Masten gelöst werden kann) eine nicht wirklich großzügige Lösung für den unmotorisierten Verkehr vorsieht, sind kritikwürdig.

Allerdings wird hier der Unmut, glaube ich, an der falschen Adresse und in einer absolut unzutreffenden Art und Weise abgeladen. Bei der Abt. Verkehrsplanung (der Helmut Spinka angehört) und beim Straßenamt ist es mit absoluter Sicherheit nicht so, dass irgendwelche Leute von einem persönlichen Hass auf den Radverkehr beseelt sind. Auch die Ausrede, dass die heftige persönliche Kritik eigentlich den FPÖ-Politikern gelten soll, greift insofern nicht, als der FPÖ-Stadtrat erst seit Tagen fürs Verkehrsressort zuständig ist und die Planungen, die letztendlich zur momentanen Auflösung des Radwegs geführt haben, sicher vor einigen Jahren gemacht wurden.

Besonders unpassend ist diese Kritik gerade weil man vielerorts in Graz die Vorgaben ein wenig ausreizt, um an problematischen Stellen überhaupt Rad-Verbindungen zu schaffen. Die zuständigen Beamten tun sich da was an, das sie sich nicht antun müssten, und zwar eben im Willen, etwas hilfreiches für den Radverkehr zu tun (streng genommen gehen sie damit persönlich Haftungsrisiken ein). Man kann sich gerne mehr reguläre und über alle Zweifel erhabene Lösungen wünschen, aber was man nicht tun kann, ist den Beamten und PlanerInnen ein böswilliges Vorgehen zu unterstellen. Hier hat man offensichtlich versucht, den Radweg aufrecht zu erhalten, und hat ihn erst aufgegeben, als eine externe Instanz nachgewiesen hat, dass er nicht zu halten ist.

Hier liegen die Schwächen eher nicht im Bemühen der Stadt sondern in den gesetzlichen und richtlinenmäßigen Rahmenbedingungen. Ich würde sehr davon abraten, die Entscheidung, den Weg als Gehweg zu verordnen, anzugreifen. Diese ist mit Sicherheit sachlich richtig und ist bei der eisenbahnrechtlichen Verhandlung unausweichlich geworden. Der Fehler liegt weiter zurück, und zwar ist zu hinterfragen warum man trotz jahrelangem Anlauf (Detailplanung 2008? 2009?) offenbar nicht registriert hat, dass die Masten an dieser Stelle zwangsläufig den Geh- und Radweg zu Fall bringen werden und man dementsprechend unbedingt eine andere Lösung braucht, auch wenn sie teuer und/oder anstrengend wird. Es kann sein, dass man hier wieder vor dem Problem der (Nicht-)Anwendbarkeit von Zwangsmaßnahmen gegen den Grundeigentümer steht – möglicherweise könnte man, wenn nicht der Radweg sondern die Fahrbahn an der Halle angrenzt, den Eigentümer erzwingen, eine Verstärkung der Struktur zu dulden, damit sie geeignete Ankerpunkte hergibt.





Ergänzung - Beispiele:
Peter Graber, 15.02.2013, 10:26
Unterführung Kapellenstraße: Erst Rad - und Gehweg auf beiden Seiten, dann nur noch nordseitig. Dort beträgt der freie Raum dank nach innen gebogener Geländer (wem fällt so etwas ein) in Lenker Höhe geschätzte 1,5 m für Radfahrer und Fußgänger in beide Richtungen. (Selbiges auch bei der Reininghausunterführung).
Als Fußgänger/Radfahrer muss man am Leonhardplatz beim Schutzweg zwischen Schanzelgase und Kirche 2 Grünphasen der Autos abwarten, um einmal queren zu dürfen (trotz Drückampel!). Nachdem sich auf der Seite der Schanzelgasse ein Internist, eine Kinderärztin und eine Apotheke befindet und auf der anderen Seite die Straßenbahnhaltestelle, ist hier eine Fußgängerverkehr gegeben, für den es sicher unangenehmer ist bei Regen/Schnee/Kälte an der Ampel zu warten, als für Autofahrer.
Die Radwege vorallem in Kreuzungsbereichen werden mit Schnee zu geschoben. Ecke Wickenburggase/Jahngasse ist der benutzbare Radstreifen, um die Kurve gerade einen halben Meter breit (Hat da ein Verkehrslandesrat da nicht die schon zugesagte Förderung zum Umbau der Kreuzung gestrichen, weil man den Autofahrern in der Jahngasse nicht eine der 3 Fahrspuren (Parkstreifen) wegnehmen kann.
Der Rad- und Gehweg in der Parkstraße wird nur teilgeräumt, sodaß für Radfahrer und Fußgänger nur zwei schmale Spurrillen zur Benützung bleiben.
Prinzipiell sollte sowieso weniger gesalzen werden, aber am Glacis ist die Salzstreuung auf den Radwegen mit Hinweis auf den Baumbestand verboten. Aber auf der Straße daneben wird gesalzen, dass man oft nicht weiß ob das Weiß auf der Straße Schnee oder Salz ist.
Radwege (wie in der Keplerstraße) werden prinzipiell so ausgeführt, dass man als Radfahrer in einer Hügellandschaft unterwegs ist, nur damit Autos ja nicht über eine Rampe fahren müssen.
Für den umfassenden Einsatz der Variobahnen wären in Relation zum Südgürtel lächerliche Geldbeträge notwendig, dafür gibt es kein Geld bzw. keinen Willen, das so schnell wie möglich umzusetzen.

Also noch einmal die Frage: Wie soll man sich als Nicht-Auto-Benützer (in meinem Fall Selten-Auto-Benützer) nicht diskriminiert fühlen?





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