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Forum der ARGUS

Dieses "Forum" dient dem Austausch in Sachen Radverkehr und soll Platz für Feedback, Kritik und Anregungen zu allen Belangen des Radfahrens, insbesondere des Alltagsradelns, in Graz und der Steiermark bieten. Die Beiträge werden sofort online gestellt, dürfen jedoch keine Webadressen (Links) enthalten. Wir behalten uns vor, anonyme und nicht zum Thema gehörende Postings zu löschen. Bitte spezielle Anfragen an argus-stmk@gmx.at


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@fuzo
poidi, 12.09.2011, 13:45
Ich denke mein Denkfehler ist, dass ich "ausgenommen"  wie bei einem Halteverbot interpretiere.

In der STVO sind aber für eine FuZo keine Ausnahmen vorgesehen, für Halteverbote serwohl. Somit ist klar, dass eine Behörde keine Ausnahmen für eine FuZo erlassen kann, sondern eben nur das Befahren erlauben kann. Und dann gilt immer Schrittgeschwindigkeit...

Danke für die Diskussion!


FuZo Schrittempo
Ben Hemmens - 27.08.2011, 10:58
 @ Poidi,

"gestattet" klingt für uns Laien vielleicht ein bissl netter, juristisch ist es aber Blunzn, und es erzwingt mehr Buchstaben an der Zusatztafel.

Wäre es wirklich verständlicher, wenn die recht ausführlichen Ausnahmen bei der Altstadt FuZo statt "Ausgenommen X, X, Z, P, Q", "Befahren mit/durch X, X, Z, P, Q gestattet" lauteten?

Natürlich wäre das deutsche "X,Y,Z frei" zugleich netter, kürzer und genauso einfach wie "ausgenommen". Wie auch viele Dinge, die es in Deutschland gibt, nicht von ungefähr kommen: die denken sich was, die Nachbarn. Hierzulande gibt es aber eine beträchtliche Resistenz gegen deutsche Lösungen: das habe ich anhand der Lichtleistung von Scheinwerfern und der Motorenleistung von Pedelecs erlebt - bei beiden beharrt das kleine Ö auf ganz eigene Definitionen.

Es gibt auch andere Fälle, wo Zusatztafel für Normalsterbliche ein bissl komisch klingen, zB sieht man da und dort "ausgenommen Fahrräder" und fragt sich vielleicht ob nur das Rad, aber nicht sein/e FahrerIn hinein darf. Das stammt aber aus dem Versuch einer systematisch konsistenten Benennung von Fahrzeugtypen im Gesetz. Kaum jemand würde sich "ausgenommen Kfz-FahrerInnen" statt "ausgenommen Kfz" wünschen. Eine entsprechende Verschmelzung von Fahrzeug und Person kommt aber bei "Zuwiderhandelnde werden abgeschleppt" vor.

Das Radpiktogramm ist sicher eine Lösung, und man könnte versuchen, die Grafikverwendung auf den Zusatztafeln auszuweiten. Aber das Rad ist halt ein Symbol, das im Kleinformat eindeutig erkennbar bleibt; die anderen Fahrzeugsymbole in ihrem derzeitigen Design würden da schlechter abschneiden, denke ich.




Nochmal @fuzo
Poidi - 24.08.2011, 12:27
 Also in Linz zum Beispiel steht auf den Tafeln:

Radfahren gestattet

Somit ist klar, dass Schritttempo gilt. Im Gegensatz zu

Ausgenommen Radfahrer

in Graz.


Man hört Geschimpfe Radler würden "schiessen" ...
Johannes Muhr - 07.08.2011, 11:37
Norwegen, 22.7.2011: Breivik (32) tötet Jugendliche

Oper, Wien, 6.8.2011: Autler (21) schneidet, streitet und zieht eine Feuerwaffe

wien.orf.at/stories/530866/

Beide: Männer, kamen in einem Gehäuse aus Blech ohne die eigenen Beine zu bewegen, gaben an Polizist zu sein, wiesen sich nicht aus, zogen eine Schußwaffe, hatten eine staatliche Berechtigung zum Führen (?) der Waffe.

Daher: RadlerInnen rollt mehr und lauter - klingelnd, singend, rufend - mit mehr Sicherheitsabstand zu Füsslern, daher auch mal "mitten auf der Strasse", um besser und angenehmer wahrgenommen zu werden

Und: Polizisten weist euch zuvorkommend aus, um euch von Möchtegerns klar zu unterscheiden. In anderen Ländern (AUS, USA) tragen Polizeiorgane ihren Namen oder Nummerncode längst offen sichtbar auf der Uniform.


Von Bim-Fahrer weggebimmelt
Christoph Aistleitner - 01.08.2011, 12:22
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin gerade eben als Radfahrer in der Leonhardstraße in einen Konflikt mit einem ihrer Straßenbahnfahrer (Samstag, 30.07., 11.20 Uhr, Wagen Nr. 655) geraten. Ich bin mit dem Rad mit Anhänger gefahren, rechts vom Straßenbahngleis waren ca. 50-100 cm Platz. Der Straßenbahnfahrer hat mich angebimmelt und mich dann an der Haltestelle durchs Straßenbahnfenster noch angeschrien, dass man „laut Straßenverkehrsordnung eine Straßenbahn immer schnellstmöglich“ vorbeizulassen habe und dass ich "gefälligst die Straßenverkehrsordnung lesen" solle.
Daher: Wie bitteschön soll ich auf einer schmalen Straße die Straßenbahn vorbeilassen (mitsamt vorgeschriebenem Sicherheitsabstand), ohne mich in Luft aufzulösen oder mein Rad samt Anhänger auf den Gehsteig zu heben? Und wo in der Straßenverkehrsordnung steht bitteschön, dass man eine Straßenbahn immer schnellstmöglich vorbeizulassen hat (ich kenne so eine Regelung
nur für Einsatzfahrzeuge)?
(Gekürzt aus einem Schreiben an die Graz Linien)

Rückmeldungen von Fahrgästen und Verkehrsteilnehmern sind ausdrücklich gewünscht und gehen direkt in den kontinuierlichen Qualitätssteigerungsprozess ein.
Das von Ihnen beschriebene Verhalten unseres Straßenbahnfahrers wird von uns als kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen nicht getragen. Die von Ihnen beschriebene Situation ist weder von uns gewünscht, entspricht nicht unserer Unternehmenskultur, noch entspricht diese der Qualifikation und dem Einsatz unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Fahrdienst. Auch haben Sie recht, der von unserem Mitarbeiter gebrachte Satz steht nicht in der StVO.
Es darf nicht sein, dass durch einzelnes Fehlverhalten die gute und solide Arbeit unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen negiert wird. Wir bedauern Ihr negatives Erlebnis zutiefst, denn unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die wir als Visitenkarte unseres Unternehmens betrachten, werden konsequent auf Umsichtigkeit und positiven Kundenkontakt geschult und sensibilisiert.
Dank Ihrer detaillierten Schilderung können wir den betreffenden Fahrer rasch ausfindig machen und zu einem "Mitarbeitergespräch" laden.
Wir sehen an Ihrem geschilderten Fall, dass wir uns noch intensiver unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Fahrdienst zuwenden müssen; Umsichtigkeit und kundenorientiertes Verhalten zu vermitteln.
Wir ersuchen Sie somit höflichst um Vertrauen in der Sache, dass wir dies im Hause mit Nachdruck angehen.
(Antwortschreiben, gez. Maria Klaminger, GRAZ LINIEN)


Kommunikation NUR für AUTOnutzer rund um den Shared-Space-Bau
Johannes Muhr - 31.07.2011, 13:17
Für rasche Erkennbarkeit bei 50 km/h und 10 mehr gut 1 Quadratmeter gross. In Signalgelb. "Sonnenfelsplatz" löblich näher erläutert durch "(Uni-Mensa)". Die Baustellentafel gibt ihr Gastspiel "ab 25.7." am Gehsteig Ecke Heinrich/Goethe. Die Kernaussage in grossen Blockbusterbuchstaben "TOTALSPERRE".

Der Magistrat richtet sich damit exklusiv an jene, die ihre Bewegung mit Verbrennungsmotor-Mitnahme beschweren und mit Blech verkleiden. Und wird überdeutlich, um von Auto-Verkaufswerbung und -Denken genährter Hoffnung auf "Freie (Auto-)Fahrt" gegenzusteuern.

Füssler und Radlerinnen rollen, gehen, schieben, tragen, weichen aus, fluktuieren, diffundieren eigentlich wie sonst ja auch. Hinter der Tafel allerdings in einer Zone, die durch das totale Unterbrechen einer Auto(schleich)route vorübergehend sogar ein wenig mehr von Autoverkehrslast befreit wurde.


Parken Schörgelgasse
Ben Hemmens - 29.07.2011, 18:15
Halte- und Parkverbote sind in §24 StVO (1) aufgelistet:
Die Stelle scheint weder
c) [innerhalb]"5 m vor dem Schutzweg oder der Radfahrerüberfahrt aus der Sicht des ankommenden Verkehrs"
noch
d) "... im Bereich von weniger als 5 m vom nächsten Schnittpunkt einander kreuzender Fahrbahnränder"
noch
k) "...auf Radfahrstreifen, Radwegen und Rad- und Gehwegen,..."
zu liegen.
Und leider spricht o) "... wenn Fußgänger, insbesondere auch Personen mit Kinderwagen oder Behinderte mit Rollstuhl, an der Benützung eines Gehsteiges, eines Gehweges oder eines Geh- und Radweges gehindert sind, ..." nur von FußgängerInnen.

Was die Kreuzung angeht, nein, das ist wohl keine Kreuzung im Sinne von lit d, weil ein Radweg per Definition (§2) keine Fahrbahn ist.

Und du solltest auch kein Problem mit dem Fließverkehr auf der Fahrbahn haben, weil – »Ende des Radwegs« du dort dabei bist, eine Radfahranlage zu verlassen (§19.6a) und daher eindeutig gegenüber dem Verkehr auf der Fahrbahn Wartepflicht hast. Sprich, die StVO in der jetzigen Fassung gibt dir keinen Anspruch darauf, flüssig nach rechts einfädeln zu können.

So weit, so unbefriedigend. ARGUS ist eh für die Abschaffung der Regel "Verlassen einer Radfahranlage", die viel Blödsinn erzeugt.

Vielleicht magst du aber ein Bild der Situation machen und dem Straßenamt schicken. Für ein Parkverbot brauchens seit ein paar Monaten – ziemlich der einzige sinnvolle Punkt der 23. Novelle – nicht einmal mehr Schilder, sondern nur einen gelben Strich am Boden bzw. am Bordstein. Das sagt lit. p von der obigen Auflistung. Vielleicht könnte das die erste Stelle in Graz werden, wo das ausprobiert wird ;-)

Es kann sein, dass das Straßenamt das flotte Einfädeln an der Stelle gar nicht begünstigen möchte. Aber anfragen kann man ja.





Rechtliche Frage
Gerald, 29.07.2011, 15:57
 Eine rechtliche Frage: bekanntlich darf man Autos nicht innerhalb von 5 Meter im Bereich einer Kreuzung abstellen. Gilt das auch, wenn ein Radweg in eine Straße mündet?

Konkret: ich rede von der Stelle, an der der Radweg von der Stremayrgasse in die Schörgelgasse mündet. Dort parkt die Besitzerin des nahen Cafes ihr Auto (auf einer nicht als Parkplatz markierten Stelle, direkt rechts von der Stelle, wo der Radweg mündet). Das ist ziemlich gefährlich, weil man als Radfahrer dadurch eine Kurve nach links fahren muss, und in den Autoverkehr von links geraten kann. Ich hab die Frau angeredet: sie hat gesagt, da dort ein "Radweg Ende" Schild ist, sei es keine Kreuzung, und sie dürfe dort parken - das habe ihr die Polizei so erklärt (!). Frage: stimmt das?


@fuzo
Poidi - 29.07.2011, 09:23
 Naja.

Dort steht ja nur, dass man das befahren erlauben darf. Dies wäre doch eher mit dem “xx frei “ aus deutschland zu vergleichen.

Bei uns wird jedoch “ausgenommen“ geschrieben. Und laut deutscher sprache gelten eben bei Ausnahmen die normalen Regeln nicht.

Auch in der StVO selbst wird das wort ausnahme in dieser wiese verwendet.


FuZo-Regel
Ben Hemmens - 28.07.2011, 21:36
Das wird in §76a StVO Fußgängerzone geregelt.

Eine Ausnahme setzt nicht die FuZo ausser Kraft, sie bedeutet nur, dass die FuZo mit bestimmten Fahrzeugen unter bestimmten Bedingungen befahrbar ist.

§76a (6) regelt dann das Verhalten aller FahrzeuglenkerInnen (inklusiv Radfahrer) in der FuZo einem Aufwaschen. Schrittgeschwindigkeit gilt für alle.

Für die Straßenbahnen verweist der letzte Satz an die »eisenbahnrechtlichen Vorschriften«.

https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR12159079



Schrittgeschwindigkeit in FuZo
Poidi - 27.07.2011, 23:14
 Wie ist das eigentlich wirklich, wenn radfahrern durch ein ' ausgenommen radfahrer' in einer FuZo erlaubt ist. Eigentlich dürfte dann ja die fußgängerzone nicht mehr gelten, und somit auch nicht die schrittgeschwindigkeit.

Bei einer einbahn ausgenommen radfahrer gilt die einbahn nicht.
Bei Halteverbot ausgenommen berechtigte gilt das Halteverbot nicht.

Also dürfte eigentlich bei einer FuZo ausgenommen Radfahrer die FuZo nicht gelten.


Ungerechtfertigte "Radfahrer bitte absteigen"
Enrico - 27.07.2011, 13:08
Kann man etwas gegen die viele ungerechtfertigte "Radfahrer bitte absteigen"
unternehmen?
Zum Beispiel: die zur Zeit gesperrte Passage auf der Hauptbruecke
ist breit genug fuer FussgaengerInnen und RadfahrerInnen.
Dass hier (wie auch auf gemischten Rad- und Gehwege) ruecksichtsvoll gefahren werden muss ist selbstverstaendlich, aber die Sperre ist nicht gerechtfertigt. Zumindestensens macht man sich
an anderen Stellen keine Gedanken, gemischte Rad- und Gehwege mit der selben Breite zu
errichten.
Lange Zeit war auch die Neutorgasse von der Hauptbruecke
Richtung A-Hofer Platz fuer RadfahrerInnen gesperrt, obwohl die Bauarbeiten auf dieser Strecke
laengst abgeschlossen waren und die heiligen Parkplaetze schon verwendet werden durften.


Ein paar Ideen
Ben Hemmens - 27.07.2011, 00:34
Stefan Kompachers Posting erinnert mich an 2 Dinge, die ich glaube in der StVO geändert werden sollten: das erste ist eine große und bekannte, das 2 weniger so.

1) Abschaffung der Benutzungspflicht für Radfahranlagen - eh klar.

2) Vereinheitlichung der Regeln für alle Flächen, die RadlerInnen mit FußgängerInnen teilen. Insbesondere finde ich die Schrittgeschwindigkeit in FuZos (unter allen Umständen vorgeschrieben) und das Fehlen eines Hinweises auf Geschwindigkeit bei Geh-Radwegen nicht logisch. Eine einheitliche Regel die konkret eine Mäßigung der Geschwindigkeit in den Nähe von FußgängerInnen fordert würde glaube ich realistischer das erwünschte Verhalten abbilden. Ganz absurd ist die Schrittgeschwindigkeit in der Herrengasse am Abend, wenn kaum wer unterwegs ist; man teilt dann die Fläche mit der Straßenbahn, die 20 km/h fahren darf.


Radlerfeindliche Beiträge
Stefan Kompacher - 26.07.2011, 15:04
In letzter Zeit häuften sich radfahrerfeindliche Berichterstattungen und Leserbriefe - in den meisten Fällen ging es um rücksichtsloses Verhalten von Radfahrern gegenüber Fußgängern. Ich muss zuallererst betonen, dass ich für Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern generell kein Verständnis habe. Ich bin aber davon überzeugt, dass Versäumnisse in der Verkehrspolitik derartige Verhaltensweisen begünstigen (wenngleich auch keinesfalls rechtfertigen).
Im folgenden möchte ich auf ein paar Punkte, die in den Printmedien angeprangert wurden, explizit eingehen:
1. (Zu schnelles) Fahren in Fußgängerzonen - Bei einer Messung in der Schmiedgasse wurde ein Radfahrer mit 30 km/h ertappt, so berichtete eine Zeitung. Ich erachte das Radfahren in Fußgängerzonen als nicht unproblematisch. Zumindest alle wichtigen Radrouten sollten vom Fußgängerverkehr separiert werden. Im vorliegenden Fall hätte ich folgenden Lösungsvorschlag: Meines Wissens ist im Zuge des Museumsquartier-Projektes eine Fußgängerzone in der Raubergasse geplant (insofern diese nicht von der Autolobby verhindert wird). Ich bin jedenfalls dafür, die Raubergasse autofrei zu machen, jedoch getrennte Bereiche für Fußgänger und Radfahrer einzurichten. Im Süden könnte diese Radroute in die Kaiserfeldgasse oder den Joanneumring (sollte der dort geplante Radweg jemals gebaut werden) einmünden.
2. Zu schmale Geh- und Radwege - Die Inhaber des Cafés CvH in der Conrad von Hötzendorf-Straße beklagten sich über die Gefährdung ihrer Kundschaft durch vorbeifahrende Radfahrer. Fakt ist, dass bei der Umgestaltung der Straße vor einigen Jahren sehr wenig an den Radverkehr gedacht wurde. Die Erhaltung von Autostellplätzen, sowie eines Grünstreifens an der Westseite schien wichtiger zu sein, als die Errichtung eines ausreichend breiten Geh- und Radweges. Die Fußgänger und Radfahrer müssen sich seitdem einer schmalen, von zahlreichen teils gefährlichen Ausfahrten durchsetzen Verlegenheitslösung begnügen. Mein Vorschlag wäre hier, diese Versäumnisse nachzuholen und ersatzweise Autoparkplätze in Kombination mit einer Einbahnlösung in der Evangelimanngasse zu errichten.
3. Kein Radweg in stark befahrenen Straßen - Über Radfahrer auf dem Gehweg ärgerte sich eine Geschäftsinhaberin in der Leonhardstraße. Die Leonhardstraße wird zusehens zu einer Ausweichroute für die überlastete Elisabethstraße. Das bedeutet, dass der Autoverkehr beständig zunimmt. In Kombination mit den zahlreichen Straßenbahnzügen ergibt sich ein großes Gefahrenpotenzial für Radfahrer in dieser Straße. Für einen Radweg ist hier freilich zu wenig Platz, jedoch sollte die Leonhardstraße generell vom Durchzugsverkehr befreit und dadurch massiv verkehrsberuhigt werden. Ich denke nämlich, dass der zunehmende Autoverkehr früher oder später auch die Straßenbahn behindern wird.



@GPS kontrolliert STVO
poidi, 24.07.2011, 19:41
 ehrlich gesagt, ich seh das ganze mit einem weinenden und einem lachenden auge.

einerseits bin ich froh, dass endlich auch der ruhende verkehr wieder mehr kontrolliert wird. finde es aber irgendwie seltsam, dass immer mehr "privatisiert" wird. auch wenn die GPS eine tochterfirma der stadt graz ist, so sollte doch eigentlich das Gewaltmonopol von der polizei aus gehen.

es ist halt seltsam dass die polizisten nur rund 1/3 ihrer zeit auf der straße sind, und das zumeist im auto.

off topic:
warum kommt es eigentlich vor, dass die polizei im auto durch den augarten rast? ohne ersichtlichen grund fahren die mit geschätzten 50km/h die wege entlang?


@poidi: ja, das stimmt!
Furie - 13.07.2011, 15:20
Soweit ich weiß ist alles fertig beschlossen usw., und wird mit 1. November definitiv umgesetzt. War auch allerhöchste Zeit!

(Bin nur gespannt, wenn der erste Jurist einen Strafzettel ausfasst, ob dann wieder irgendein Gerichtshof die ganze Regelung aushebelt).


GPS kontrolliert STVO ab 1. November?
poidi, 13.07.2011, 12:14
 Hi Leute,

stimmt das, dass die "Parksherrifs" vom GPS ab 1. November auch die STVO-widrig abgestellten Autos kontrolliert?

Also, 5m Bereich bei Kreuzungen/Zebrastreifen, Halten auf dem Radweg, usw.

Ich fänd das toll, weil sich ja leider die Polizei zu gut dafür ist, bzw. zu wenig Resourcen hat.

mfg
Poidi


Besser geht's nicht!
Walter Bradler - 09.07.2011, 16:48
Das ging aber schnell! Am Montag, den 4. Juli fotografierte ich ein gefährliches Schlagloch am Radstreifen in der Gaswerkstraße und leitete es über die ARGUS-Adresse an den Radverkehrsbeauftragten Helmut Spinka weiter. Am Freitag, den 8. Juli war die Stelle bereits mit frischem Asphalt gefüllt. Ein DANKE an alle Beteiligten für die rasche Erledigung!


Die verdammten Mopeds
Gurie, 07.07.2011, 20:46
 Ich sags ganz ehrlich: ich ärgere mich über kein Moped so sehr wie über diese verdammten Mopeds. Die machen sowieso schon einen höllischen Lärm, werden dann auch noch so gefahren dass sie noch extrem viel mehr Lärm machen, und verpesten auch die Luft dank ihrer minderwertigen Motoren. Da wärs mir hundertmal lieber, die Leute würden Auto fahren, das ist sowohl in Sachen Lärm als auch Abgase viel bekömmlicher. Dass sich Mopedfahrer dann auch noch besonders hipp und klass vorkommen ist ein weiteres Rätsel. Meine einzige Hoffnung sind hier Elektroantriebe - dann ist mit diesem wahnsinnigen Lärm hoffentlich endlich Schluss (gleiches gilt für Motorräder). PS: Ist das nächtliche Moped- bzw. Motorradfahren in Wohnsiedlungen mit extrem aufheulendem Motor verboten? Vermutlich ja. Aber dass die Polizei auch nur einmal eine einzige Strafe deshalb ausgestellt hätte, halte ich für ausgeschlossen - und den Politikern (die freilich fernab des Problems hausen) ist das Problem natürlich wurscht.


Johannes Muhr
Neu: Mopeds auf Raacher Route & Kleinmotorräder schon ab 16 - 06.07.2011, 09:37
Auf der Route oberhalb der Bahn nach Graz-Raach - ganz im Norden - ist der Rad- und Gehweg ausgenommen Mopeds der Postzustellung seit einigen Monaten per geänderter Beschilderung vom Magistrat für ALLE Mopednutzer offen.

Heute soll per Änderung des Führerscheingesetzes in Wien 16- bis 18-jährigen neu das Lenken eines Kleinmotorrades bis 125 cm3 Verbrennungsmotorgrösse erleubt werden.

In beiden Fällen wird von den politischen Entscheidungsträer verzichtet, auch nur irgendwie den leisen Elektroantrieb zu bevorzugen. Besonders im Fall Raach könnten Pedelecs, also tretkraftgesteuerte Elektrokraftanforderung gefordert und damit gefördert werden.


@ Q wegen Radfahrerüberfahrt
Ben Hemmens - 30.06.2011, 11:36
Alles richtig, aber was hat sich an diesen Kritikpunkten durch Verlagerung der 10 km/h-Bestimmung von der Befahrung der Querung zur Annäherung an sie geändert? Bei der alten Fassung hat man vor der Überfahrt auf 10 km/h bremsen müssen; in der neuen Fassung muss man es auch. Nur jetzt darf man wieder auf der Überfahrt selbst wieder schneller werden.

Das Problem, dass in der Praxis viele AutofahrerInnen das Abbremsen (irrtümlich) als Vorrangverzicht interpretieren, hat es vorher gegeben und es besteht weiter.

Meiner Meinung nach ist hier nichts neues hinzgekommen, dass "total Radfahrer unfreundlich" ist. Wir haben beim BMVIT deponiert, dass wir keinen Sinn in einem ausdrücklichen Geschwindigkeitslimit sehen, zumal RadlerInnen auch kein Tacho haben. Wie haben auch keine große Begeisterung für diese Änderung gezeigt. Aber sie ist keine Verschlechterung.

Ehrlich gesagt finde ich die Radfahrerüberfahrt grundsätzlich sehr kritikwürdig. Das System wäre erheblich einfacher, wenn Radwege konsequent als Teil der Straße, die sie begleiten, behandelt werden und an ihren Vorrangverhältnissen automatisch Teil haben, also zB dass entlang einer Vorrangstraße auch die Radwege vor den Seitenstraßen Vorrang haben. Räder und Autos sind alle Fahrzeuge und alle ihre Begegnungen könnten prinzipiell mit den normalen Regeln wie Rechtsregel, Vorrang geben, halten usw. abgewickelt werden.

Das Problem dabei ist, dass Radfahrerüberfahrten in der Realität sehr oft dort eingesetzt werden, wo 1) die Sichtverhältnisse nie und nimmer für einen normalen Vorrang für den Radweg ausreichen würden und 2) wo der Radverkehr aus einem für den übrigen Verkehr unerwarteten Richtung kommt (bei 2-Richtungsradwegen auf einer Straßenseite, die es leider häufig gibt, zB Keplerstraße, Conrad-von-Hötzendorfstraße). Wenn also die Radfahrerüberfahrt morgen abgeschafft würde, müssten auf den Radwegen viele Stopptafeln hinzukommen.

Möglich wäre es natürlich, die Stopptafeln dem anderen Verkehr (dem aus der gequerten Straße) zu geben aber dafür bräuchte es verbindliche Kriterien, wann ein Radweg so eine wichtige Funktion hat, dass man das tut, also, eine gesetzliche Definition einer Hauptradroute.

Wichtig wäre es, schon jetzt Radwege mit großzügigeren Dimensionen zu bauen (mehr Abstand zur Grundstücksgrenze = bessere Sicht bei Kreuzungen) und möglichst viele 2-Richtungsradwege durch 2x1-Richtungsradwege ersetzen.

Aber solange wir die zu schmalen Wege mit zu schlechten Sichtbeziehungen (die wir leider viel zu zahlreich in dieser Form gebaut haben) als Radwege weiterverwenden wollen, solange werden wir für diese die abgeschwächte Form des Vorrangs, die die Radfahrerüberfahrt darstellt, akzeptieren müssen.


KONA HOSSMATIC
PETER SZABO - 28.06.2011, 21:45
liebe radfreunde,
mir wurden gleich zwei mountain bikes der marke kona, modell hossmatic in schwarz aus dem radkeller gestohlen. nachdem dieses modell in europa nicht erhältlich ist/war könnten diese räder eventuell jemandem auffallen. rahmennummern sind bekannt - bei hinweisen die zur wiederbeschaffung bzw zum täter führen ist eine belohnung von 400 euro ausgesetzt. bitte per e-mai melden!
lgp


@q
Gerhard, 27.06.2011, 14:47
 Naja die hauptfrage ist ja auch, ab wann nähere ich mich denn überhaupt dem übergang, das zu ich ja eigentlich schon sobald ich ihm erkenne, also bereits min. 200m vorher!

ich wurde echt gerne wissen, was damals der ausschuss zu diesen dingen erarbeitet hat, und wie es dann zu diesem total radfahrer unfreundlichen gesetz gekommen ist.


@ Ben Hemmens + Gerhard wegen Radfahrerüberfahrt
Q, 27.06.2011, 12:07
§68 Abs. 3a is leider in der praxis total sinnlos
wenn man tatsächlich die geschwindigkeit vor dem übergang verringert
ist das für den durchschnittlichen autofahrer das signal dass man ihm die vorfahrt gewähren will
fährt man weiter is es ein überraschendes befahren ...
steht man erstmal is das eine einladung an die weiteren autofahrer ebenfalls die haltelinie zu überfahren
der sinn der haltelinie verkehrt sich in ihr gegenteil

entscheident is der bremspunkt
die reduktion auf 10km/h is in den meisten fällen auf 5m zu bewerkstelligen
das gibt dem autofahrer fast genau 0s vorwarnzeit
damit ist er gezwungen zu bremsen
man sollte aber immer noch einen plan B in der hand haben


@ Gerhard wegen Radfahrerüberfahrt
Ben Hemmens - 23.06.2011, 22:23
Ob die 10 km/h für eine Annäherung von der Seite gelten würden? Ich nehme eher an, dass hinreichend klar ist, dass es hier um die Begegnung mit den in §9 (2) adressierten Fahrzeug(lenkerInnen) geht und daher die Annäherung in der Linie der Radfahrerüberfahrt, um sie zu benutzen, gemeint ist.

Der Rest ist vom Schutzweg kopiert, also gehe ich davon aus, dass es keine juristischen Missverständnisse darüber geben kann, welcher Fahrzeuglenker nicht zu überraschen ist.

zB ein Fahrzeug im Gegenverkehr kann Ihnen als geradeaus fahrenden Radler nur begegnen, wenn es abbiegt, und Abbiegen hat eigene Regeln. Zudem kann es eigentlich niemand überraschen, wenn ein Radler, der eine Fahrbahn entlang fährt, eine Radfahrerüberfahrt befährt, die quer über diese Fahrbahn führt.

Alle Angaben ohne Gewähr, da ich kein Jurist bin.


Neue Radabstellanlage am Ostbahnhof
Robert Riemelmoser - 22.06.2011, 05:05
 Der Umbau des Grazer Ostbahnhofs zerstört zwar den letzten Rest der gemütlichen Patina des vorigen Jahrhunderts und macht ihn zu einem einigermaßen modernen Stützpunkt eines zeitgemäßen Öffentlichen Verkehrsnetzes.

Mein Abschiedsschmerz wird jedoch durch die hier nun neu errichtete Radabstellanlage egalisiert. Bravo und Danke für diese längst notwendige Maßnahme! (Und wenn die Kapazität nicht ausreichen sollte, liegen hoffentlich schon Ausbaupläne in der Schublade.)




nur mit 10 km/h nähern
gerhard, 21.06.2011, 17:26
folgende Situation:

ich fahre auf der Straße (weil kein Radweg vorhanden) und da taucht vor mir eine radfahrüberfahrt quer über die fahrbahn auf. sobald ich die sehe, MUSS ich also auf 10 km/h verlangsamen. Außerdem müsste ich bei Gegenverkehr auch stehenbleiben. Selbst wenn ich einfach nur quer drüber fahren will.

Wie sinnlos ist denn das?

schließlich steht in der stvo: §68 Abs. 3a
Radfahrer dürfen sich Radfahrerüberfahrten, wo der Verkehr nicht durch Arm- oder Lichtzeichen geregelt wird, nur mit einer Geschwindigkeit von höchstens 10 km/h nähern und diese nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug und für dessen Lenker überraschend befahren.



Mondfinsternis, Pause im Sichtschatten
Johannes Muhr - 16.06.2011, 16:54
15.6. 21h "Cityradeln Vollmondtour" (straßenamt magistrat graz) ... freute mich auf die extralange Mondfinsternis (21h23-23h03 total). In Strassgang empfehle ich manchen schon einen Blick nach links hinten tief am Himmel. Als der Pulk der 100en just so angehalten wird, dass der Wald von St. Martin die Sicht auf den Erdbegleiter nimmt, motiviere ich eine Gruppe, 30 m seitlich in die Wiese zu gehen ... deutlich zu sehen: das Rot des Monds ist rechts oben heller, ein Effekt der Erdatmosphäre. 200 m weiter ab Bründlgasse hätten sich vielleicht drei Autofahrer dazugesellt und wir alle hätten die Finsternis mit Musse erleben können.

Wie kann man nur eine Tour nach dem Mond benennen, ihn aber nicht beachten? Bei der Weiterfahrt hab ich deutlich zum Mond gewiesen, sodass doch noch einige den Blick riskierten, diesmal nach rechts hinten ...


Fahrradfreundlich?
Ralf Steinhäußler, 12.06.2011, 15:50
Ein Pärchen im Stadtpark, sie spaziert, er fährt am Rad im Schritttempo neben ihr her. Sie behindern niemanden. Eine Dame der Ordnungswache hält die beiden auf, er wird fürs Radfahren im Park abgestraft. Wo ist da die propagierte fahrradfreundliche Stadt Graz?
(LB, "Kleine Zeitung" 12.06.2011, G7)


Das Steckenpferd-Radl - das Radl als Steckenpferd
Arne Bruhn - 10.05.2011, 18:04
Griaß Gott liabe Radl-Freunde!
Wann man a so a wunderschean's Steckenpferd von an Grazer Engel gschenkt kriagt,
wos soll des dahoam oada im Auto? Koana siecht's do! Und a Engelsgschenk, wann des net a Schutz ist - also an's Radl domit! Oaba des is net nua a Schutz - es bringt a: Menschn zsamm! Die Norddeitschen san halt steif, a Wunder is do, wann wer des iabahaupt bemerkt. Hier in Graz is des anders: An da Ampel, bein Abstell'n vor a Gschäft - und am St. Peter Dorffriedhof: Es bringt mi in Kontakt mit Menschn!
Und drum a Dank an den Grazer Engel wo mir des gschenkt hot! So bin i durch des Pfred zu an Nur-Radler gword'n. Benzinpreis? So höher umso bessa! So mehr Göld derspoar i mi! Und gsünder is des a! I brauch ka "Fitness-Center". a des derspoart Göld. Olls zsamm: Mir Radler san reicher!
Pfia Gott! - Und denkt's dran: Vorausschaun und fir die Blechkutschenlenker mitdenk'n, des is der beste Schutz! - Oaba - a Lob fir die Grazer Autofoahrer, es giabt do vül meahr rücksichtsvolle ols wia droben in Hamburg und umadum!


Cityradler aus Zucker?
poidi - 29.04.2011, 13:53
 Radeln wegen Regen aus Sicherheitsgründen abgesagt?

find ich irgendwie seltsam - warum soll radeln bei Regen gefährlich sein? Noch dazu wenn die Strecke von der Polizei gesperrt wird.

viel Spass bei der heutigen CM!


zu Kampf um 300m Radweg Joaneumring
Karl Reiter - 25.04.2011, 20:05
 die Umwandlung einer Kfz-Fahrbahn am Joaneumring in eine Radfahrfläche wäre ein wichtiges Symbol für eine lebenswerte Innenstadt. Es ist ja eine schlimme Optik eine dreispurge "Autobahn" mitten durch das Herz einer Stadt zu haben, die sich der sanften Mobilität verschrieben hat. Und Radfahrer sind gute Kunden, das hat man z.B. in Freiburg (DE) schon lange erkannt. Der Chef des Freiburger Einzelhandelsverbandes meinte dazu, "die Parkplätze unmittelbar in der Nähe der Geschäfte sind in Freiburg für den Radverkehr und nicht für den Autoverkehr bereitgestellt, weil damit können wir mit der gleichen Fläche viel mehr Kunden erreichen". Ja und Freiburg bietet eine extrem hohe Lebensqualität - vielleicht ein Lehrbeispiel für Graz. Und beim Joaneumrig könnte man beginnen.


Ausgrenzung von Radverkehr - eine einzige Eierei
Johannes Muhr - 24.04.2011, 12:46
VOR der Baustelleneinrichtung beschwichtigte VzBgm Lisa Rücker (G) noch, für Radfahrer werde die Passage durchwegs offen bleiben. Später konterkarierte sie vage "hier ist die Polizei gefordert", wenn wenige der verbannten Radler dort eine Zeitlang die Gehsteigreste shared-space-like gemeinsam mit Füsslern nutzten.

Rad-"Umleitung"-schilda mit Ecken in Augenhöhe, Siebdruck auf 80 cm breit Plastik, doch das Ziel kaum lesbar beschriftet mit dünnen Filzstiftstrich (und Schreibfehlern) landeten zum Teil im Bauschutt, stehen vielfach noch rum. Zeugen von Ordnungsversuchen der Obrigkeit. Aus Angst für Amtshaftung für Untätigkeit.

Pedalierende hingegen fliessen am nun grosszügigen Platz Annenstrasse-Westend amöbenhaft, erstasten sich vorsichtig die vermehrten Rillenschienen und arrangieren sich per Blickkontakt gut mit den Gehenden. Auch die Menschen an den Hebeln der Bim tolerieren die ebenso effizienten RadlerInnen beim gemeinsamen Queren des Auto-Gürtels.

2. Tafelgeneration: "Schiebestrecke" - Ecken diesmal Höhe Magengrube. " Am Baustellensymbol tatkräftig ein Schaufler von Hand. Real wirken die Muskeln woanders: Oberschenkel auf Radpedale. Wer liest schon ein Schild mit 5 verschiedenen Schriftgrössen?

Hat da nicht schon jemand Radlogos am Boden vorgeschlagen? Wird ja noch länger dauern dass die autogürtelgerechte Tieferlegung der Bim in Betrieb gehen wird. (In Linz hingegen fährt die Bim bis unter den Bahnsteig.) Zumindest die isoliert stehenden hohen Bauzaunelemente vertragen ein bisserl Markierung unter Augenhöhe gegen Übersehen werden, wiederhole ich nur.

Die kleine Doppelstufe zur Traungauergasse ist vielleicht schon ein Ausblick darauf, was Radlern zukünftig dort in den Weg gelegt werden soll?


@Förderung Radabstellanlagen
Webmaster - 22.04.2011, 21:53
 Auf unserer website sind unter Service/Förderungen die aktuellen Förderungen zu finden; konkret gibt es von der Stadt eine für Unternehmen/ Insitutionen. Das Land hatte eine Förderung für Gemeinden/ Betriebe, dürfte diese aber nicht verlängern. Konkrete Auskünfte haben wir auf Anfrage bis dato nicht bekommen.


walter alois neuhold - 22.04.2011, 10:28
 hallo!

kann mir jemand sagen wo es förderungen für radabstellplätze gibt?


Ausgrenzung der RadfahrerInnen
rudi Haring - 20.04.2011, 17:50
 Warum unternimmt der Grazer Radwegebeauftragte nichts gegen den Ausschluss des Radverkehrs auf der Baustelle Hauptbahnhof. Autos dürfen, für Radlerainnen ist eine Passage Ost-West bzw. umgekehrt nicht möglich.eine Situation die man AutofahrerInnen nicht zumuten würde.


@Leechwald
Ben Hemmens - 10.04.2011, 13:46
Ich denke mir, Fahrverbot ist Fahrverbot.

Da sollte sich mal die Polizei hinstellen und kassieren.

Was gibt's da noch zu sagen?


Weitere Vorgehensweise StVO
Ben Hemmens - 10.04.2011, 12:59
@Gerhard:

Es gibt sehr wohl Protokolle vom BMVIT-Unterausschuss Radverkehr (an dem ich für die ARGUS teilnehme). Diese dokumentieren, dass das KfV mit dem Wunsch nach einer Helmpflicht ganz allein geblieben ist.

Die Einführung der Helmpflicht ist also eine rein politische Aktion. Wie wir bei der Sitzung des Verkehrsausschüsses erlebt haben, ist die Bundespolitik entschlossen, sie umzusetzen. Protest ist gut und angebracht, aber ich bin nicht zuversichtlich, dass er kurzfristig eine Änderung der Linie bringen wird. Gegen Sachargumente stellt sich die Politik taub, bzw. die handelnden PolitikerInnen auf Bundesebene haben einfach keinen Begriff von den Themen, die in der Weiterentwicklung der sanften Mobilität in unseren Städten aktuell wichtig sind.

Es braucht also über den Protest hinaus eine langfristige Strategie, damit mehr Entscheidungsträger auf Bundesebene die Notwendigkeit der Stärkung der unmotorisierten Mobilität verstehen. Dafür brauchen wir Verbündete. Und das positive Ergebnis vom Unterausschuss ist, dass wir mehr Freunde haben als ich zumindest vermutet hatte. Diese Kontakte müssen wir pflegen.

Da eine einfache Veröffentlichung der (prinzipiell vertraulichen) Protokolle für andere am Unterausschuss teilnehmende Organisationen und Personen problematisch sein könnte, wäre das für mich nicht die Mittel der Wahl. Es wäre viel besser, wenn eine Gruppe der teilnehmenden Organisationen sich freiwillig äussert. Ein gemeinsames Statement einiger ist wohl im Bereich des Möglichen und wird von uns angestrebt.




Leechwald
Mag. Michael Fitzek - 10.04.2011, 12:15
 Ich bin Moutainbiker UND Läufer! Ich kenne daher ganz gut einige Reibungsflächen dieser 2 Sportarten.
Heute - bei wunderschönem Wetter - waren wir laufenderweise auf unserer "Hausstrecke" im Leechwald (Bereich Hilmwarte, ausgewiesenes absolutes Fahrverbot). An so schönen Tagen sind sehr viele Spaziergänger, Hunde, Läufer und ... Radfahrer unterwegs. Gezählte 21 !!! Radfahrer im Zeitraum von 7 Minuten und 1,5 km Schotterweg!
Das ist nun das Problem: bei so schönem Wetter ist neben dem großen Andrang (Fastunfall zw. MB und Kinderwagen beobachtet) auch der Weg staubtrocken! Im wahrsten Sinn STAUBtrocken! Bei allem Verständnis - die Staubbelastung durch so viele Radfahrer (besonders beim Bremsen bzw. durch Stollenreifen verursacht) ist wirklich unerträglich! Es herrschen z. T. Luftverhältnisse wie in einem Steinbruch nach der Sprengung.
Ich bitte das Forum, sich dieses Problems anzunehmen - damit es auch weiterhin ein aushaltbares Miteinander im Leechwald geben kann.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Fitzek


Parkmisere Morellenfeldgasse
Heinrich - 07.04.2011, 10:57
In Sachen Parkmisere Morellenfeldgasse (erwähnt in Plus/Minus) wurde heute was getan. Auf dem gleichen Patz wie bisher wurden deutlich mehr Radabstell-Bügel errichtet. So eine Maßnahme tut niemandem weh (kein einziger Parkplatz wurde gestrichen) aber macht das Abstellen des Rades deutlich angenehmer - es ist nicht mehr nötig, die Räder am Gehsteig ans Kellerfenstergitter zu sperren.

Überhaupt wurden in ganz St. Leonhard heute zahlreiche Gegen-die-Einbahn-Radstreifen mit neuer Markierung versehen. Dadurch wird den Autofahrern der Radverkehr deutlicher ins Bewusstsein gerückt. Herzlichen Dank ans Straßenamt und die zuständigen Personen!


Ergebnisse der Exptertengremien zur STVO Novelle
Gerhard, 05.04.2011, 17:53
 gibt es dazu eigentlich irgendwelche protokolle?

es wäre doch eine möglichkeit, die Gesetzgeber unter druck zu setzen, indem man diese Protokolle veröffentlicht.

Es wurde ja anscheinend Stillschweigen vereinbart, aber sich nach diesem Fiasko noch immer dran zu halten kann man glaub ich nicht.

my two cents
gerhard


Es wird immer schlimmer
Erwin, 30.03.2011, 16:29
 Erst bringt Ministerin Bures nach jahrelangen Verhandlungen nur eine Vorlage zur StVO-Novelle zustande, die praktisch keine Verbesserungen für Radfahrer bringt - und jetzt werden die wenigen kleinen Vorteile von der ÖVP torpediert, während die Schikanen noch schlimmer werden. Als Radfahrer sollte man echt auswandern - die Verkehrspolitik in Österreich ist ganz einfach erbärmlich.


Helmpflicht für Autofahrer?
Karl Reiter - 14.03.2011, 17:46
74 Prozent voteten in G7 gegen eine Helmpflicht für Kinder. Ich hoffe, die Frau Minister überdenkt diese kurzsichtige Maßnahme nochmals, die nur der Versicherungswirtschaft nutzt und das Radfahren als etwas Gefährliches hinstellt. Dabei sprechen die Statistiken eine andere Sprache: 48 Prozent aller behandlungswürdigen Kopfverletzungen treffen Pkw-Insassen nach Unfällen, nur zwei Prozent Fußgänger und Radfahrer. Würde man der Logik der Zahlen folgen, wäre eine Helmpflicht für Pkw-Insassen weit wirksamer. Aber das würde natürlich niemand ernsthaft fordern. Noch weniger sollten wir daher eine Helmpflicht für Radler fordern.
Karl Reiter, Forschungsgesellschaft Mobilität FGM
(Leserbrief "Kleine Zeitung", 13.03.2011)


Rad und Fuß kennt keinen Stillstand
Johannes Muhr - 13.03.2011, 14:51
Fussgänger und Radfahrer fluteten mehr als sonst durch die Strassen Tokios, als nach dem 8.9- Beben (Freitag nachmittags die U-Bahn schloss und Autisten mehr als sonst stauten -> www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-65640-8.html


Kinderfahrrad
Martina Mayr - 17.02.2011, 10:07
 Suche ein günstiges Mädchenfahrrad für meine Tochter (1,35 m) zum 7. Geburtstag. Wer hat ein günstiges Angebot für mich? zwegy@gmx.at


Medien-Campaign
Roman Zweck - 03.02.2011, 17:10
Nach der Krone hat auch die Woche (02.02.) die Grünen und Lisa Rücker zur Zielscheibe erkoren. Vorgeworfen wird ihr "ideenloser Kreuzzug gegen den Autoverkehr" - Ja wo denn? In Sachen Einschränkung des MIV ist eh seit Jahren nicht wirklich was passiert, leider.
Aus der Stellplatzabgabe einen "Coup" konstruieren zu wollen, ist maßlos übertrieben: Zum einen lässt sich erahnen, dass eh nix draus wird (siehe Citymaut, Umweltzone etc.), dafür wegen schon die Campaigns sorgen, zum anderen ist das ja überhaupt nix Neues: U.a. findet sich dieser Vorschlag im Steirischen Gesamtverkehrsprogramm von anno 1993!
Roman Zweck


@Karl:
Subito, 14.01.2011, 14:24
 Nach einigen Diskussionen hat sich die Meinung herauskristallisiert, dass es den Keplerstraßen-Radweg seit ca. 1982/1983 gibt - also deutlich länger als 20 Jahre.

Piktogramme kannst du gern aufbringen, das wäre sicher lustig, aber helfen wird's wohl nix. Aber gut, man soll nicht zu schwarz sehen: in den kommenden Jahren wird z.B. die Annenstraße umfassend umgebaut, was für die Radler zu einer sehr sehr starken Verbesserung führen sollte.


Umsetzung
karl - 14.01.2011, 08:54
 Ja vielleicht wäre es möglich im Rahmen einer (angemeldeten) Demonstration diesen Fahrbahnteil zu befahren, dass die Radlerund Radlerinnen einmal probefahren können und die Öffentlichkeit erfährt was gemeint ist. Man könnte ja zu einem alten Grazer Hilfsmittel greifen und große Radpiktogramme aufbringen, das hat ja schon einmal vor zig Jahren einen Umschwung im politischen DENKEN und HANDELN ausgelöst.


Das mit Joanneumring unterstütze ich,
Ben Hemmens - 11.01.2011, 16:21
und zwar aus meiner Erfahrung als Autofahrer (als Jakominianer ist Ring-Wielandg. eben eine Anfahrtsroute, die man gut kennenlernt). Als ehemaliger Außendienstler kenne ich den Ring auch zur Stoßzeit.

Ich habe den Eindruck, dass auch bei schwerem und stockenden Verkehr am Ring die linke Spur ab Girardigasse bis Radetzkyspitz schwach genutzt wird. Sie hat für den fließenden Verkehr auch kaum eine Funktion, da erst im Bereich des Radetzkyspitz-Platzls die Abbiegespur relevant wird: und ich schätze dass die linke auch bei Abbiegern weniger gefragt ist als die 2. Spur von links (letztere hat mehr natürliche Zieloptionen: Schönaugasse, CvH) In Wirklichkeit braucht es diese etwas ruhigere Spur als entschärfte Manövrierfläche des ruhenden Kfz-Verkehrs. Der sowieso hier verbannt gehört.

Die einzige Komplikation ist die Umkehrschleife der Straßenbahn, aber zumindest bis zur Schmiedgasse würde sich eine Lösung analog zur Keplerstrasse ausgehen.

Die Sehnsucht ist schon groß, nicht nur Detailarbeit sondern auch mal was Mutiges mit Signalfunktion zu erleben.


@Karl
Subito - 09.01.2011, 19:11
 Ich weiss es nicht, leite aber die Frage ins Styria-mobile-Forum weiter, die Leute dort wissen so was oft.

Am Opern-/Joanneumring soll eventuell bereits in diesem Frühling umgebaut werden, aber wieder so ein halbseidener Radweg, der sich durch Bäume und Passanten schlängelt. Aber auch das ist nicht ganz fix, da einige heilige Autoparkplätze geopfert werden müssten.




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