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Forum der ARGUS

Dieses "Forum" dient dem Austausch in Sachen Radverkehr und soll Platz für Feedback, Kritik und Anregungen zu allen Belangen des Radfahrens, insbesondere des Alltagsradelns, in Graz und der Steiermark bieten. Die Beiträge werden sofort online gestellt, dürfen jedoch keine Webadressen (Links) enthalten. Wir behalten uns vor, anonyme und nicht zum Thema gehörende Postings zu löschen. Bitte spezielle Anfragen an argus-stmk@gmx.at


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Conrad-von-Hötzendorf-Str.: Eine Enge
Johannes Muhr - 17.02.2012, 15:46
Zu Video-Beginn (00:00 + 00:09) > steiermark.orf.at/news/stories/2521427/ < im Hintergrund genau in Bildmitte: Ein Leuchtwerbehütterl von Ankünder, das Bim-Nutzern als Unterstand dient. Die Steher hinten aus Rohr-Paaren sind zwar radansperrfreundlich, doch ragen von links in die Flucht der Radverkehrsanlage. Rechts: Per Beschilderung "Wechsel zu gemischtem Rad-Gehweg" schickt Verkehrsplanung/Strassenamt/Gemeinderat Radfahrer stadteinwärts ab Hausecke "REMAX" hin zur Hauswand. Menschen, die zu Fuss bei einer unscheinbaren Türe aus dem Haus treten, könnten glauben bis zu Pflasterlinie im Asfalt liegt ein Gehsteig vor ihnen.

Nein. Dort ist - in verrückter Route - GEHSTEIG-RADELN AMTLICH.

"Die Wahrheit sag i ... " (Interview am Radweg).



Zur Medienberichterstattung über teure Radwege:
Karl - 13.01.2012, 10:50
 Ich meine man sollte hier die Kirche im Dorf lassen und probieren die Relation zu anderen Investitionen herzustellen, so kostet z.B der Südgürtel 180 Mio. Euro. Das ist das durchschnittliche Radverkehrsbudget für Graz für die nächsten 180 !!! Jahre oder der kurze Tunnel von Hausmanstätten hat auch mehr als 80 Mio verschlungen. Gegen die Investitionen zur Förderung des Kfz-Verkehrs nehmen sich also die Radverkehrsinvestitionen wie Peanuts aus. Mich wundert warum gerade über Radverkehrsinvestitionen negativ in den Medien berichtet wird.


An der Kippe
Daniel Speichentrieb, 01.01.2012, 10:50
Am Stand dürfte kein Kfz-Verbrennungsmotor laufen (Vermeidbarer Schmutz und Lärm nach StVO/KFG), in 2. Spur dürfte kein Lkw halten um abzuladen, Gross-Plakatierer müssten Parkgebühr zahlen, am Radweg dürften keine Verkehrstafelmaste stehen, die Landes-Limousinen dürften leider nicht mehr durch die Fussgängerzone hinten ins Landhaus gelenkt werden, Polizeikleinbusse quer zum Strom der Fussgänger und Radfahrer in der Zone Schmiedgasse abgestellt - darf denn das sein?

Menschen, die sich gern mit eigener Kraft fortbewegen möchten sich frei entfalten. Ausserhalb öffentlich geförderter Grossbauten für vor allem Zuseher des Massensports, um die regelmässig Glasflaschenscherben liegen, es zu Raufereien und Betrugs-Gerichtsverfahren kommt.

Wer geübte Könner auf Einrädern mit griffigen Stollenreifen, Fallschutzkappengriffen an den Sattelenden und fein dosierbarer Hydraulikbremse und einer Dosis Zurückhaltung aus einer Radgruppe (CM 30.12.2011) verweist hat den wirklich scharfen Blick. Kennt allerdings nicht die Balance auf der Kippe.


@ Wer ist zuständig?
Webmaster - 24.12.2011, 20:34
 Nach Rücksprache mit dem Radverkehrsbeauftragten folgende Antwort: 1.)Körösistraße befindet sich noch im Baustellstatus - Freigabe müsste demnächst erfolgen. Haftung liegt beim Bauherrn bzw. dem Leitungsinhaber, sonst Holding Graz Services - Straße. Die ursprünglich vorhandene Radverbindung in diesem Abschnitt sollte so wie vorher - entlang der Hausfront - wieder eingerichtet werden.
2) Christbaumverkauf: Die Christbaum - Verkaufssplätze sind in ihrer örtlichen Lage in der Marktordnung (zuständig Marktamt) als Verordnung festgelegt. Das Straßenamt ist für die zugehörige Verordnung nach der StVO zuständig. Eine Änderung / Auflassung der derzeitigen Marktplätze ist nur mit Änderung der Marktordnung zu erlangen.
Anm. ARGUS: Auch wenn die Lösung noch nicht optimal ist, es konnten Verbesserungen erreicht werden, etwa im Bereich Rosegger-Kai/GKK, wo man vor einigen Jahren überhaupt ein Fahrverbot verhängt hat.




Wer ist für Radwege Zuständig
Gerald - 20.12.2011, 20:01
 Wer ist in Graz zuständig für die Erhaltungvon Radwegen (Starkstronkabel mehrere Meter längs des Radweges Körösisstr. ex Pewag-Gebäude von Norden als Radweg gekennzeichnet von Süden endet der Rad+ Gehweg vor dem Neu errichteten Gebäude.

Radweg entlang der Mur Fußweg wird durch Weihnachtsbaumverkauf unpassierbar alle Fußgeher müssen auf den Gekennzeichneten Radweg.

wer haftet und wen kann man deswegen anschreiben.



Minus
Christoph - 17.12.2011, 21:14
Ein dickes Minus bekommt die Stadt Graz für die Sperre des Radwegs in der Franz-Graf-Allee zugunsten eines Christbaumverkaufes. Wäre es nicht möglich, diesen Verkauf abseits eines wichtigen Radweges zu veranstalten (meinetwegen im Stadtpark), gerade jetzt, wo es trotz fortgeschrittener Jahreszeit immer noch problemlos möglich ist, alle Alltagswege mit dem Fahrrad zu bestreiten und auch noch sehr viele Menschen mit dam Rad unterwegs sind?


REBIKEL Radleichen-Entsorgung
Rebikel Team - 14.12.2011, 14:46
 Sehr geehrter Herr Ebeleseder!

Vielen Dank für Ihr Posting, gerne versuchen wir Ihnen die Abwicklung der Schrottradsammlung ein wenig näher zu bringen.

Als erstes möchten wir den Unterschied zwischen Beschleifung und Schrottradsammlung erläutern. Dies sind zwei verschiedene Tätigkeiten, die beide von Rebikel durchgeführt werden.
Die Beschleifung wird im Auftrag des Verkehrsplanungsbüros der Stadt Graz durchgeführt und ist ein Bürgerservice.
Es werden von uns weisse Schleifen an herrenlosen Rädern angebracht um eventuelle Besitzer zu informieren und ihnen noch die Möglichkeit zu geben ihr Fahrrad instand setzen zu können.
Leider erreichen wir damit manchmal nicht nur die eigentlichen Besitzer sondern oft auch andere halblustige Mitbürger, die sich durch eine Schleife am Rad aufgefordert fühlen das Rad einfach zu entwenden.
Diese Beschleifung wird von uns genau dokumentiert, d.h. jedes Rad wird mit Marke, Farbe, Type, Größe, Standort und Datum erfasst.
Die von Ihnen erkannten schwarzen Schleifen sind übrigens nichts anderes als Werbung von A1, die vor langer Zeit anscheinend auf hunderten von in Graz abgestellten Rädern angebracht wurden. Vielleicht wurde ja die A1 Marketingabteilung sogar von unseren Magsitratsschleifen inspiriert.

Die Abholung der Räder erfolgt frühestens 4-6 Wochen später, meistens vergehen aber mehrere Monate.
Die Schrottradsammlung erfolgt im Auftrag vom Straßenamt und ist genau geregelt.
Rechtliche Grundlage dafür ist die StVO, die besagt, dass Unrat (Müll, Schrott, Sperrmüll,…) vom öffentlichen Grund durch die zuständige Stelle entfernt werden kann.
Die eingesammelten Fahrräder werden ebenfalls genausten erfasst und dokumentiert und für mindestens 2 weitere Monate chronologisch sortiert zwischengelagert. Somit hat der Besitzer noch 8 Wochen Recht das Fahrrad zurückzufordern, wir stellen es in so einem Fall natürlich auch wieder zu.
Bei rund 1000 Fahrrädern, die wir so jährlich einsammeln, melden sich ungefähr 10 Besitzer, die bis jetzt noch alle ihr vermisstes Fahrrad zurückerhalten haben.

Der interessanteste Punkt ist aber, wer entscheidet und nach welchen Kriterien, was ein Schrottrad ist.
Fahrzeuge von Müll und Unrat zu unterscheiden ist gar nicht so schwer.
Die Fahrradabstellplätze der Stadt Graz sind öffentlicher Grund, dazu gedacht, den Bürgern das Parken ihrer Fahrräder zu ermöglichen. Aber: Nicht funktionstüchtige Fahrräder gehören nicht in diese Kategorie und dürfen jederzeit entfernt werden, denn Abstellplätze sind keine Müllsammelstellen. Genauso wie man Kraftfahrzeuge ohne Nummernschild nicht auf öffentlichem Grund abstellen darf.

Wenn in den Reifen keine Luft mehr ist, deutet es auf einen Defekt hin oder auf eine mehrmonatige Nichtnutzung. Deshalb wird ein Rad von uns noch lange nicht als herrenlos betrachtet.
Auch ein fehlender Sattel, eine rostige Kette oder ein fehlendes Vorderrad lösen noch keine Radentfernung aus.
Wenn aber mehrere solcher Mängel zutreffen oder die Kette keine beweglichen Glieder mehr hat, Bremshebel und Lenker nicht mehr vorhanden sind und unser Mitarbeiter sich nicht mehr vorstellen kann, dass so ein Rad noch einen Besitzer haben könnte, dann wird die Radleiche abgeholt.
Wenn so ein Rad an einem Gegenstand versperrt ist, müssen dafür natürlich selbst intakte Ketten und Schlösser aufgetrennt werden, im Zweifelsfall lassen wir aber die Räder lieber stehen und beschleifen sie, bevor irgendwelche Unannehmlichkeiten für alle Seiten entstehen.

Zusammenfassend möchten wir noch mal festhalten, dass wir Schrotträder immer gleich entfernen, die Schleifen sind nur ein zusätzliches Service von der Stadt Graz. Obwohl vorwiegend beschleifte Räder abgeholt werden, stellen die Schleifen aber keine Voraussetzung für die Schrottradsammlung dar.

Die Räder werden dann im Rahmen von Sozialprojekten z.B. von arbeitslosen Jugendlichen wieder hergerichtet und in unserem Verein wieder verkauft.
So haben alle einen Nutzen davon, das Magistrat, weil das Stadtbild nicht von Schrotträdern verschandelt wird; die Radfahrer, da wieder freie Abstellplätze zur Verfügung stehen und wegen unserer Kooperation mit ProMente und AMS auch die Allgemeinheit (Beschäftigung und Ausbildung).
Der Verein, als gemeinnützige Organisation hat in dem Sinn zwar keinen Gewinn davon, kann aber dadurch im Haupttätigkeitsfeld wie sanfte Mobilität, ökologische Nachhaltigkeit, Reuse-Gedanke und Müllvermeidung tätig sein.

Gerne können Sie uns auch mal nach telefonischer Terminvereinbarung bei der Schrottradsammlung oder Beschleifung begleiten.

Das Rebikel Team



Radleichen-Entsorgung
Ben Hemmens - 12.12.2011, 16:39
Die rechtliche Basis für den Abtransport von Radleichen ist im Grunde ähnlich wie für Autoabschleppungen. Sprich, wenn man nachweisen kann, geschädigt zu sein, hat man gute Karten. Allen, die glauben, dass ihre Räder fälschlicherweise abgeholt wurden, sei geraten, sich zu beschweren.

In Wirklichkeit wird die Sammlung seit Jahren so gut wie beschwerdefrei akzeptiert und man muss der öffentlichen Hand ein Interesse daran zugestehen: offenkundig seit Langem nicht im Gebrauch befindlichen Räder befüllen dauernd einen beträchtlichen Anteil der Abstellkapazitäten auf öffentlichem Grund. Bei vielen Bügel-Abstellplätzen kann man mit freiem Auge erkennen, dass ca. die Hälfte der Räder nicht verwendet werden.

Das mit den angeblich schwarzen Schleifen kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe gerade heute ein beschleiftes Rad in Sicherheit gebracht und die Schleife war weiss.


@ Radpiktogramme Radetzkystraße
Webmaster - 12.12.2011, 15:26
In der Radetzkystraße ändert sich nichts. Eine Verbesserung Richtung Griesplatz könnte sich bestenfalls mit dem Bau der Tram-Linie 8 ergeben, wenn - lt. Planung - der südseitige GRW in der Brückenkopfgasse verlängert wird. Allerdings ist auch dann noch der Haken über Keesgasse - Zimmerplatzgasse notwendig. Die Überlegung, den geplanten RW Joanneumring am Radetzkyspitz in eine Radfahrer-Querung Richtung Radetzkybrücke enden zu lassen, wurde schon vor der Verschiebung des Joanneumring-Projekts zugunsten einer Einbindung in die Keesgasse aufgegeben.


Zweifel an der Radleichenentsorgung
Kurt A. Ebeleseder - 11.12.2011, 17:29
 Schwere Zweifel an der Radleichenentsorgung durch Rebikel hatte eine Dame, der ich gestern begegnet bin. Sie machte mich auf die schwarzen Schleifen aufmerksam, die mir bislang noch nicht aufgefallen waren. Sie sagte zweierlei:
a.Es würden auch gute und funktionstüchtige Räder entsorgt, womit Rebikel ein gutes Geschäft mache. Speziell wenn jemand lieber ein rostig aussehendes Rad habe (wegen der geringeren Gefahr, dass es gestohlen wird), laufe er / sie Gefahr, einfach enteignet zu werden.
b.Wenn ein Radfahrer sein Rad in einer Radabstellzone (zwischen den türkisen Metallbögen) abstelle, müsse ihm dieser Platz auch längere Zeit gewährt werden wie einem parkenden Auto. Dieser Platz sei ja für Fahrräder vorgesehen.

Ich habe ein wenig über diese seltsame Praxis nachgedacht und bin zu folgenden Fragen gelangt:
1.Durch welchen Rechtsakt wird ein Fahrrad zu herrenlosem Gut?
2.Wie kam die Beauftragung von Rebikel durch den Magistrat Graz zustande? Gab es eine Ausschreibung?
3.Durch welchen Rechtsakt wird ein von Rebikel eingesammeltes Rad zum Eigentum dieses Vereins?
4.Warum schwarze Schleifen? Sie sind definitiv auch aus der Nähe kaum sichtbar, sodass der Besitzer, der sein Rad u.U. eine Zeitlang nicht benutzt, gar nicht merkt, dass es auf der „Abschussliste“ steht.
5.Auf den Streifen steht GAR NIX oben. Es müssten das Datum der Beschleifung und das Datum der Abholung vermerkt sein.
6.Wie erfährt der Besitzer eines abgeholten Rades, dass und wo er es noch 3 Monate lang zurückholen kann?
7.Um vermeintliche „Fahrradleichen“ abzuholen, werden lt. Augenzeugin auch intakte Schlösser durchgeschnitten. Diese Vorgangsweise ist ident mit der eines glatten Diebstahls. Woher haben wir die Gewähr, dass Räder nicht zu früh oder überhaupt ohne vorherige Kennzeichnung „abgeholt“ werden?
8.Wäre es nicht gesetzlich vernünftiger, zu jedem Haus eine „Fahrradeinzugszone“ (wie beim Gehsteig) zu definieren und dann die Entsorgung über die Hausverwaltungen vornehmen zu lassen, die dann auch eine entsprechende Buchführung über die zugehörigen Vorgänge aufliegen haben? Man könne einer Hausverwaltung bei gröblicher Versäumnis sogar entsprechende Strafen aufbrummen.



Radlerhürden
Rudi St. Peter - 06.12.2011, 11:01
 Ein Teil der St. Peter Hauptstraße wurde ausgebaut und dadurch hat sich für den radlerisch benachteiligten Bezirk - wenig Engagement durch Bezirksvertretung - doch einiges verbessert.
Aber:
z.B. gegenüber Schimautz stadtauswärts vor der gleichnamige Kreuzung, sind einige "Untiefen" im neu aufgebrachten Straßenbelag entstanden; diese vermitteln den Radler/innen unsanfte Stöße, Ausweichen verkehrsbedingt oft nicht möglich.
Oder:
Vor dem Chinarestaurant ebenfalls stadtauswärts gibt es eine schmale SPur unmittelbar am Gebäude angrenzend, weiters einen Gehsteig und eine Radspur. Immer wieder parken Gäste ihre Autos derart, dass ein Teil davon auf dem Gehsteig steht, Fußgänger auf die Radspur und diese auf die Autispur ausweichen müssen.
Meine freundliche an die Wirtsleute, doch da heroben einen Fahrradabstellplatz für Gäste einzurichten, wurde lächelnd mit der Begründung abgelehnt, dass dann ja weniger Platz für Autos wäre. Max. 2 (zwei!) Autoplätze würde das kosten und unterhalb des Restaurants gibt es einen riesengroßen Parkplatz, nur sind manche Gäste offensichtlich zu faul, die paar Schritte zu gehen.


Radpiktogramme in der Radetzkystraße
Gerd, 05.12.2011, 18:29
 Unlängst wurden Radfahrer-Piktogramme auf der Busspur in der Radetzkystraße angebracht - verbessert sich dadurch irgendwas für Radfahrer, oder darf man weiterhin nur bis zur Seitengasse fahren und muss dort links abbiegen?



G7 Radfahrer-Bashing
Petra, 04.12.2011, 14:06
Da zieht G7 die Argus Aufklärungskampagne heran und verwendet sie prompt gegen die Radfahrer. Ich würde mir jemanden wünschen, der sich lautstark gegen diese Vorgehensweise äussert.

Bei mir persönlich wurde "beanstandet", dass ich die Reflektorstreifen an der Seite des Reifens nutze und keine Katzenaugen, was völlig StVO konform ist. Ich finde die Argus-Aktion gut (auch wenn ich mich frage, ob man nicht vll. ab und zu einmal die selbe Aktion in Bezug auf Autofahrer machen könnte?), aber diese dann wieder gegen die Radfahrer zu drehen, ist typisch für die Grazer Print-Medien.




Am Ziel ... d i e Sekunde einer Radreise
Johannes Muhr - 30.11.2011, 14:34
quer durch die USA ... www.montblanconesecond.com/#/en/the-seconds?id=153


Ja genau
Karl - 24.11.2011, 18:42
 Joaneumring das heißt:
5 Autospuren (3Fahr,2 Park)
2 Fußgängerspuren
0 (null) Radspuren
und das im Herz der Stadt die in ihren verkehrspolitischen Leitlinien die Förderung der Sanften Mobilität angedacht hat.
Die Frage ist ob es sich bei einer derartigen Kfz-Flächendominanz nicht möglich wäre etwas für den Radverkehr umzuwandeln - und nich automatisch die Fußgängerflächen heranzuziehen.


Schmiedgasse & Joanneumring
Gerald, 17.11.2011, 12:44
 In allen möglichen Medien kommen dauernd die Beschwerden über die "bösen, bösen" Radler, und das bösteste, was Radler dauernd tun, ist Fußgänger zu gefährden. Weil das in Wahrheit recht selten passiert, wird dabei jedesmal auf die Schmiedgasse verwiesen, wo es zwischen Radfahrern und Fußgängern wirklich recht eng ist.

Was dabei aber nie erwähnt wird: die einzig wirkliche Lösung für das Problem in der Schmiedgasse wäre eine gute, tragfähige Innenstadtquerung - und genau dafür braucht es dringend den Radweg am Joanneumring. Aber ironischerweise sind es genau jene Leute, die sich am lautesten über die derzeitige Situation beschweren (nämlich ÖVP und Wirtschaft), die auch den Radwegausbau am Joanneumring blockieren. Das sollte die ARGUS meiner Meinung nach viel stärker betonen: wer die Fußgänger in der Schmiedgasse entlasten will, muss den Radweg am Joanneumring bauen!


Anti-Radlerkampagne in "Die Woche"
Roland Rotz - 16.11.2011, 16:33
Da zaht jemand von dem Gratis-Blattl (aus Langeweile, Info-Flaute, Kalkül?) die ohne Echo gebliebenen Dumpfbacken-Aussagen von Herrn Eustacchio eine Woche später heraus, befragt pro forma auch ein paar ExpertInnen, die sich auskennen (und allesamt gegen "Führerschein", "Nummerntafeln" etc. sind), und stimuliert so den Anti-Radler-Reflex, dem natürlich - weil "volksnah" - viel Platz eingeräumt wird.
Ins Altpapier damit, wos hinghört!
RR


Bewegung hilft ... etwa täglich flottes Radfahren
Johannes Muhr - 14.11.2011, 08:24
Welt-Diabetes Tag 14.11. - Zuckerkrankeit (und andere Stoffwechselerkrankungen) werden durch zuviel Essen, Bewegungsarmut und Tabakkonsum gefördert

diepresse.com/home/gesundheit/706630/

420.000 (+ 100.000 nichtdiagnostizierte) sind zuckerkrank in Österreich

orf.at/#/stories/2089241/ Die meisten dicken Kinder (42% Anteil) leben mittlerweile in Italien



jeder vor der eigenen tür
poidi, 28.10.2011, 10:25
Hi Leute!

Ich hab auch schon einiges auf mybikelane gepostet, weil mich einfach auch die Selbstverständlichkeit angekotzt hat, mit der der Platz für Radfahrer von Autos misbraucht wird.
Das fängt bei Ladetätigkeit und parken an, und geht bis zum Schneeschippen im Winter. 

Natürlich gibt es jedoch auch auf Seiten der Radler viele egoistische oder einfach nur depparte Exemplare (zB. unbeleuchtete schwarzgekleidete Radler in der Nacht).

Wie heißt es so schön: die Quote der Vollidioten bleibt in allen Schichten in etwa gleich.

Auf Fehlverhalten angesprochen werden viele Autofahrer, Radler, Fußgänger aggressiv, selbst wenn man sie noch so sachlich und höflich anspricht.

Es sollte einfach viel mehr Rücksicht geben - anstatt dessen wird Frust einfach bei dem Nächsten (bei dem mans kann) abgelassen.

Autofahrer findet keinen Parkplatz -> stellt sich in Ladezone oder auf Radweg
LKW findet keine Ladezone -> stellt sich auf Radweg
Radler kann nicht vorbei -> fahrt auf Gehweg
Fußgänger fühlt sich von Radler bedroht -> schimpft und ärgert sich

Es ist eine Art Kreislauf.

Ein Ausweg aus der Misere wäre ja auch, einfach viel mehr Ladezonen und Parkverbote, aber das ist ja vermutlich auch nicht durchsetzbar.


ref. "vernadern"
bikertoni - 25.10.2011, 19:30
Ich kann's nicht mehr hören !!!
Sachlich völlig unrichtig, polemisch, sowie gegen Umwelt und Gemeinschaft!

Ich fahre täglich mit dem Rad um mein Leben. Es gehen mehr Fussgänger
auf Radwegen, als Radfahrer auf Gehwegen fahren. Kein Radfahrer, fährt
ohne Grund auf Gehwegen (siehe auch die aktuelle Diskussion über die
bike-lane-hp). Jedes Vergehen, das undisziplinierte Radfahrer begehen, wird
von motorisierten Verkehrsteilnehmer, in einer weit höheren Frequenz
begangen, aber mit einem viel höherem Risiko für Andere.

Und noch etwas: Ich lade jede/n KritikerIn ein, mich einen Tag lang zu
begleiten und alle Vergehen zu zählen. Dann würde wohl bei vielen grosses
Staunen einsetzen!



vernadern
markus urbanz - 24.10.2011, 20:08
 die radler sollen vor der eigenen tür kehren, und nicht verbotenerweise kreuz und quer auf den grazer gehsteigen fahren(die radler kann man ja leider nicht vernadern, sie haben kein kennzeichen), das gefährdet nicht nur fußgeher sondern auch die radler selbst.
und wenn man diese zeitgenossen darauf anspricht werden sie ausfällig.
radfahrer sind leider die undiszipliniertesten verkehrsteilnehmer. es wäre eine aufgabe für ARGUS hier öfentlichkeitsarbeit zu leisten, unsere verkehsstadträtin frau rücker deckt leider die radfahrer


@Nick Haflinger
Roman Zweck - 24.10.2011, 09:25
Wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen:  Es geht ja schlechtestenfalls um das "Vernadern" von falsch und BEHINDERND abgestellten Fahrzeugen. Im übrigen gibt es genug nette Zeitgenossen, die etwa falsch und behindernd abgestellte Radln auf die Seite räumen; das geht ja bei Autos erheblich schwerer....
RZ


@Roman Zweck
Nick Haflinger - 24.10.2011, 09:13
 Ich möchte auch gerne der "Exekutive unter die Arme greifen" wenn Radfahrer auf meinem Gehsteig fahren oder mit einem irren Tempo durch die Fußgägerzone radeln, bei Rot über die Kreuzung fahren, etc... Ach ja das geht ja nicht, Radl haben ja kein Kennzeichen. Aber im übrigen mach ich so was nicht, diese Art von Blockwartmentalität ist mir zu wider...


@G7 23.10. "Am Pranger"
Roman Zweck - 23.10.2011, 12:46
 Gerade Medien sollten ja mit dem Vorwurf des An-den-Pranger-Stellens sehr vorsichtig sein - auf mybikelane.com werden ja nur bildlich dokumentierte Tatbestände festgehalten und so freundlicherweise der Exekutive unter die Arme gegriffen, die nicht in der Lage ist, auch nur einen Bruchteil der Parkvergehen (unter denen z.B. RadlerInen zu leiden haben) zu sanktionieren.
RZ


@rene: unfair? unsachlich?
poidi, 20.10.2011, 14:32
 Definition von shared space lt. wikipedia:
"Shared Space [...] (deutsch: etwa „gemeinsam genutzter Raum“) bezeichnet eine Planungsphilosophie, nach der vom Verkehr dominierter öffentlicher Straßenraum lebenswerter, sicherer sowie im Verkehrsfluss verbessert werden soll. Charakteristisch ist dabei die Idee, auf Verkehrszeichen, Signalanlagen und Fahrbahnmarkierungen zu verzichten. Gleichzeitig sollen die Verkehrsteilnehmer vollständig gleichberechtigt werden, wobei die Vorfahrtsregel weiterhin Gültigkeit besitzt. Das Planungsmodell wurde federführend vom Niederländer Hans Monderman in den 1990er Jahren entwickelt[1] und findet heute weltweit Anwendung."

Zu den anderen Punkten:
"erster Versuch"
Es gibt außerhalb Österreichs etliche, und auch innerhalb Österreichs schon einige Shared Space, also so, dass das was völlig neues ist, ist es auch wieder nicht. OK, es ist zum ersten mal in einer Landeshauptstadt.

"oder Blinde"
Ich vermisse Tatsächlich die üblichen gerillten "Leitlinien" für Blinde, habe auch schon einen "erkundungsspaziergang" eines Blinden miterlebt, der sich nicht wirklich orientieren konnte.

"ohne das geht es eben nicht"
Eine sehr Autozentrierte sichtweise. ((siehe auch den link zum Ende)) ordentlicher Shared Space zeigt eben doch, dass es geht. Es ist eine Rückeroberung der Straße durch die ansonsten "Schwachen Verkehrsteilnehmer".

"Dass übrigens die Poller "ein Zugeständnis an den Autoverkehr" sind ist blanker Blödsinn"
Die Poller haben rechtlich die Auswirkung, die Straße in Fahrbahn und nicht-Fahrbahn zu unterscheiden. Somit sind Fußgänger wieder unterpriveligiert.

"unsichere Fußgänger"
eben die sind die absoluten profiteure eines wirklichen Shared Space. Sie bekommen den Raum wieder zurück, und werden nicht auf 1-2m Gehsteig verbannt. Im aktuellen Shared Space
wird es ihnen jedoch rechtlich sehr schwer gemacht, die Fahrbahn zu überqueren. Am Zebrastreifen konnten sie noch auf ihren gesetzlichen Vorrang hoffen - nun sind sie den Autofahrern im Weg und haben Nachrang.

"illegal geparkt wird"
Das im Kreuzungsbereich illegal gehalten und geparkt wird ist ja nicht nur dort ein Problem, und das immer mit Poller machen zu müssen ist ein Armutszeugnis. Aber hoffentlich ändert sich das ja mit 1.11. (GPS und ruhender Verkehr).

Gehört nicht ganz zum Thema, aber irgendie doch:
www.zeit.de/2007/38/Interv_-Knoflacher


@poidi: Die Kritik am Shared Space ist unfair und unsachlich
Rene, 18.10.2011, 16:08
Erstens ist das ein erster Versuch, und daher sicher nicht in allen Details hundertprozentig optimal. Zweitens sind die "sicheren" Bereiche für Fußgännger sehr wichtig, z.B. für alte Leute oder Blinde etc., die sich mitten im Verkehr fürchten würden - ohne das geht es eben nicht. Ob der Shared Space ein de-facto Kreisverkehr ist oder nicht ist letztlich irrelevant - keiner ist gezwungen, im Kreis zu fahren, aber wer will der kann. Dass übrigens die Poller "ein Zugeständnis an den Autoverkehr" sind ist blanker Blödsinn - die sind ein Zugeständnis an unsichere Fußgänger, und verhindern vor allem auch dass am Platzrand illegal geparkt wird - das wäre ohne Poller sicher ein Riesenproblem.


"SharedSpace" in Graz
poidi - 12.10.2011, 16:20
 Also dieser Shared Space verdient meines erachtens den namen nicht.

Anstatt einer Begegnungsfläche wurde mittles der Poller der Steinen wieder in Fahrbahn und Gehweg unterschieden.

Jetzt heißts auch offiziell, dass Fußgänger nachrang haben.

Außerdem macht der Steinkreis in der mitte einen de-facto Kreisverkehr daraus.

Laut meinen Beobachtungen entsteht dadurch nicht der gewünschte Effekt ("Was ist denn hier los, ich brems mal lieber") sondern ein ganz unerwünschter ("Im Kreisverkehr hab ich vorrang")

Shared Space bezeichnet normalerweise eine barierrefreie Verwendung der Straße, ohne Aufteilung in Fahrbahn, Gehsteig und ähnliches.

Die Poller, Felsen und Mittelkreis sind eine unzulässige Unterteilung, und vermutlich Zugeständnisse an die Autofahrer.

PS: man sollte auch mal den Busfahrern stecken, dass optischer Vorrang nicht gilt.


CM "nervte" Polizei
poidi - 04.10.2011, 11:29
 Hi Leute,

bezüglich der Ereignisse bei der letzten CM möchte ich gern einen Diskusisonsprozess starten.

hab das mal unter folgendem link gestartet
www.criticalmass.at/forum/topic/gesprach-mit-der-polizei-graz

vielleicht wird ja was draus!


Empörung über Radweg am Lendkai
Eugen - 28.09.2011, 12:19
 Gottseidank ist die Empörungsmaschine über den Radweg-Ausbau am Lendkai erst angelaufen, NACHDEM die Arbeiten begonnen haben. Und hoffentlich handelt es sich wirklich um die vom Bezirksvorsteher "befürchtete Salami-Taktik", dass nämlich auch das Stück zur Keplerbrücke noch verbreitert wird.


Der definitiv teuerste Radweg von Graz ...
Ben Hemmens - 28.09.2011, 09:36
 wäre die von Bezirksvorsteher Otto Trafella geforderte, offenbar über die Uferböschung auskragende "Rampe zwischen Keplerbrücke und Erich-Edegger-Steg". Würde wahrscheinlich mehrere Millionen kosten, und den Natursschutzstreit wegen der zu fällenden Bäume möchte ich auch sehen.

Aber Hauptsache, man wirft sich als Bezirkspolitiker für 15 Parkplätze in die Bresche!

Und dann wundert er sich, dass er im Rathaus nicht ganz ernst genommen wird!



Auch wer als Radler brav bei Rot am Radweg wartet
Johannes Muhr - 27.09.2011, 12:48
... dem droht Verletzung durch Autowucht, wie der Unfall Taxi gegen ÖV-Bus gestern zeigt: steiermark.orf.at/news/stories/2503227/ - An diesem Eck Radweg (linkes Ufer, Radetzkybrücke oberwasserseitig) sah ich schon öfters diese leuchtend-grünen Sprühmarken, die Unfall-Endlagen dokumentieren. Auf Nachfrage bei 2 Funktaxigruppen wurde mir vermittelt, dass eher kein Taxi in Graz mit Unfalldatenschreiber ausgerüstet fährt.


Ampelsteuerung (LB Kleine Zeitung)
Gerhard Steiner - 25.09.2011, 12:21
Ein Leserbriefschreiber fordert, an Ampeln Autos gegenüber Fußgängern zu bevorzugen, weil wartende Fußgänger keine Abgase produzieren. Merkt der Mann nicht, wie idiotisch dieser Vorschlag ist? Demzufolge müsste man die umweltschädlichsten Verkehrsmittel am meisten bevorzugen (Dauergrün für russische Alt-Lkw), während man umweltfreundlichen Verkehrsmitteln (Fußgänger, Radler, Straßenbahn) extreme Wartezeiten zuteilen müsste. Was wäre der Effekt: viel mehr Autoverkehr, kaum mehr Fußgänger, Radler, Öffi-Nutzer. Das soll umweltfreundliche Verkehrspolitik sein? Ganz sicher nicht! In Graz wird dauernd über den Verkehr genörgelt – aber wir können froh sein, in einer Stadt zu leben, in der wenigstens versucht wird, eine zukunftsfähige Verkehrspolitik zu gestalten.


"Grüne Welle" (LB Kleine Zeitung)
Stefan Kompacher, 25.09.2011, 12:20
Ich finde es immer wieder dreist, wie Autofahrer „Grüne Wellen“ auf Kosten von Fußgängern, Radfahrern oder öffentlichen Verkehrsmitteln fordern. Begründet wird dies stets damit, dass Fußgänger oder Radfahrer keine Abgase beim Warten an den Ampeln verursachen. Ich sehe nicht ein, warum man Verkehrsteilnehmer, die sich umweltfreundlich fortbewegen, mit längeren Wartezeiten bestrafen und im Gegenzug die unvernünftigste Form der Fortbewegung im Stadtgebiet – den motorisierten Individualverkehr mit durchschnittlich 1,2 Insassen pro Fahrzeug – durch möglichst autofreundliche Ampelschaltungen fördern sollte.


Verbesserung am R2
Bernhard - 21.09.2011, 07:25
Vielen Dank den Verantwortlichen für das Asphaltieren des linken Murradwegs zwischen Puntigamerbrücke und Gasrohrsteg, womit nun auch die Benutzung bei Nässe möglich ist!


@fuzo
poidi, 12.09.2011, 13:45
Ich denke mein Denkfehler ist, dass ich "ausgenommen"  wie bei einem Halteverbot interpretiere.

In der STVO sind aber für eine FuZo keine Ausnahmen vorgesehen, für Halteverbote serwohl. Somit ist klar, dass eine Behörde keine Ausnahmen für eine FuZo erlassen kann, sondern eben nur das Befahren erlauben kann. Und dann gilt immer Schrittgeschwindigkeit...

Danke für die Diskussion!


FuZo Schrittempo
Ben Hemmens - 27.08.2011, 10:58
 @ Poidi,

"gestattet" klingt für uns Laien vielleicht ein bissl netter, juristisch ist es aber Blunzn, und es erzwingt mehr Buchstaben an der Zusatztafel.

Wäre es wirklich verständlicher, wenn die recht ausführlichen Ausnahmen bei der Altstadt FuZo statt "Ausgenommen X, X, Z, P, Q", "Befahren mit/durch X, X, Z, P, Q gestattet" lauteten?

Natürlich wäre das deutsche "X,Y,Z frei" zugleich netter, kürzer und genauso einfach wie "ausgenommen". Wie auch viele Dinge, die es in Deutschland gibt, nicht von ungefähr kommen: die denken sich was, die Nachbarn. Hierzulande gibt es aber eine beträchtliche Resistenz gegen deutsche Lösungen: das habe ich anhand der Lichtleistung von Scheinwerfern und der Motorenleistung von Pedelecs erlebt - bei beiden beharrt das kleine Ö auf ganz eigene Definitionen.

Es gibt auch andere Fälle, wo Zusatztafel für Normalsterbliche ein bissl komisch klingen, zB sieht man da und dort "ausgenommen Fahrräder" und fragt sich vielleicht ob nur das Rad, aber nicht sein/e FahrerIn hinein darf. Das stammt aber aus dem Versuch einer systematisch konsistenten Benennung von Fahrzeugtypen im Gesetz. Kaum jemand würde sich "ausgenommen Kfz-FahrerInnen" statt "ausgenommen Kfz" wünschen. Eine entsprechende Verschmelzung von Fahrzeug und Person kommt aber bei "Zuwiderhandelnde werden abgeschleppt" vor.

Das Radpiktogramm ist sicher eine Lösung, und man könnte versuchen, die Grafikverwendung auf den Zusatztafeln auszuweiten. Aber das Rad ist halt ein Symbol, das im Kleinformat eindeutig erkennbar bleibt; die anderen Fahrzeugsymbole in ihrem derzeitigen Design würden da schlechter abschneiden, denke ich.




Nochmal @fuzo
Poidi - 24.08.2011, 12:27
 Also in Linz zum Beispiel steht auf den Tafeln:

Radfahren gestattet

Somit ist klar, dass Schritttempo gilt. Im Gegensatz zu

Ausgenommen Radfahrer

in Graz.


Man hört Geschimpfe Radler würden "schiessen" ...
Johannes Muhr - 07.08.2011, 11:37
Norwegen, 22.7.2011: Breivik (32) tötet Jugendliche

Oper, Wien, 6.8.2011: Autler (21) schneidet, streitet und zieht eine Feuerwaffe

wien.orf.at/stories/530866/

Beide: Männer, kamen in einem Gehäuse aus Blech ohne die eigenen Beine zu bewegen, gaben an Polizist zu sein, wiesen sich nicht aus, zogen eine Schußwaffe, hatten eine staatliche Berechtigung zum Führen (?) der Waffe.

Daher: RadlerInnen rollt mehr und lauter - klingelnd, singend, rufend - mit mehr Sicherheitsabstand zu Füsslern, daher auch mal "mitten auf der Strasse", um besser und angenehmer wahrgenommen zu werden

Und: Polizisten weist euch zuvorkommend aus, um euch von Möchtegerns klar zu unterscheiden. In anderen Ländern (AUS, USA) tragen Polizeiorgane ihren Namen oder Nummerncode längst offen sichtbar auf der Uniform.


Von Bim-Fahrer weggebimmelt
Christoph Aistleitner - 01.08.2011, 12:22
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin gerade eben als Radfahrer in der Leonhardstraße in einen Konflikt mit einem ihrer Straßenbahnfahrer (Samstag, 30.07., 11.20 Uhr, Wagen Nr. 655) geraten. Ich bin mit dem Rad mit Anhänger gefahren, rechts vom Straßenbahngleis waren ca. 50-100 cm Platz. Der Straßenbahnfahrer hat mich angebimmelt und mich dann an der Haltestelle durchs Straßenbahnfenster noch angeschrien, dass man „laut Straßenverkehrsordnung eine Straßenbahn immer schnellstmöglich“ vorbeizulassen habe und dass ich "gefälligst die Straßenverkehrsordnung lesen" solle.
Daher: Wie bitteschön soll ich auf einer schmalen Straße die Straßenbahn vorbeilassen (mitsamt vorgeschriebenem Sicherheitsabstand), ohne mich in Luft aufzulösen oder mein Rad samt Anhänger auf den Gehsteig zu heben? Und wo in der Straßenverkehrsordnung steht bitteschön, dass man eine Straßenbahn immer schnellstmöglich vorbeizulassen hat (ich kenne so eine Regelung
nur für Einsatzfahrzeuge)?
(Gekürzt aus einem Schreiben an die Graz Linien)

Rückmeldungen von Fahrgästen und Verkehrsteilnehmern sind ausdrücklich gewünscht und gehen direkt in den kontinuierlichen Qualitätssteigerungsprozess ein.
Das von Ihnen beschriebene Verhalten unseres Straßenbahnfahrers wird von uns als kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen nicht getragen. Die von Ihnen beschriebene Situation ist weder von uns gewünscht, entspricht nicht unserer Unternehmenskultur, noch entspricht diese der Qualifikation und dem Einsatz unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Fahrdienst. Auch haben Sie recht, der von unserem Mitarbeiter gebrachte Satz steht nicht in der StVO.
Es darf nicht sein, dass durch einzelnes Fehlverhalten die gute und solide Arbeit unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen negiert wird. Wir bedauern Ihr negatives Erlebnis zutiefst, denn unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die wir als Visitenkarte unseres Unternehmens betrachten, werden konsequent auf Umsichtigkeit und positiven Kundenkontakt geschult und sensibilisiert.
Dank Ihrer detaillierten Schilderung können wir den betreffenden Fahrer rasch ausfindig machen und zu einem "Mitarbeitergespräch" laden.
Wir sehen an Ihrem geschilderten Fall, dass wir uns noch intensiver unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Fahrdienst zuwenden müssen; Umsichtigkeit und kundenorientiertes Verhalten zu vermitteln.
Wir ersuchen Sie somit höflichst um Vertrauen in der Sache, dass wir dies im Hause mit Nachdruck angehen.
(Antwortschreiben, gez. Maria Klaminger, GRAZ LINIEN)


Kommunikation NUR für AUTOnutzer rund um den Shared-Space-Bau
Johannes Muhr - 31.07.2011, 13:17
Für rasche Erkennbarkeit bei 50 km/h und 10 mehr gut 1 Quadratmeter gross. In Signalgelb. "Sonnenfelsplatz" löblich näher erläutert durch "(Uni-Mensa)". Die Baustellentafel gibt ihr Gastspiel "ab 25.7." am Gehsteig Ecke Heinrich/Goethe. Die Kernaussage in grossen Blockbusterbuchstaben "TOTALSPERRE".

Der Magistrat richtet sich damit exklusiv an jene, die ihre Bewegung mit Verbrennungsmotor-Mitnahme beschweren und mit Blech verkleiden. Und wird überdeutlich, um von Auto-Verkaufswerbung und -Denken genährter Hoffnung auf "Freie (Auto-)Fahrt" gegenzusteuern.

Füssler und Radlerinnen rollen, gehen, schieben, tragen, weichen aus, fluktuieren, diffundieren eigentlich wie sonst ja auch. Hinter der Tafel allerdings in einer Zone, die durch das totale Unterbrechen einer Auto(schleich)route vorübergehend sogar ein wenig mehr von Autoverkehrslast befreit wurde.


Parken Schörgelgasse
Ben Hemmens - 29.07.2011, 18:15
Halte- und Parkverbote sind in §24 StVO (1) aufgelistet:
Die Stelle scheint weder
c) [innerhalb]"5 m vor dem Schutzweg oder der Radfahrerüberfahrt aus der Sicht des ankommenden Verkehrs"
noch
d) "... im Bereich von weniger als 5 m vom nächsten Schnittpunkt einander kreuzender Fahrbahnränder"
noch
k) "...auf Radfahrstreifen, Radwegen und Rad- und Gehwegen,..."
zu liegen.
Und leider spricht o) "... wenn Fußgänger, insbesondere auch Personen mit Kinderwagen oder Behinderte mit Rollstuhl, an der Benützung eines Gehsteiges, eines Gehweges oder eines Geh- und Radweges gehindert sind, ..." nur von FußgängerInnen.

Was die Kreuzung angeht, nein, das ist wohl keine Kreuzung im Sinne von lit d, weil ein Radweg per Definition (§2) keine Fahrbahn ist.

Und du solltest auch kein Problem mit dem Fließverkehr auf der Fahrbahn haben, weil – »Ende des Radwegs« du dort dabei bist, eine Radfahranlage zu verlassen (§19.6a) und daher eindeutig gegenüber dem Verkehr auf der Fahrbahn Wartepflicht hast. Sprich, die StVO in der jetzigen Fassung gibt dir keinen Anspruch darauf, flüssig nach rechts einfädeln zu können.

So weit, so unbefriedigend. ARGUS ist eh für die Abschaffung der Regel "Verlassen einer Radfahranlage", die viel Blödsinn erzeugt.

Vielleicht magst du aber ein Bild der Situation machen und dem Straßenamt schicken. Für ein Parkverbot brauchens seit ein paar Monaten – ziemlich der einzige sinnvolle Punkt der 23. Novelle – nicht einmal mehr Schilder, sondern nur einen gelben Strich am Boden bzw. am Bordstein. Das sagt lit. p von der obigen Auflistung. Vielleicht könnte das die erste Stelle in Graz werden, wo das ausprobiert wird ;-)

Es kann sein, dass das Straßenamt das flotte Einfädeln an der Stelle gar nicht begünstigen möchte. Aber anfragen kann man ja.





Rechtliche Frage
Gerald, 29.07.2011, 15:57
 Eine rechtliche Frage: bekanntlich darf man Autos nicht innerhalb von 5 Meter im Bereich einer Kreuzung abstellen. Gilt das auch, wenn ein Radweg in eine Straße mündet?

Konkret: ich rede von der Stelle, an der der Radweg von der Stremayrgasse in die Schörgelgasse mündet. Dort parkt die Besitzerin des nahen Cafes ihr Auto (auf einer nicht als Parkplatz markierten Stelle, direkt rechts von der Stelle, wo der Radweg mündet). Das ist ziemlich gefährlich, weil man als Radfahrer dadurch eine Kurve nach links fahren muss, und in den Autoverkehr von links geraten kann. Ich hab die Frau angeredet: sie hat gesagt, da dort ein "Radweg Ende" Schild ist, sei es keine Kreuzung, und sie dürfe dort parken - das habe ihr die Polizei so erklärt (!). Frage: stimmt das?


@fuzo
Poidi - 29.07.2011, 09:23
 Naja.

Dort steht ja nur, dass man das befahren erlauben darf. Dies wäre doch eher mit dem “xx frei “ aus deutschland zu vergleichen.

Bei uns wird jedoch “ausgenommen“ geschrieben. Und laut deutscher sprache gelten eben bei Ausnahmen die normalen Regeln nicht.

Auch in der StVO selbst wird das wort ausnahme in dieser wiese verwendet.


FuZo-Regel
Ben Hemmens - 28.07.2011, 21:36
Das wird in §76a StVO Fußgängerzone geregelt.

Eine Ausnahme setzt nicht die FuZo ausser Kraft, sie bedeutet nur, dass die FuZo mit bestimmten Fahrzeugen unter bestimmten Bedingungen befahrbar ist.

§76a (6) regelt dann das Verhalten aller FahrzeuglenkerInnen (inklusiv Radfahrer) in der FuZo einem Aufwaschen. Schrittgeschwindigkeit gilt für alle.

Für die Straßenbahnen verweist der letzte Satz an die »eisenbahnrechtlichen Vorschriften«.

https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR12159079



Schrittgeschwindigkeit in FuZo
Poidi - 27.07.2011, 23:14
 Wie ist das eigentlich wirklich, wenn radfahrern durch ein ' ausgenommen radfahrer' in einer FuZo erlaubt ist. Eigentlich dürfte dann ja die fußgängerzone nicht mehr gelten, und somit auch nicht die schrittgeschwindigkeit.

Bei einer einbahn ausgenommen radfahrer gilt die einbahn nicht.
Bei Halteverbot ausgenommen berechtigte gilt das Halteverbot nicht.

Also dürfte eigentlich bei einer FuZo ausgenommen Radfahrer die FuZo nicht gelten.


Ungerechtfertigte "Radfahrer bitte absteigen"
Enrico - 27.07.2011, 13:08
Kann man etwas gegen die viele ungerechtfertigte "Radfahrer bitte absteigen"
unternehmen?
Zum Beispiel: die zur Zeit gesperrte Passage auf der Hauptbruecke
ist breit genug fuer FussgaengerInnen und RadfahrerInnen.
Dass hier (wie auch auf gemischten Rad- und Gehwege) ruecksichtsvoll gefahren werden muss ist selbstverstaendlich, aber die Sperre ist nicht gerechtfertigt. Zumindestensens macht man sich
an anderen Stellen keine Gedanken, gemischte Rad- und Gehwege mit der selben Breite zu
errichten.
Lange Zeit war auch die Neutorgasse von der Hauptbruecke
Richtung A-Hofer Platz fuer RadfahrerInnen gesperrt, obwohl die Bauarbeiten auf dieser Strecke
laengst abgeschlossen waren und die heiligen Parkplaetze schon verwendet werden durften.


Ein paar Ideen
Ben Hemmens - 27.07.2011, 00:34
Stefan Kompachers Posting erinnert mich an 2 Dinge, die ich glaube in der StVO geändert werden sollten: das erste ist eine große und bekannte, das 2 weniger so.

1) Abschaffung der Benutzungspflicht für Radfahranlagen - eh klar.

2) Vereinheitlichung der Regeln für alle Flächen, die RadlerInnen mit FußgängerInnen teilen. Insbesondere finde ich die Schrittgeschwindigkeit in FuZos (unter allen Umständen vorgeschrieben) und das Fehlen eines Hinweises auf Geschwindigkeit bei Geh-Radwegen nicht logisch. Eine einheitliche Regel die konkret eine Mäßigung der Geschwindigkeit in den Nähe von FußgängerInnen fordert würde glaube ich realistischer das erwünschte Verhalten abbilden. Ganz absurd ist die Schrittgeschwindigkeit in der Herrengasse am Abend, wenn kaum wer unterwegs ist; man teilt dann die Fläche mit der Straßenbahn, die 20 km/h fahren darf.


Radlerfeindliche Beiträge
Stefan Kompacher - 26.07.2011, 15:04
In letzter Zeit häuften sich radfahrerfeindliche Berichterstattungen und Leserbriefe - in den meisten Fällen ging es um rücksichtsloses Verhalten von Radfahrern gegenüber Fußgängern. Ich muss zuallererst betonen, dass ich für Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern generell kein Verständnis habe. Ich bin aber davon überzeugt, dass Versäumnisse in der Verkehrspolitik derartige Verhaltensweisen begünstigen (wenngleich auch keinesfalls rechtfertigen).
Im folgenden möchte ich auf ein paar Punkte, die in den Printmedien angeprangert wurden, explizit eingehen:
1. (Zu schnelles) Fahren in Fußgängerzonen - Bei einer Messung in der Schmiedgasse wurde ein Radfahrer mit 30 km/h ertappt, so berichtete eine Zeitung. Ich erachte das Radfahren in Fußgängerzonen als nicht unproblematisch. Zumindest alle wichtigen Radrouten sollten vom Fußgängerverkehr separiert werden. Im vorliegenden Fall hätte ich folgenden Lösungsvorschlag: Meines Wissens ist im Zuge des Museumsquartier-Projektes eine Fußgängerzone in der Raubergasse geplant (insofern diese nicht von der Autolobby verhindert wird). Ich bin jedenfalls dafür, die Raubergasse autofrei zu machen, jedoch getrennte Bereiche für Fußgänger und Radfahrer einzurichten. Im Süden könnte diese Radroute in die Kaiserfeldgasse oder den Joanneumring (sollte der dort geplante Radweg jemals gebaut werden) einmünden.
2. Zu schmale Geh- und Radwege - Die Inhaber des Cafés CvH in der Conrad von Hötzendorf-Straße beklagten sich über die Gefährdung ihrer Kundschaft durch vorbeifahrende Radfahrer. Fakt ist, dass bei der Umgestaltung der Straße vor einigen Jahren sehr wenig an den Radverkehr gedacht wurde. Die Erhaltung von Autostellplätzen, sowie eines Grünstreifens an der Westseite schien wichtiger zu sein, als die Errichtung eines ausreichend breiten Geh- und Radweges. Die Fußgänger und Radfahrer müssen sich seitdem einer schmalen, von zahlreichen teils gefährlichen Ausfahrten durchsetzen Verlegenheitslösung begnügen. Mein Vorschlag wäre hier, diese Versäumnisse nachzuholen und ersatzweise Autoparkplätze in Kombination mit einer Einbahnlösung in der Evangelimanngasse zu errichten.
3. Kein Radweg in stark befahrenen Straßen - Über Radfahrer auf dem Gehweg ärgerte sich eine Geschäftsinhaberin in der Leonhardstraße. Die Leonhardstraße wird zusehens zu einer Ausweichroute für die überlastete Elisabethstraße. Das bedeutet, dass der Autoverkehr beständig zunimmt. In Kombination mit den zahlreichen Straßenbahnzügen ergibt sich ein großes Gefahrenpotenzial für Radfahrer in dieser Straße. Für einen Radweg ist hier freilich zu wenig Platz, jedoch sollte die Leonhardstraße generell vom Durchzugsverkehr befreit und dadurch massiv verkehrsberuhigt werden. Ich denke nämlich, dass der zunehmende Autoverkehr früher oder später auch die Straßenbahn behindern wird.



@GPS kontrolliert STVO
poidi, 24.07.2011, 19:41
 ehrlich gesagt, ich seh das ganze mit einem weinenden und einem lachenden auge.

einerseits bin ich froh, dass endlich auch der ruhende verkehr wieder mehr kontrolliert wird. finde es aber irgendwie seltsam, dass immer mehr "privatisiert" wird. auch wenn die GPS eine tochterfirma der stadt graz ist, so sollte doch eigentlich das Gewaltmonopol von der polizei aus gehen.

es ist halt seltsam dass die polizisten nur rund 1/3 ihrer zeit auf der straße sind, und das zumeist im auto.

off topic:
warum kommt es eigentlich vor, dass die polizei im auto durch den augarten rast? ohne ersichtlichen grund fahren die mit geschätzten 50km/h die wege entlang?


@poidi: ja, das stimmt!
Furie - 13.07.2011, 15:20
Soweit ich weiß ist alles fertig beschlossen usw., und wird mit 1. November definitiv umgesetzt. War auch allerhöchste Zeit!

(Bin nur gespannt, wenn der erste Jurist einen Strafzettel ausfasst, ob dann wieder irgendein Gerichtshof die ganze Regelung aushebelt).




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